Autor: Katica Djakovic

Katarakt-OP bei Kindern

IOL-Implantation ohne Vitrektomie mittels Sonderlinse
Kataraktoperationen bei Kindern sind sowohl vom operativen Vorgehen als auch in der Nachbehandlung deutlich komplexer und aufwendiger als bei Erwachsenen. Mit der Bag-in-the-Lens-IOL steht eine Sonderlinse zur Verfügung, die eine Implantation ohne Notwendigkeit einer Vitrektomie bei juveniler Katarakt ermöglicht. Dr. Georg Gerten (Köln) stellt die Herausforderungen kindlicher Katarakte dar und erläutert anhand eines Fallbeispiels das operative Vorgehen mit der Sonderlinse.

Mehrkostenregelung bei Sonderlinsen

Aktueller Stand zur Mehrkostenregelung für Kataraktpatienten
Seit der Einführung der Erstattungsregelung ist der Einsatz von Premiumlinsen einfacher geworden, der Patient übernimmt lediglich die Mehrkosten für die IOL mit Zusatznutzen. Doch welche Kosten sind ansetzbar? Und bei welchem Patienten sind diese Linsen wirklich sinnvoll? Dr. Stefanie Schmickler (Ahaus) erläutert anhand von Beispielen die Mehrkostenregelung für Kataraktpatienten und zeigt auf, dass Sonderlinsen nicht nur eine logistische Herausforderung für den OP darstellen.

175. RWA-Versammlung in Bochum

„Innovative Augenheilkunde“
Zur diesjährigen Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte (RWA) lud Prof. Dr. H. Burkhard Dick, Direktor der Universitäts-Augenklinik Bochum, am 1. und 2. Februar ins Ruhrgebiet nach Bochum ein. Rund 700 Besucher nahmen an der Tagung teil, die mit dem Sonderthema „Innovative Augenheilkunde“ die therapeutischen und diagnostischen Neuerungen des Faches in den Vordergrund rückte. Von Katica Djakovic.

6. Orbita-Symposium in München

Zum 6. Orbita-Symposium der Universitäts-Augenklinik München hatten Prof. Dr. Christoph Hintschich und Prof. Dr. Anselm Kampik in die bayerische Hauptstadt eingeladen. 118 Teilnehmer aus 15 Nationen, sowohl aus dem ärztlichen Bereich als auch aus der Okularistik, folgten Ende November der Einladung zum jährlichen Orbita-Austausch. Dr. Udo Hennighausen (Heide) fasst die Tagungsinhalte zusammen.

Anti-VEGF bei nAMD

Studienanwendung versus Versorgungsrealität
Die Therapiestudien zur Behandlung der neovaskulären AMD (nAMD) zeigen mehrheitlich signifikante Visusanstiege, die über Zeiträume von zwei Jahren stabil bleiben. Dagegen ist in der klinischen Versorgung häufig ein protrahierter- Verlust des initialen Funktionsgewinnes zu beobachten. Im Rahmen einer klinischen Verlaufsbeobachtung an der Universitäts-Augenklinik Köln wurden Patienten mit nAMD über einen Zeitraum von einem Jahr mit Ranibizumab nach -morphologischen Kriterien bedarfstherapiert. Anhand klinischer Parameter sowie subjektiver Funktionsänderungen wurden Rezidiverkennung und Therapieerfolg evaluiert. Priv.-Doz. Dr. Philipp S. Müther (Köln) stellt die Ergebnisse vor.

Das deutsche Akanthamöben-Register

Erste Resultate und Aufruf zur Beteiligung
Im September 2011 gründete die Sektion Kornea der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) das erste Akanthamöben-Register Deutschlands. Die Daten dieser multizentrischen Erhebung werden an der Universitäts-Augenklinik Homburg/Saar gesammelt. Die retrospektive und prospektive Datenerhebung soll dazu beitragen, eine standardisierte diagnostische und therapeutische Herangehensweise für diese seltene, aber schwerwiegende Augenerkrankung zu gewährleisten. Ein Projekt von Loay Daas, Priv.-Doz. Dr. Nora Szentmàry, Dr. Barbara Puhm, Dr. Timo Eppig, Prof. Dr. Achim Langenbucher und Prof. Dr. Berthold Seitz.

Fallbericht: Kataraktentwicklung in einem pseudophaken Auge?

Eintrübungen in einer hydrophilen Intraokularlinse ist ein selten beschriebenes Phänomen nach Kataraktoperation. Ursachen einer Eintrübung können intraoperativer Stress, postoperative Entzündungsreaktionen sowie systemische Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder arterieller Hypertonus sein. Dr. Julia Rosbach, Dr. L. Choritz, Prof. Dr. Norbert Pfeiffer und Prof. Dr. Hagen Thieme stellen den Fall einer 84-jährigen Patientin mit irreversibler Trübung im Zentrum der IOL-Optik 15 Jahre nach komplikationsloser Kataraktoperation vor

Serie Auge und Sehen: Fläschchen für Augentropfen

Serie zur Sammlung Roth
Augentropfen waren bereits in der Antike begehrte Medizinprodukte. Ihre Aufbewahrung war im Altertum jedoch schwierig, die Gefäße mussten klein und gut verschließbar sein. Die ältesten Tropfenbehälter sind einfache geblasene Fläschchen aus Glas. Später gibt es solche Behältnisse zwar auch aus Edelmetall, Zinn oder Blei, durchgesetzt hat sich über drei Jahrtausende jedoch nur der Tropfenbehälter aus Glas. Die hier gezeigten Gläschen für Augentropfen sind aus der Zeit des 18. und 19. Jahrhunderts und stammen von diversen Flohmärkten, wo sie auch heute noch für wenig Geld erworben werden können.

Jubiläumsfeier der weltweit ersten Universitäts-Augenklinik

200 Jahre Augenklinik Wien
Mit der ART 2012 (ART: Advanced Retinal Therapy) feierte die Wiener Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie unter dem Motto „Past – Present – Perspectives in Ophthalmology“ ihr 200-jähriges Bestehen. Zu der akademischen Feier und Fortbildungsveranstaltung mit internationaler Besetzung, in der der Bogen von der Gründung der Wiener Augenklinik über aktuelle Themen des Faches bis hin zu zukunftsweisenden Projekten gespannt wurde, hatte die Klinikdirektorin Prof. Dr. Ursula Schmidt-Erfurth eingeladen. Dr. Udo Hennighausen (Heide) berichtet über die Veranstaltung.

Vereinbarkeit von Familie und Arztberuf

Entscheidet man sich für den Arztberuf, der mit Schichtdienst und Wochenendeinsätzen, Facharztausbildung oder Forschungsprojekten sehr zeitintensiv ist, stellt sich vor allem für Frauen früher oder später die Frage: Karriere oder Familie? Oder vielleicht auch beides? Welche Rahmenbedingungen treffen Frauen bei ihren Entscheidungen an und wie lassen sich diese verbessern, um Karrierewege zu ermöglichen, die der Qualifikation entsprechen und die vergleichbare Chancen ­bieten wie männliche Karriereverläufe? Dr. Christiane Schumacher (Heiligenhaus) ist diesen Fragen nachgegangen.