Kurznachrichten

Studie untersuchte Stellenwert von Nahrungsergänzungsmitteln in der AMD-Therapie

Die Gesundheit der Augen zu fördern, ist gar nicht schwer: Nicht rauchen und sich ausgewogen und vitaminreich ernähren. So lässt sich zumindest das Risiko, an einer Altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) zu erkranken, senken. Ob und welche Nahrungsergänzungsmittel zu empfehlen sind, wenn man bereits an einer AMD leidet, darüber gibt eine große amerikanische Studie Aufschluss, deren Ergebnisse jüngst veröffentlicht wurden. Darauf weist der Berufsverband der Augenärzte (BVA) hin.

AMD-Netz NRW informiert über Hilfsangebote

Augenerkrankungen wie die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) bringen für Betroffene wesentliche Veränderungen und Herausforderungen für Beruf und Alltag mit sich. Was viele nicht wissen: Durch eine ganze Reihe von Hilfsmitteln und -angeboten lässt sich trotz Seheinschränkung weiterhin ein selbstständiges Leben führen. Ein neuer Film des AMD-Netz NRW mit dem Titel “Selbstständig bleiben mit Seheinschränkung” gibt Patienten, Angehörigen und Ärzten einen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten, die helfen, den Alltag zu meistern und die Lebensqualität zu erhalten – unabhängig davon, welche Erkrankung des Auges Probleme bereitet.

BVA empfiehlt: Kontaktlinsen individuell anpassen

Etwa 3,4 Millionen Menschen in Deutschland nutzen die Vorteile von Kontaktlinsen: Die kleinen Sehhilfen korrigieren eine Kurz- oder Weitsichtigkeit sehr gut, sie sind unsichtbar, schränken das Gesichtsfeld nicht ein und sie beschlagen nicht. Voraussetzung dafür, dass Kontaktlinsen auf Dauer für klare Sicht sorgen, sind gesunde Augen. Deshalb sollten immer eine augenärztliche Untersuchung und eine individuelle Anpassung erfolgen, erklärt Dr. med. Gerald Böhme vom Berufsverband der Augenärzte: „Denn jedes Auge ist einzigartig.“

Neues Behandlungskonzept soll Sehnervenzellen im MS-Frühstadium schützen

Das Hormon Erythropoietin, auch bekannt als Dopingmittel EPO, kann bei einer Entzündung des Sehnervs, in einem frühen Stadium der Multiplen Sklerose, das Absterben von Nervenzellen verhindern. Dies hat die Heidelberger Neurologin Professor Dr. Ricarda Diem im Rahmen einer Pilotstudie gezeigt. Nun soll das neue Behandlungskonzept in einer groß angelegten Patientenstudie der Universitätskliniken Heidelberg und Freiburg überprüft werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat die Förderung des Projekts mit einer Million Euro bewilligt. Erste Patientinnen und Patienten werden ab Oktober 2013 eingeschlossen, teilt das Universitätsklinikum Heidelberg mit.

Menschen mit Glaukom oft nicht fahrtüchtig

Ein durch Glaukom eingeschränktes Gesichtsfeld hindert die Betroffenen, sicher am Straßenverkehr teilzunehmen: Jüngste Studien am Fahrsimulator weisen auf ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko hin. Die Deutsche Gesellschaft für Ophthalmologie (DOG) rät deshalb älteren Erwachsenen zu regelmäßigen augenärztlichen Untersuchungen. Denn in vielen Fällen bleibe die Gesichtsfeldeinschränkung zunächst unbemerkt. Eine frühzeitige Behandlung des Glaukoms könne die Sehfähigkeit erhalten und auch den Verlust der Fahrtüchtigkeit vermeiden.

KBV-Kampagne: „Wir arbeiten für Ihr Leben gern“ startet

Heute startet die KBV-Kampagne „Wir arbeiten für Ihr Leben gern,die bis 2017 den Berufsstand des niedergelassenen Arztes und Psychotherapeuten authentisch abbilden und dem Ärztemangel entgegenwirken soll. „Die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Deutschland leisten einen unersetzbar wertvollen Beitrag für die gesamte Gesellschaft. Sie engagieren sich tagtäglich im hohen Maße für ihre Patienten. Dabei werden die Rahmenbedingungen immer schwieriger“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der KBV, Dr. Andreas Köhler, heute in Berlin beim offiziellen Start der Kampagne unter dem Motto „Wir arbeiten für Ihr Leben gern“. Die auf mehrere Jahre angelegte Kampagne soll ein realistisches Bild vom Berufsstand zeigen. Sie soll den besonderen Wert ärztlicher Arbeit deutlich machen und damit auch einen Beitrag gegen den drohenden Ärztemangel leisten.

