Autor: Katica Djakovic

Mobilitätsverbesserung mit einem Blindenführhund

Es besteht ein großer Bedarf an Hilfsmitteln, die eine geeignete Mobilitätsversorgung blinder Menschen gewährleisten. Zu den Hilfsmitteln im Sinne des Sozialgesetzbuches gehören auch Blindenführhunde. Die Entwicklung des Blindenführhundewesens bis hin zu Aspekten aktueller Verordnungsmöglichkeit wurde im Rahmen des DOG-Kongresses 2014 mit einem wissenschaftlichen Poster vorgestellt und diskutiert. Dr. Sibylle Scholtz (Heidelberg) und Andreas Schmelt (Hamburg) stellen die Arbeit vor.

Serie Auge und Sehen: Chinesische Brillendose

Serie zur Sammlung Roth
Brillen waren einst wertvoll. Nur wenige Fehl- oder Alterssichtige konnten sich diese teure Importware aus Murano leisten. Wo auch immer sie als Lesehilfe Verwendung fanden, es galt, sie mit Sorgfalt zu behandeln und aufzubewahren. Dazu gab es sicherlich schon Etuis, Behälter oder Dosen. Es fällt auf, dass in frühen Abbildungen von Brillen immer nur die Sehhilfe, nicht aber ihr Aufbewahrungsbehälter dargestellt wird. So bleibt es für den Historiker offen, wo und wie im ausgehenden Mittelalter das unersetzliche Stück sicher verwahrt wurde. Dass man die wertvollen Gläser durchaus zu schützen wusste, zeigt dieser fernöstliche Brillenbehälter aus Holz. Er stammt aus China und kann ins späte 17. Jahrhundert datiert werden.

Augensymptome bei Ebola

Kaum ein Krankheitsbild der letzten Wochen hat die Medizin so aufgerüttelt wie das der Ebola. Eine Viruserkrankung, über Jahre in einigen Gebieten Afrikas endemisch, entwickelt sich innerhalb kürzester Zeit zu einem weltweiten Problem. Dr. Hans-Walter Roth (Ulm) erläutert die Augensymptomatik bei einer Ebola-Infektion. 

112. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG)

„Bewusstsein schärfen“
Zum dritten Mal in der langen Geschichte der DOG lud die Gesellschaft zum Jahreskongress nach Leipzig ein: 1991, nach der Wiedervereinigung zeigte sie damit ihre Verbundenheit mit den ostdeutschen Ophthalmologen, 2009 wurde ein weiteres Mal nach Leipzig, einen der ältesten Messestandorte der Welt, geladen und 2014 habe „die hervorragende Infrastruktur der Kongresshallen ermutigt, erneut nach Leipzig zu gehen“, begründete der Kongresspräsident Prof. Dr. Johann Roider die diesjährige Entscheidung gegen den üblichen Tagungsort Berlin und für das Congress Center Leipzig. Auch das wissenschaftliche Programm hatte einige Neuerungen zu bieten: so wurde mit „DOG-Kontrovers“ ein Sitzungsformat aufgenommen, um strittige Fachfragen auszudiskutieren, und mit dem neu eingeführten Geriatrie-Symposium soll zukünftig den Aspekten des gesellschaftlichen Wandels Rechnung getragen werden. Aktuell bewegte vor allem das Thema der IVOM-Abrechnung in den ambulanten Klinikzentren. Ein Bericht von Ulrike Lüdtke.

Praxismanagement: Personalkostensenkung

Kostenreduzierung durch lohnsteuer- und sozialversicherungsfreie Zuwendungen
Deutschland gehört bei der Steuer- und Abgabenbelastung zur Spitzengruppe in Europa. Von einer gut gemeinten Gehaltserhöhung kommen deshalb nur rund 55 Prozent beim Arbeitnehmer an, der Arbeitgeber wird darüber hinaus mit zusätzlichen Lohnnebenkosten von etwa 20 Prozent belastet. Dr. Walter Schwarz (Fürth) erläutert legale Möglichkeiten, die einerseits die Lohnkosten für den Arbeitgeber senken und andererseits dazu beitragen, dass dem Arbeitnehmer von der Bruttolohnerhöhung mehr Nettolohn verbleibt.

