Autor: Katica Djakovic

Serie Auge und Sehen: Römische Augenperle

Serie zur Sammlung Roth
Die hier gezeigte Augenperle stammt aus einer Ausgrabung aus dem Stadtgebiet des frühchristlichen Konstantinopel, dem Zentrum des heutigen Istanbuls. Sie wird in das 4. Jahrhundert nach Christus datiert. Insgesamt drei Mal wiederholt sich auf der iridisierten, grün schimmernden Glaskugel das Augenmotiv. Wie man die kleine Kugel auch dreht, immer schaut eines der Augen auf den Betrachter.

Fall: Hyaluronsäureinjektionen in der Okuloplastik

Ein tiefer, persistierender Oberlidsulcus und Enophthalmus stellt für viele Patienten nach Enukleation ein kosmetisches und teilweise auch funktionelles Problem bei der Fixierung der Prothese dar. Dr. Natalie Minko und Priv.-Doz. Eckart Bertelmann (Berlin) berichten über zwei Patienten mit tiefem persistierendem Oberlidsulcus und Enophthalmus bei Postenukleationssyndrom, denen zur Behandlung eine quervernetzte Hyaluronsäure tief intradermal und intrakonal injiziert wurde. Das Resorptionsverhalten wurde anhand von Fotos protokolliert.

1. Homburger Keratoconus-Symposium (HKCS)

Im Rahmen der ersten Homburger Herbstakademie fand am 12. November unter der Leitung von Prof. Dr. Berthold Seitz das erste Homburger Keratoconus Symposium (HKCS 2011) statt. Rund 300 Teilnehmer, sowohl Hornhautexperten, niedergelassene Augenärzte, Kollegen aus anderen deutschen Augenkliniken als auch Medizinstudenten sowie Keratokonuspatienten, fanden sich zur Tagung ein. Dr. Udo Hennighausen (Heide) fasst das Symposium zusammen.

Kataraktoperation zur Augendruckregulation bei Winkelblockglaukom

Patienten mit einem Winkelblockglaukom zeigen häufig auch eine lentogen bedingte Kammerwinkeleinengung verursacht durch eine vermehrte Linsendicke. Zur Augendruckregulation steht neben der primären YAG-Iridotomie insbesondere auch die frühzeitige Kataraktoperation mit IOL-Implantation zur Verfügung. Diese bewirkt häufig eine Vertiefung der Vorderkammer und gleichzeitig eine Optimierung des Kammerwasserabflusses. Zumeist kann mit diesen Maßnahmen schon eine deutliche Augeninnendrucksenkung erreicht werden. Prof. Dr. Jens Dawczynski (Leipzig) erläutert die Kataraktoperation zur Augendruckregulation bei Winkelblockglaukom.

Fehlervermeidung bei Kataraktoperationen

Auswertung von Daten der Gutachterkommission Nordrhein
Die Auseinandersetzung mit Behandlungsfehlern kann zur Qualitätsverbesserung in der eigenen Praxis beitragen. Anhand einer Analyse der bei der Gutachterkommission Nordrhein festgestellten Einzelfehler und Vorwürfen soll aufgezeigt werden, worauf Zuweiser, Operateure und Anästhesisten sowie Nachbehandler achten sollten. Augenarzt Dr. Georg Niepel (Stolberg) und die Mitarbeiterin der Gutachterkommission Dr. Beate Weber (Düsseldorf) stellen die ausgewerteten Daten vor und erörtern die Vermeidung von Behandlungsfehlern im Umfeld der Kataraktoperation.

