Kurznachrichten

Deutscher Hörfilmpreis 2014 in Berlin vergeben

Den Deutschen Hörfilmpreis 2014 in der TV-Kategorie erhielt die ZDF-Produktion „Blutgeld“. Das Filmbeschreiber-Team wurde im Rahmen der Auszeichnung in Berlin von Petra Kirchmann, Jockl Schulze und Alexander Fichert vertreten. Sie nahmen den Preis, der vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) vergeben wird, gemeinsam mit Schauspieler Heikko Deutschmann und Petra Tilger (ZDF – HR Fernsehfilm) aus den Händen von Schirmherrin Christine Neubauer entgegen.

Therapieentscheidungen in der Augenheilkunde

Genau hinschauen ist in der Augenheilkunde von besonderer Bedeutung: Feinste Details sind für die Therapieentscheidungen wesentlich und damit für den Erhalt oder die Wiederherstellung des Sehvermögens. Darauf macht der Berufsverband der Augenärzte Deutschland (BVA) zum Auftakt der der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD) aufmerksam, zu der sich mehr als 5.000 Teilnehmer angemeldet haben.

AAD 2014 tagt vom 18. bis 22 März in Düsseldorf

„Therapieentscheidungen in der Augenheilkunde: Jeder Patient ist einzigartig“ lautet das Hauptthema, zu der die diesjährige Tagung der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD) vom 18. bis 22. März erneut nach Düsseldorf ins CCD einlädt. Das wissenschaftliche Hauptthema der 15. gemeinsamen Fortbildungsveranstaltung vom Berufsverband der Augenärzte (BVA) und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) wird in einer umfassenden Vorlesungsreihe durch verschiedene Referenten erörtert, in zahlreichen Kursen und Symposien werden alle relevanten Bereiche der Augenheilkunde thematisiert, Drylabs, Wetlabs, Videotheken sowie Facharzttutorien ergänzen das Fort- und Weiterbildungsprogramm.

Zusätzlich gibt es auch in diesem Jahr eine Fortbildung für Ärztliches Assistenzpersonal, ein Fortbildungscurriculum zur Augenheilkundlich technischen Assistenz (ATA) sowie zahlreiche Ausstellersymposien. Der Berufsverband der Orthoptistinnen Deutschlands e.V. (BOD) lädt zu einer eigenen Veranstaltung. Die Patientenselbsthilfeorganisationen Pro Retina und der Initiativkreis zur Glaukom-Früherkennung e.V. bieten auch in diesem Jahr wieder Veranstaltungen für Patienten an, die zeitgleich zur AAD stattfinden.

Anmeldung und Buchung von AAD-Kursen:
http://www.aad.to

Nachtfahreignung durch Augentest prüfen

Studien zeigen, dass schlechte Sicht das Unfallrisiko bei Nacht deutlich erhöht. Seit Juli 2011 schreibt die Fahrerlaubnisverordnung (FeV) deshalb die ärztliche Prüfung des Dämmerungs- oder Kontrastsehens und für Augenärzte auch die der Blendempfindlichkeit vor. Jeder Führerscheinbewerber, der den Sehtest nicht besteht, muss sich vom Augenarzt untersuchen lassen. Auch für Nutzfahrzeugführer wie Bus- oder Lkw-Fahrer ist dies Pflicht. Neue Tests geben jetzt mehr Klarheit über die Nachtfahreignung, so die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG). Erreicht eine Testperson die Grenzwerte nicht, könnten Augenärzte den meisten Betroffenen helfen. Zunächst gelte es, etwa durch Brillen oder Medikamente, das Nachtsehen zu verbessern.

8. Verleihung des Junius-Kuhnt-Award

Prof. Giovanni Staurenghi (Universitäts-Augenklinik in Mailand) erhielt als außerordentlicher Experte auf dem Gebiet der Lasertechnik für seine facettenreichen Bildgebungsmodalitäten zur Phänotypisierung, Diagnosestellung und zum Therapiemonitoring bei der Altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) mit besonderem Augenmerk auf retinale angiomatöse Proliferation (RAP) den diesjährigen Junius-Kuhnt-Award. Staurenghi besitzt eine weitreichende Imaging-Expertise und kooperiert mit internationalen Reading Centern. Der Preisträger des 8. Junius-Kuhnt-Awards, Prof. Giovanni Staurenghi, wurde im Rahmen des 11. Makula Updates in München ausgezeichnet.

Weltglaukomwoche: 9. bis 15. März

Vom 9. bis 15. März 2014 findet die 6. Weltglaukomwoche statt, organisiert von der World Glaucoma Association (http://www.worldglaucoma.org) und der World Glaucoma Patient Association (http://www.worldgpa.org). Im Vordergrund stehen Bemühungen, bislang unentdeckte Glaukomfälle zu erkennen – dazu sind weltweit große Anstrengungen erforderlich. „B-I-G – Beat Invisible Glaucoma“ (Unsichtbare Glaukome besiegen) lautet deshalb der Slogan für die diesjährige Kampagne (http://www.wgweek.net). Darauf macht der Berufsverband der Augenärzte (BVA) aufmerksam.

Hirn-OP: Lichtstrahlen machen erstmals Seh- und Gefühlszentren sichtbar

Eine neue Untersuchungstechnik, die mit Lichtstrahlen Hirnaktivität misst und in Bilder umwandelt, könnte Tumoroperationen am Gehirn künftig noch sicherer machen. Das „Intraoperative Optical Imaging“ (IOI) zeigt erstmals während der Operation, wo wichtige Funktionen wie Gefühl, Bewegung, Sehen oder Sprache lokalisiert sind, die geschont werden sollten. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e. V. hin.

Photopharmakologie – Lichtschalter gegen Schmerz und Blindheit

Von LMU-Wissenschaftlern entwickelte molekulare optische Schalter können Nervenzellen gezielt beeinflussen. Dies eröffnet der Medizin auf vielen Gebieten neue Chancen – etwa in der Schmerztherapie oder auch bei bestimmten Sehstörungen. Gleich zwei neue Studien berichten nun über wichtige Fortschritte auf diesem Weg, teilt die Ludwig-Maximilians-Universität München mit.

Augenhornhautspende bleibt in der Organspende annährend stabil

Der dramatische Rückgang in der Organspende ist auch an der Gewebespende nicht spurlos vorbeigegangen. Die Zahl der Gewebespenden im gemeinnützigen Netzwerk der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) ist 2013 nach mehreren Jahren des Wachstums leicht um 1,1 Prozent zurückgegangen. Insgesamt haben 1.774 Menschen Gewebe gespendet. Die Zahl liegt damit nach Angaben der DGFG um 20 Spender niedriger als 2012, teilt die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation gGmbH mit. „Wir sind froh, dass wir die Spendezahlen trotz zurückgehender Organspenden annährend auf Vorjahresniveau halten konnten“, sagt Martin Börgel, Geschäftsführer der DGFG. „Der Rückgang konnte nur durch neue Spendeprogramme, deutlich mehr Spendermeldungen und verbesserte Aufbereitungstechniken in den Gewebebanken aufgefangen werden.“ Trotz der Rückgänge in der Organspende habe sich die Gewebespende und insbesondere die Augenhornhautspende in vielen Kliniken in Deutschland etabliert. 3.368 Augenhornhäute wurden im Jahr 2013 nach Informationen der DGFG gespendet. Das waren etwa 100 weniger als im Vorjahr. Mit diesem Rückgang wurde nach Angaben der DGFG der steigende Trend der vergangenen Jahre erstmals seit über fünf Jahren unterbrochen.