Kurznachrichten

Tübingen: Erneute Förderung für Myopieforschung

Mit rund 3,6 Millionen Euro finanziert die Europäische Union aus Mitteln des Forschungsrahmenprogramms „Horizont 2020“ vier Jahre lang ein internationales Trainingsnetzwerk im Bereich der Myopie-Forschung. Die Koordination liegt bei Professor Frank Schaeffel, dem Leiter der Sektion für Neurobiologie des Auges am Forschungsinstitut für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Tübingen.

Studie: Spielen im Freien schützt vor Kurzsichtigkeit

Schon 40 Minuten tägliches Toben auf dem Spielplatz oder Pausenhof können Kinder im Grundschulalter vor Kurzsichtigkeit schützen. Zu diesem Ergebnis kommt eine chinesische Studie, die den Zusammenhang zwischen Freiluftaktivität und Kurzsichtigkeit bei Kindern in einer randomisierten Clusterstudie untersuchte. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) sieht einen Mangel an Tageslicht als mögliche Erklärung für die weltweit steigende Zahl kurzsichtiger junger Menschen. Die Fachgesellschaft rät Eltern, ihre Kinder möglichst viel bei Tageslicht draußen spielen zu lassen.

Dresdner Glaukom-Tage mit Patienten-Infoveranstaltung

Das Glaukom ist in den westlichen Industrienationen die zweithäufigste Erblindungsursache. Um auf die Gefahr des schleichenden Verlustes der Sehkraft aufmerksam zu machen und sich mit Forschern aus aller Welt auszutauschen, veranstaltet die Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden alle zwei Jahre die Dresdner Glaukom-Tage. Im Rahmen der zweitägigen Fach-Veranstaltung, die 2016 zum siebten Mal stattfindet, kommen international renommierte Wissenschaftler in der Sächsischen Landeshauptstadt zusammen und besprechen neueste Erkenntnisse und Therapieansätze zum Glaukom. Zum Auftakt bietet die Fortbildung am Freitag, 18. März, auch eine Patienteninformationsveranstaltung an, teilt das Universitätsklinikum mit.

DOG-Roadmap 2020: Mehr Forschung und Innovation für die Augenheilkunde

Augenärzte erwarten bis zum Jahr 2030 rund 50 Prozent mehr Patienten. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Augenärzte in Deutschland ab. Angesichts dieser Entwicklungen veröffentlicht die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) eine „DOG Roadmap 2020“, um die Ziele und Anliegen der Augenheilkunde und der darin tätigen Ärzte und Forscher langfristig strategisch auszurichten. In der Broschüre legt die Fachgesellschaft zukünftige Aufgaben etwa in der Nachwuchsförderung, Forschung und Weiterbildung fest.

DOG veröffentlicht Jahresbericht

Augenchirurgie und Forschung auf hohem Niveau: Augenheilkunde ist mehr, als der jährliche Sehtest beim Augenarzt und sie gewinnt zunehmend an Bedeutung. Das betont die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) anlässlich der Veröffentlichung ihres Jahresberichtes, in dem die vielfältigen Aktivitäten von Augenärzten, ophthalmologisch Forschenden sowie die der Gesellschaft zusammengefasst sind. Neben einem ausführlichen Rückblick auf den DOG-Jahreskongress in Berlin, berichten DOG-Mitglieder über ihre Aufgaben in der Fachgesellschaft und die aktuelle Situation der Augenheilkunde in Deutschland.

Auftakt der AAD in Düsseldorf

Zum heutigen Auftakt der AAD-Jahrestagung in Düsseldorf konnten die Veranstalter bereits rund 5.800 angemeldete Teilnehmer verzeichnen. Noch bis zum Samstag wird ein vielfältiges Fortbildungsprogramm zu allen wissenschaftlichen Themen des Faches sowie Aspekten zur Gesundheitsökonomie, Praxisführung und auch berufspolitischen Fragen geboten. Welches Anliegen sich bei der gemeinsamen Veranstaltung von BVA und DOG mit dem diesjährigen Hauptthema „Augenheilkunde im Spannungsfeld zwischen Studien und real life“ verbindet, erläuterte der BVA-Vorsitzende Prof. Bernd Bertram zum Tagungsbeginn.

Weltglaukomwoche vom 6. bis 12. März

Etwa die Hälfte der Menschen, die an einem Glaukom leiden, wissen nicht, dass sie krank sind und dass ihre Sehkraft bedroht ist. Anlässlich der Weltglaukomwoche vom 6. bis zum 12. März 2016 weist der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands auf die wichtigsten Risikofaktoren hin.
Das Glaukom ist die zweithäufigste Erblindungsursache weltweit. Generell leiden ein bis zwei Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland unter einem Glaukom. Die Häufigkeit des Glaukoms nimmt mit dem Lebensalter zu und beträgt bei den über 65-jährigen Menschen etwa zwei bis vier Prozent. Aufgrund der demographischen Entwicklung mit zunehmender Alterung der Bevölkerung wird das Vorkommen der Erkrankung zunehmend steigen. Schätzungen zufolge wird es im Jahr 2020 weltweit etwa 11,2 Millionen Menschen geben, die am Glaukom erblindet sind und etwa 79,6 Millionen an Glaukom erkrankte Patienten mit Ausfällen im Gesichtsfeld.

Blicksteuerung und visuelles System

Die Neurowissenschaftler Tao Yao, Stefan Treue und Suresh Krishna vom Deutschen Primatenzentrum in Göttingen haben untersucht, welche Mechanismen im Gehirn dafür sorgen, dass wir trotz ständiger Augenbewegungen eine stabile Welt wahrnehmen und die Position wichtiger Objekte auch ohne direkten Blickkontakt verfolgen können. Ihre Studie an Rhesusaffen zeigt, dass das Gehirn wichtige Objekte „markiert“ und die Position dieser Markierungen immer wieder aktualisiert, wenn die Blickrichtung zu einem neuen Punkt springt. Da die Blicksteuerung und das visuelle System von Menschen und Affen sich sehr ähneln, lassen die Ergebnisse Rückschlüsse auf solche Prozesse im menschlichen Gehirn zu. Damit könnte diese Studie dazu beitragen, Fehlfunktionen, wie sie bei Schizophrenie, visuellem Neglect und anderen Aufmerksamkeitsstörungen auftreten, besser zu verstehen (PLOS Biology).