Funktionale Rolle von Mikrosakkaden

Ein Wissenschaftler des Werner Reichardt Centrums für Integrative Neurowissenschaften (CIN) der Universität Tübingen hat die funktionale Rolle von Mikrosakkaden hinterfragt, die auftreten, wenn wir unseren Blick auf ein bestimmtes Objekt richten. Ziad Hafed, Leiter der CIN-Nachwuchsgruppe „Physiology of Active Vision“, untersuchte in seiner Arbeit, ob nicht bereits die unbewusste Vorbereitung zur Generierung einer dieser winzig kleinen Augenbewegungen die visuelle Wahrnehmung verändern und somit ein „Sehen” aus dem Augenwinkel heraus ermöglichen könnte. Wie die Universität Tübingen berichtet, fand er heraus, dass das Gehirn im Vorlauf einer Mikrosakkade die visuelle Verarbeitung in einer Art und Weise reorganisiert, die eine Veränderung perzeptiver Vorgänge zur Folge hat.

Tübingen: Seniorprofessur für Professor Eberhart Zrenner

Professor Eberhart Zrenner ist am 1. April 2013 zum Seniorprofessor der Universität Tübingen ernannt worden. Die Urkunde dafür wird ihm im Rahmen seiner Antrittsvorlesung „Die Zukunft hat begonnen: Neue Therapieverfahren bei Netzhauterkrankungen“ am 19. April überreicht. Zrenner ist Gründungsdirektor des Forschungsinstituts für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Tübingen und Inhaber der Professur für die Pathophysiologie des Sehens an der Universität Tübingen. Er gilt als weltweit anerkannter Experte für degenerative Erkrankungen der Netzhaut, teilt die Universität mit und verweist auf seine besonderen Verdienste bei der Entwicklung von Netzhautimplantaten.

Deutscher Hörfilmpreis vergeben

Bei der Gala zum 11. Deutschen Hörfilmpreis in Berlin hat der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband gleich vier der begehrten Auszeichnungen vergeben. In der Kategorie TV konnte sich die WDR-Produktion „Der letzte schöne Tag“ durchsetzen. Das Filmbeschreiberteam wurde von Martin Burike, Nicole Engeln und Stefan Zeh vertreten. Sie nahmen den Preis gemeinsam mit Schauspielerin Natascha Paulick, Produzent Eric Moss sowie Marianne Wegmann und Stefan Moll, beide WDR, aus den Händen von Laudatorin Eva Habermann entgegen. Der Kinohit „Ziemlich beste Freunde“, eingereicht von Senator Home Entertainment, erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Kino. Die Laudatio hielt Schauspieler Roman Knižka, der den Preis an die Filmbeschreiberinnen Susanne Linzer-Elsässer, Evelyn Sallam und Uta-Maria Torp überreichte sowie an die Synchronsprecher der beiden Hauptfiguren Frank Röth und Sascha Rothermund. Röth verlas ein bewegendes Grußwort von Philippe Pozzo di Borgo, dessen Lebensgeschichte im Film erzählt wird.

Universitäts-Augenklinik Bonn: DFG fördert Projekt zur geographischen Atrophie bei AMD

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ein Projekt zur geographischen Atrophie bei altersabhängiger Makuladegeneration an der Universitäts-Augenklinik Bonn: Das mit 229.800 Euro von der DFG-geförderte Projekt von Frau Priv.-Doz. Dr. med. Monika Fleckenstein mit einer Laufzeit von drei Jahren befasst sich mit der Progression der trockenen Spätform der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD), der „geographischen Atrophie”. Diese Manifestationsform ist eine der häufigsten Ursachen für Altersblindheit. Im Gegensatz zur neovaskulären Form der Erkrankung, die mittlerweile behandelt werden kann, existiert für die geographische Atrophie bisher noch keine wirksame Therapie.