Autor: Katica Djakovic

Fallbericht: Keratoplastik bei Morbus Bowen

Morbus Bowen, auch als Konjunktivale intraepitheliale Neoplasie (CIN) oder conjunctiva-cornea intraepitheliale Neoplasie (CCIN) bekannt, ist ein intraepitheliales Carcinoma in situ, das vorwiegend am Limbus corneae zu finden ist. Es betrifft häufiger Männer als Frauen und tritt überwiegend ab dem 40. Lebensjahr auf. Zu den ätiologischen Faktoren zählen UV-Strahlung, chemische Stoffe (Arsen) und Viren (HPV). Vivian Jensen-Blunk, Angela Ehmer und Priv.-Doz. Dr. Anja Liekfeld berichten über den Fall einer 51-jährigen Patientin, die sich bereits 2003 mit Photophobie und Schmerzen erstmalig im Klinikum Ernst von Bergmann (Potsdam) vorstellte und zunächst mit Verdacht auf Keratitis metaherpetica behandelt wurde.

Interview mit Prof. Dr. Bernd Bertram zum AAD-Kongress 2012

Berufspolitisch wurde es in diesem Jahr nicht erst zur AAD spannend. Die Ankündigung und Einführung der Strukturpauschale zu Jahresbeginn bewegte die Gemüter der niedergelassenen Augenärzte. Anlässlich der augenärztlichen Fortbildungsveranstaltung von BVA und DOG, die vom 20. bis 24. März erneut in Düsseldorf tagt, sprach DER AUGENSPIEGEL mit dem Vorsitzenden des Berufsverbandes, Prof. Dr. Bernd Bertram (Aachen), über die eingeführten Änderungen in der Honorierung sowie strukturelle Aspekte der augenärztlichen Versorgung.

Diagnostik und Therapie der virus-assoziierten anterioren Uveitis

Viren stellen eine bedeutende Ursache infektassoziierter intraokularer Entzündung dar. Dies trifft auch für die anteriore Uveitis als häufigste Form der intraokularen Entzündung zu. Insbesondere Viren aus der Herpesgruppe kommen in Frage. Während das Herpes-simplex- und das Varizella-Zoster-Virus als Ursache gut bekannt sind, konnten neue Erkenntnisse für die Cytomegalie- und Rubella-Virus-assoziierten anterioren Uveitiden gewonnen werden. Da die Therapie jeweils erheblich differiert, ist ein Erregernachweis anzustreben, für den sich die Analyse von Kammerwasserproben bewährt hat. Nur wenige Zentren führen sie durch, so dass bei vielen Patienten die klinische Befundung im Vordergrund steht, die wertvolle Hinweise bieten kann. Prof. Dr. Uwe Pleyer, FEBO (Berlin), stellt die diagnostischen Methoden sowie differentialdiagnostischen Überlegungen zu den virusassoziierten intraokularen Entzündungen dar.

Primäres intraokuläres Lymphom: Status Quo und Perspektiven

Zur Diagnostik und Therapie des PIOL
Das primäre intraokuläre Lymphom (PIOL) ist ein Non-Hodgkin-Lymphom, das entweder isoliert okulär oder in Assoziation mit einem primären ZNS-Lymphom (PCNSL) auftritt. Es manifestiert sich in der Regel in der fünften und sechsten Lebensdekade als unspezifische, chronische und rezidivierende Uveitis und Vitritis, die eine rasche Resistenz gegenüber Behandlungsversuchen mit Kortikosteroiden entwickelt. Um die klinische Basisevaluation, die Ansprechkriterien unter Therapie und das klinische Management bei PIOL- und PCNSL-Patienten zu standardisieren, wurden durch die International Primary Central Nervous System Lymphoma Collaborative Group (IPCG) internationale Richtlinien publiziert. Priv.-Doz. Dr. Kristoph Jahnke und Prof. Dr. Uwe Pleyer, FEBO (Berlin),  erläutern Diagnostik und Therapieempfehlungen anhand aktueller Daten.

174. RWA-Versammlung in Essen

Austausch und interdisziplinäre Zusammenarbeit
Rund 730 Teilnehmer kamen zur 174. Versammlung des Vereins der Rheinisch-Westfälischen Augenärzte (RWA) am 27. und 28. Januar zusammen, zu der Dr. Andreas Scheider nach Essen eingeladen hatte. Neben Vorträgen und Diskussionen zu den unterschiedlichsten Themen des Faches galt das diesjährige Hauptthema den „ophthalmologischen Erkrankungen aus der Sicht kooperierender Fachdisziplinen“. Ein Bericht von Katica Djakovic.

Zeitmanagement und Arbeitsorganisation

Zeit ist ein knappes Gut – so heißt es im Volksmund und insbesondere der Arbeitsalltag scheint oft durch zu wenig Zeit und zu viel Arbeit geprägt zu sein. Allerdings kommen manche Menschen gut zurecht, andere leiden permanent unter Zeitnot. Ist dies ein objektives Problem oder eine Folge der Prioritätensetzung? Dr. phil. Walter Pfeifer (Ahaus) verfügt über langjährige Erfahrung zu Fragen des Managements im Gesundheitswesen und erläutert einige Aspekte zu typischen Zeitfressern und organisatorischen Hilfsmitteln, die die persönliche Arbeitssituation verbessern können.

1. Homburger Keratoconus-Symposium (HKCS)

Im Rahmen der ersten Homburger Herbstakademie fand am 12. November unter der Leitung von Prof. Dr. Berthold Seitz das erste Homburger Keratoconus Symposium (HKCS 2011) statt. Rund 300 Teilnehmer, sowohl Hornhautexperten, niedergelassene Augenärzte, Kollegen aus anderen deutschen Augenkliniken als auch Medizinstudenten sowie Keratokonuspatienten, fanden sich zur Tagung ein. Dr. Udo Hennighausen (Heide) fasst das Symposium zusammen.

Kataraktoperation zur Augendruckregulation bei Winkelblockglaukom

Patienten mit einem Winkelblockglaukom zeigen häufig auch eine lentogen bedingte Kammerwinkeleinengung verursacht durch eine vermehrte Linsendicke. Zur Augendruckregulation steht neben der primären YAG-Iridotomie insbesondere auch die frühzeitige Kataraktoperation mit IOL-Implantation zur Verfügung. Diese bewirkt häufig eine Vertiefung der Vorderkammer und gleichzeitig eine Optimierung des Kammerwasserabflusses. Zumeist kann mit diesen Maßnahmen schon eine deutliche Augeninnendrucksenkung erreicht werden. Prof. Dr. Jens Dawczynski (Leipzig) erläutert die Kataraktoperation zur Augendruckregulation bei Winkelblockglaukom.

Fehlervermeidung bei Kataraktoperationen

Auswertung von Daten der Gutachterkommission Nordrhein
Die Auseinandersetzung mit Behandlungsfehlern kann zur Qualitätsverbesserung in der eigenen Praxis beitragen. Anhand einer Analyse der bei der Gutachterkommission Nordrhein festgestellten Einzelfehler und Vorwürfen soll aufgezeigt werden, worauf Zuweiser, Operateure und Anästhesisten sowie Nachbehandler achten sollten. Augenarzt Dr. Georg Niepel (Stolberg) und die Mitarbeiterin der Gutachterkommission Dr. Beate Weber (Düsseldorf) stellen die ausgewerteten Daten vor und erörtern die Vermeidung von Behandlungsfehlern im Umfeld der Kataraktoperation.