Autor: Katica Djakovic

Vereinbarkeit von Familie und Arztberuf

Entscheidet man sich für den Arztberuf, der mit Schichtdienst und Wochenendeinsätzen, Facharztausbildung oder Forschungsprojekten sehr zeitintensiv ist, stellt sich vor allem für Frauen früher oder später die Frage: Karriere oder Familie? Oder vielleicht auch beides? Welche Rahmenbedingungen treffen Frauen bei ihren Entscheidungen an und wie lassen sich diese verbessern, um Karrierewege zu ermöglichen, die der Qualifikation entsprechen und die vergleichbare Chancen ­bieten wie männliche Karriereverläufe? Dr. Christiane Schumacher (Heiligenhaus) ist diesen Fragen nachgegangen.

Osmolaritätsmessung des Tränenfilms

Ein hyperosmolarer Tränenfilm kann Ausdruck einer reduzierten Tränenproduktion mit veringertem Tränenumsatz oder einer erhöhten Verdunstungsrate sein. Die Messung der Tränenfilmosmolarität gilt als der beste Einzeltest in der Diagnostik der moderaten bis schweren Keratokonjunktivitis sicca, allerdings ist die Messung nach wie vor proble­matisch. Priv.-Doz. Dr. Elisabeth M. Messmer (München) erläutert Grenzen und Möglichkeiten der Osmolari­tätsmessung des Tränenfilms.

Immunpathogenese und antientzündliche Therapie des Trockenen Auges

Im aktuellen Verständnis der Immunpathogenese des Trockenen Auges spielt die Entzündung der Augenoberfläche eine zentrale Rolle, sie ist jedoch im klinischen Alltag nur schwierig zu graduieren. Sebastian Siebelmann, Volkan Tahmaz, Prof. Dr. Birgit Gathof, Prof. Dr. Claus Cursiefen und Priv.-Doz. Dr. Philipp Steven geben einen Überblick über die aktuelle topische und systemische Therapie des Trockenen Auges sowie einen Ausblick auf die neuen, sich in der Entwicklung befindlichen Therapieansätze.

XXVI. Jahrestagung der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Zürich (Teil 2)

Ophthalmo-Geschichte in der Zwingli-Stadt
Im zweiten Teil des zusammenfassenden Berichtes zur Jahrestagung der Julius-Hirschberg-Gesellschaft, die sich mit der Geschichte der Augenheilkunde beschäftigt, stellt Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) weitere referierte Themenaspekte vor, zu deren breitem Spektrum unter anderem die anatomischen und physiologischen Untersuchungen Leonardo da Vincis zum Thema Auge und Adolph Barkans Rolle bei der Entwicklung der Spaltlampe gehörten.

Zirkulierende Tumorzellen bei uvealen Melanomen – ein neues diagnostisches Tool?

Das uveale Melanom ist der häufigste primär intraokulare Tumor des Erwachsenen, wobei es bei etwa 50 Prozent der betroffenen Patienten im Verlauf ihrer Erkrankung zu einer systemischen Metastasierung kommt, für die derzeit keine effektiven Therapieformen existieren. Die Metastasierungsrate zeigt sich unverändert, so dass trotz Fortschritten in der Behandlung des primären Tumors bei uvealen Melanomen nur eine geringe Überlebenszeit besteht. Als einer der wichtigsten prognostischen Marker wird die Monosomie-3 verwendet. Priv.-Doz. Dr. Julia Lüke, Dr. Aysegül Tura, ­Priv.-Doz. Dr. Matthias Lüke und Prof. Dr. Salvatore Grisanti (Lübeck) berichten über eigene Studien zu zirkulierenden malignen Zellen als neuem diagnostischen Tool bei der Identifikation und im Rahmen der Behandlung von Hochrisikopatienten, bei denen eine metastatische Absiedlung wahrscheinlich ist.