Vorteile der Laser-Refraktiven-Kataraktchirurgie

Erste Erfahrungen und Ausblick auf zukünftiges Potenzial – Eine Stellungnahme
Der Einsatz des Femtosekundenlasers im Rahmen einer Kataraktoperation ist ein viel versprechendes neues Verfahren, das ein sicheres und exaktes Vorgehen ohne Messer ermöglicht: eine präzise Kapsulorhexis, die Präparation der Inzisionen, die präzise Astigmatismuskorrektur durch bogenförmige Schnitte sowie bei mäßiger Kernhärte die vollständige Kernemulsifikation und bei harten Kernen die Kernzerteilung. Bei weichen Kernen ist nur noch eine Absaugung erforderlich, bei harten Kernen verkürzt sich die erforderliche Phakozeit. Bedeutet der Einsatz einen Umbruch in der Linsenchirurgie? Prof. Dr. Michael Knorz (Mannheim) bezieht zu dieser Frage Stellun

11. Frankfurter Fortbildungskurs für Refraktive Chirurgie

Update zur Refraktiven Chirurgie
Am 26. November fand der 11. Frankfurter Fortbildungskurs für Refraktive Chirurgie (FFRC) unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Kohnen auf dem neuen Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main statt. Den rund 250 Teilnehmern wurde von den 14 Referenten aus Klinik und Wissenschaft ein umfassendes Update zur Refraktiven Chirurgie geboten – von der Excimerlaserchirurgie über die phaken Intraokularlinsen und den refraktiven Linsenaustausch bis zu den verschiedenen Möglichkeiten der chirurgischen Presbyopiekorrektur. Dipl.-Ing. (FH) Oliver Klaproth fasst die Tagungsthemen zusammen.

Häusliches Arbeitszimmer

Aufwendungen rückwirkend wieder begrenzt steuerlich abzugsfähig
Die steuerliche Anerkennung der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer führen häufig zu Streitigkeiten mit dem Finanzamt. Unzählige Urteile des obersten Finanzgerichts zu diesem Themenbereich sind ergangen. Dipl.-Volkswirt Dr. Hans L. Dornbusch (Sankt Augustin) erläutert anhand von Beispielen, welche Kriterien für die steuerliche Berücksichtigung zu beachten sind.

Makulavolumen bei Multipler Sklerose

Stadienabhängige Verminderung des Makulavolumens – eine OCT-Studie
Rezente Studien haben eine Verdünnung der retinalen Nervenfaserschicht (RNFL) bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) gezeigt, unabhängig einer Vorgeschichte mit Optikusneuritis. Offensichtlich kommt es zu Veränderungen der RNFL bei Multipler Sklerose auch ohne Augenbeteiligung. Hieran schließen sich Fragen an wie beispielsweise, ob das OCT als biologischer Marker für den Krankheitsverlauf bei MS oder auch das Ansprechen einer Therapie oder auch zur Einschätzung der Gesamt- oder Visusprognose geeignet ist? Priv. Doz. Dr. Andrea Hassenstein (Hamburg) berichtet über Ergebnisse eigener Untersuchungen und weiterer Fragen zum Thema, die im Rahmen einer interdisziplinären Studie an der Universitäts-Augenklinik Hamburg geklärt werden sollen.

In-vivo-Imaging von retikulären Drusen

Die Altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist charakterisiert durch verschiedene phänotypische Manifestationsformen, verschiedene Krankheitsstadien und unterschiedliche Progressionraten über die Zeit. Drusen sind ein Hauptmerkmal der AMD und obwohl die genauen Mechanismen der Biogenese von Drusen nicht bekannt sind, wird dem unvollständigen Abbau von Photorezeptor-Außensegmenten im Rahmen des Sehzyklus eine wichtige Rolle zugeschrieben. Priv.-Doz. Dr. Steffen Schmitz-Valckenberg stellt gemeinsam mit Dr. Julia S. Steinberg, Dr. Florian Alten, Dr. Monika Fleckenstein und Prof. Dr. Frank G. Holz (Bonn) die Ergebnisse seiner Forschungsarbeit zur Charakterisierung von retikulären Drusen bei AMD vor. Wesentliche methodische Bestandteile hierbei waren die Verwendung modernster hochauflösender Aufnahmesysteme der lebendigen Netzhaut, insbesondere der Spectral-Domain optischen Kohärenztomographie (SD-OCT) und der konfokalen Scanning Laser Ophthalmoskopie (cSLO).