Autor: Katica Djakovic

Selbstquellende Hydrogelexpander zur Behandlung von Mikrophthalmus und Anophthalmus

Beim klinischen Anophthalmus führt die begleitende Hypoplasie der knöchernen Orbitastrukturen zu einer Reduktion des Orbitavolumens. Liegt keine Prothesenfähigkeit vor, werden selbstquellende hochhydrophile Hydrogelexpander eingesetzt, um eine allmähliche Aufdehnung der Lid- und Orbitastrukturen zu erzielen. Prof. Dr. Michael P. Schittkowski (Göttingen) erläutert das Vorgehen zur Aufdehnung des Bindehautsackes (Prothesenfähigkeit) und Stimulation eines normalen Orbitawachstums.

Fall: „Letzte Wiese“ Sehnerv

Wie aus einem einfachen Niesen ein neurologischer Notfall wurde
Die Dissektion der Arteria carotis interna ist ein neurologischer Notfall, da sie eine häufige Ursache für zerebrovaskuläre Ereignisse bei jungen Patienten ist. Inger Lüdeke, Priv.-Doz. Dr. Jürgen Eggers und Priv.-Doz. Dr. Matthias Lüke berichten über den ungewöhnlichen Fall eines Mannes, der sich zwei Tage nach einer Niesattacke mit anhaltender Visuseinschränkung vorstellte und zunächst mit dem Verdacht auf eine nicht-arteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie (AION) zur weiteren Diagnostik stationär aufgenommen wurde.

RDK-Lösungen für die -Kontaktlinsenpflege

Vergleich von Testmethoden zur Überprüfung der Augenverträglichkeit (Teil 3)
Aus Gründen der Sparsamkeit und Praktikabilität werden von Kontaktlinsenträgern, vor allem seit Einführung der Silikonhydrogellinsen, mehr und mehr Reinigungs-Desinfektions-Kombinations-Lösungen (RDKL) bevorzugt.
Dr. Dieter Schnell (Ruppichteroth) hat einige Testmethoden zur Überprüfung der Augenverträglichkeit von RDK-Lösungen einem Vergleich unterzogen und stellt seine Erkenntnisse vor. Im dritten und letzten Teil geht er im speziellen auf die Untersuchungsmethoden des Optometristen Gary Andrasko ein.

Serie Auge und Sehen: Augenärztliches Operationsbesteck

Serie zur Sammlung Roth
Bereits früh in der Geschichte der Menschheit dürfte man schon gewusst haben, dass die Eintrübung der Augenlinse ein Grund für eine Abnahme der Sehfunktion war. Der weiße Reflex hinter der Pupille fiel beim Erblindeten auf, sein „starrer Blick“ führte zu dem in der deutschen Sprache heute allgemein gebräuchlichen Namen „grauer Star“ für das Krankheitsbild.

Interview mit Prof. Dr. Daniel Mojon zum miESC-Kongress 2012

Innovativer Austausch zur minimalinvasiven Ophthalmochirurgie
Am 14. und 15. Januar tagt in St. Gallen erstmals ein Kongress zur minimalinvasiven Ophthalmochirurgie: Der miESC 2012 (minimally invasive Eye Surgery Congress) präsentiert sich mit einer neuen Kongressstruktur, die einen Austausch in innovativer Form zwischen augenärztlichen Entwicklern, Augenärzten, universitären Forschungs-gruppen und Industrie erlauben soll. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Prof. Dr. Daniel Mojon, der, gemeinsam mit Priv.-Doz. Siegfried Priglinger, Initiator des Kongresses ist.

109. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG)

Forschung fördern und fordern
Es sei ein Kongress, der zunehmend internationaler werde, freute sich der diesjährige DOG-Präsident Prof. Dr. Thomas Reinhard in seiner Eröffnungsrede zum 109. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, der gut 4.100 Teilnehmer nach Berlin lockte, darunter auch internationale Besucher aus 48 Nationen. In 148 wissenschaftlichen Sitzungen wurde informiert, aber auch rege diskutiert, denn den „Herausforderungen in der Augenheilkunde“ galt das diesjährige Schwerpunktthema. Dass diese gegenwärtig vielfältig sind, aber die politischen Rahmenbedingungen dem nicht Rechnung tragen, machte der Kongresspräsident deutlich. Ein Bericht von Ulrike Lüdtke.

Kontrast- und/oder Dämmerungssehen?

Zur Einführung des Kontrastsehtests in die Fahrerlaubnisverordnung
Seit dem 1. Juli muss bei allen Führerscheinen der Gruppe 2 und bei augenärztlichen Gutachten auch für die kleineren Fahrzeuge das Kontrast- oder Dämmerungssehen geprüft werden. Sowohl Augenärzte als auch die an der Begutachtung beteiligten Betriebsärzte sehen sich der Herausforderung gegenüber, den idealen Grenzwert sowie das ideale Testverfahren zu finden. Prof. Dr. Helmut Wilhelm (Tübingen) diskutiert Grenzwerte, Geräte und Messverfahren, zeigt Fallstricke und Herausforderungen für den Untersucher auf.

Entwicklung neuer Cyanfarbstoffe für die Makulachirurgie

Selektive Anfärbung intraokularer und epiretinaler Strukturen ohne toxische Nebenwirkungen
Die Lamina limitans interna (ILM) ist eine wichtige Zielstruktur im Rahmen vitreoretinaler Eingriffe zur erfolgreichen Behandlung traktiver Makulopathien wie dem Makulaforamen oder der epimakulären Membran. Um die ILM zu kontrastieren und damit einer operativen Beseitigung zugänglicher zu machen, wurden selektive Farbstoffe wie Indocyaningrün und Brilliantblau entwickelt. Ziel eines interdisziplinären Forschungsprojektes der Abteilung für Experimentelle Ophthalmologie der Universität Tübingen, der Abteilung Chemie der Ludwig-Maximilians-Universität sowie der Augenklinik der LMU in München war die Entwicklung und Erprobung neuer Farbstoffe, die eine gezielte und selektive Anfärbung intraokularer und epiretinaler Strukturen ermöglichen und keine toxischen Nebenwirkungen aufweisen sollen. Prof. Dr. Christos Haritoglou (München) stellt die neuen Ansätze vor.

Ultrahochgeschwindigkeits-­Weitfeld-OCT

Bei allem technischen Fortschritt schaffen es derzeit verwendete OCT-Systeme noch nicht, einen weiten Bildausschnitt des hinteren Augenabschnittes darzustellen. Nach wie vor müssen dehalb für Pathologien an unterschiedlichen Stellen jeweils unterschiedliche Scan-Protokolle verwendet werden. Dr. Lukas Reznicek, Priv.-Doz. Dr. Marcus Kernt, Thomas Klein, Wolfgang Wieser, Dipl. Phys. Christoph M. Eigenwillig, Benjamin Biedermann, Dr. Robert Huber, Prof. Dr. Anselm Kampik und Priv.-Doz. Dr. Aljoscha Neubauer stellen mit dem Swept Source Fourier Domain Mode Locked (FDML)-OCT eine weiterführende Entwicklung eines nichtinvasiven Ultrahochgeschwindigkeits-Weitfeld-OCTs vor.