RAP-Läsionen und polypoidale ­Veränderungen bei AMD

Frühzeitige Diagnostik und abweichende Behandlungsempfehlung zur Anti-VEGF-Therapie (Teil 2)
Trotz überwiegend positiver Behandlungsergebnisse nach intravitrealer Therapie der exsudativen altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) mit Anti-VEGF-Präparaten kann in der Praxis ein teilweise sehr unterschiedliches Ansprechen der Patienten auf die Therapie hinsichtlich der wesentlichen Erfolgskriterien wie Visuserhalt, Injektionsfrequenz und der Eindämmung des Erkrankungsprozesses beobachtet werden. In der Gruppe mit eher enttäuschenden Ergebnissen finden sich dabei immer wieder Patienten mit besonderen Unterformen der Erkrankung. Prof. Dr. Heinrich Heimann (Royal Liverpool University Hospital) fasst die wesentlichen Merkmale dieser beiden Patientengruppen und aktuelle Behandlungsempfehlungen zusammen.

Feuerstar beim Lokomotivheizer – eine aussterbende Berufserkrankung

Grauer Star durch Infrarotstrahlung, besser ausgedrückt durch Strahlungsenergie, ist etwa seit 200 Jahren bei bestimmten Berufsgruppen bekannt. Das Problem des Feuerstars – auch Hitze-, Wärme-, Infrarot-, Ultrarot-, Glasbläser-, Strahlen- oder Berufsstar genannt – hat Augenärzte, Physiker und die Arbeitshygiene lange Zeit sogar streitbar beschäftigt. Neben Glasbläsern, Industrieschmieden und anderen Hitzearbeitern waren auch die Heizer auf den ehemaligen Dampflokomotiven gefährdet. Priv.-Doz. Dr. Manfred Jähne (Chemnitz) stellt im Folgenden diese seltene Form der berufsbedingten Katarakt dar.

Kongress AAD 2013

Interview mit BVA-Vorsitzendem Prof. Dr. Bernd Bertram
„Volkskrankheiten in der Augenheilkunde“ stehen im Mittelpunkt der diesjährigen AAD, die vom 27. Februar bis 2. März wie gewohnt ins CCD Düsseldorf zur Fortbildung einlädt. Die gemeinsame Tagung von Berufsverband der Augenärzte (BVA) und Deutscher Ophthalmologischer Gesellschaft (DOG) widmet sich dabei nicht nur den epidemiologischen und therapeutischen Aspekten des Themas, sondern auch den berufspolitischen Spannungsfeldern. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem 1. Vorsitzenden des BVA, Prof. Dr. Bernd Bertram (Aachen), über Befürchtungen und Perspektiven angesichts der aktuellen Entwicklungen.

12. Frankfurter Fortbildungskurs für Refraktive Chirurgie

Update zur Refraktiven Chirurgie
Aktuelle Verfahrensweisen der klassischen refraktiv-chirurgischen Methoden, aber auch die Erörterung der transepithelialen PRK, der Femto-LASIK sowie phaker Intraokularlinsen standen im Mittelpunkt des Frankfurter Fortbildungskurses für Refraktive Chirurgie (FFRC), zu dem Prof. Dr. Thomas Kohnen, Direktor der Klinik für Augenheilkunde der Goethe-Universität Frankfurt am Main, rund 250 Teilnehmer sowie nationale und internationale Referenten begrüßen konnte. Dipl.-Ing. (FH) Oliver Klaproth (Frankfurt) fasst die Tagungsinhalte zusammen.

Burnout bei Ärzten

Den Begriff „Burnout“ führte in den 70er Jahren der Psychoanalytiker Herbert Freudenberger ein. Er verstand darunter gesundheitlich beeinträchtigende Folgen einer beruflichen Überlastung, ohne dass bereits eine Krankheit vorliegt. Auch die amerikanische Sozialpsychologin Prof. Dr. Christina Maslach, Universität Berkley, definierte Burnout als einen dauerhaften arbeitsbedingten negativen Seelenzustand und entwickelte 1981 das so genannte Maslach Burnout Inventory (MBI), ein bis heute gängiges Messinstrument zur Erfassung des Burnout-Syndroms mit den Aspekten: Emotionale Erschöpfung, Depersonalisation und reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit. Nehmen arbeitsbedingte Belastungssymptome zu? Und inwieweit sind Ärzte betroffen? Ein Beitrag von Dr. Christiane Schumacher (Heiligenhaus).