NeuroImaging – Möglichkeiten und Perspektiven

Befundung neurologischer Erkrankungen mittels Augendiagnostik
Vermutungen legen nahe, dass neurodegenerative und neuroentzündliche Erkrankungen eine Veränderung am Auge zeigen und bildgebende Verfahren zur Befundung und Dokumentation morphologischer Veränderungen geeignet sein könnten. Im Rahmen einer interdisziplinären Studie der Universitäts-Augenklinik Hamburg-Eppendorf in Kooperation mit der Neurologie, Neuroradiologie, Psychiatrie und dem MS-Zentrum der Universität Hamburg wird derzeit überprüft, ob sich mittels Augendiagnostik korreliert mit dem MRT eine Art Kartographie bestimmter neurologischer Erkrankungen erstellen lässt. Priv.-Doz. Dr. Andrea Hassenstein, FEBO, (Hamburg) stellt die EBI-Studie (EBI: Eye and Brain Imaging) vor.

Adaptive Optiken

Ophthalmologische Bildgebung und Funktionsdiagnostik
Adaptive Optiken werden insbesondere in der Scanning Laser Ophthalmoskopie (AO-SLO) eingesetzt, da die Kopplung eines gerasterten Lichtpunktes mit einem konfokalen optischen Aufbau wesentliche Vorteile für die Bildgebung darstellt. Neben der reinen Bildgebung eignet sich das AO-SLO zudem als technologische Plattform, um die Voraussetzungen für eine zellgenaue, funktionelle Untersuchung der Netzhaut in vivo bereitzustellen. Dr. Wolf M. Harmening (Bonn) erläutert den Einsatz adaptiver Optiken, der neue Perspektiven für punktgenaue Struktur-Funktions-Analysen der Netzhaut bietet.

20. Berliner Immunologie Seminar (BIS)

Chronisch-entzündliche Augenerkrankungen
Unter dem diesjährigen Leitthema „Chronisch-entzündliche Augenerkrankungen: eine interdisziplinäre Herausforderung“ fand zum 20. Mal das Berliner Immunologie Seminar (BIS) statt. Neben grundlegenden Erkenntnissen über chronisch (rezidivierende) immunvermittelte Reaktionen, wurden unter anderem aktuelle Behandlungskonzepte vorgestellt, die neben der medikamentösen Therapie auch begleitende Maßnahmen einschließen. Dr. Anne Rübsam und Prof. Dr. Uwe Pleyer, FEBO, (Berlin) fassen die Inhalte der Jubiläumstagung zusammen.

Anti-VEGF bei AMD: Behandlung von Non-Respondern

Die neovaskuläre AMD wird in den letzten Jahren sehr erfolgreich mit verschiedenen Anti-VEGF-Therapeutika behandelt, wodurch sich die funktionelle Prognose für diese Patientengruppe entscheidend verbessert hat. Untergruppen der feuchten Makuladegeneration haben jedoch unverändert eine schlechte Prognose. Prof. Dr. Gisbert Richard (Hamburg) erläutert das therapeutische Vorgehen bei AMD-Patienten, die auf eine Anti-VEGF-Injektionstherapie nicht reagieren.

Fallbericht: Psychogen überlagerter Willkürnystagmus

Beim Willkürnystagmus kommt es zu willkürlich auslösbaren Serien konjugierter, meist horizontaler Sakkaden ohne intersakkadisches Intervall. Dr. Andreas Menges, Dipl. Med.-Päd. Elisabeth Brunner, Dipl. Phys. Rico Großjohann und Prof. Dr. Stefan Clemens (Greifswald) stellen den Fall eines 14-jährigen Mädchens vor, das in der neuroophthalmologischen Spezialsprechstunde der Universitäts-Augenklinik Greifswald über seit etwa sechs Monate bestehende Kopfschmerzen und intermittierende Doppelbilder klagte.