Autor: Katica Djakovic

Effizienzoptimierte Mikrophakoemulsifikation

Theoretische Betrachtungen und jüngste Entwicklungen
Das Bestreben zur weiteren Reduktion der für die Kataraktentfernung benötigten Inzisionweite hat zur Entwicklung von Phakospitzen geführt, die trotz des verringerten Kalibers eine mit den Standardspitzen vergleichbare Emulsifikationsleistung liefern sollen. Prof. Dr. Rupert M. Menapace erläutert die jüngsten Entwicklungen der koaxialen Mikrophakoemulsifikation und ihre Auswirkung auf Inzisionsweite, Emulsifikationseffizienz und Kammerstabilität.

Iterative Berechnung von Ablationsprofilen in der Refraktiven Chirurgie

Optische Kalkulationen zeigen, dass selbst nach wellenfrontgeführten Behandlungen und nach IOL-Implantationen Restaberrationen zurückbleiben oder gar zusätzliche Aberrationen erzeugt werden. Diese entstehen durch die Tatsache, dass das Auge ein Mehrlinsensystem darstellt, welches bei der Berechnung des Ablationsprofils oder der Linsenberechnung nicht berücksichtigt wird. Am Institut für Refraktive- und Ophthalmo-Chirurgie (IROC) in Zürich wurde die Bedeutung individualisierter Augenmodelle für die Berechnung von Ablationsprofilen und von Intraokularlinsen analysiert. Dr. Hans Peter Iseli, Dr. Michael Bueeler, Prof. Dr. Dr. Theo Seiler und Prof. Dr. Michael Mrochen stellen diese neue Methode vor.

Genetische Faktoren und degenerative Netzhauterkrankungen

Genetische Faktoren und degenerative Netzhauterkrankungen

AMD: Variationen in zwei Genen erklären mehr als die Hälfte aller Fälle
Die hereditären Makuladegenerationen stellen eine heterogene Gruppe von Erkrankungen des zentralen Netzhautbereiches dar. Die molekulare Basis der degenerativen Veränderungen der zentralen Netzhaut sind jedoch weitgehend unbekannt. Prof. Dr. rer. nat. Bernhard Weber vom Institut für Humangenetik der Universität Regensburg, forscht seit Jahren zu den genetischen Ursachen hereditärer Netzhauterkrankungen. Barabra Ritzert sprach mit ihm über neue Erkenntnisse zu genetischen Faktoren im Bereich der degenerativen Netzhauterkrankungen.

Aktuelle Therapie des Trockenen Auges in der Praxis

Die Grundlage in der Siccatherapie ist die Substitution, durch die mit einer Verbesserung der Benetzung auch eine Verbesserung des Epithels und damit indirekt eine Reduktion der Entzündung erreicht wird. Es gibt nicht ein Präparat, dass das Beste für alle Patienten ist, sondern das optimale Präparat muss individuell ausgetestet werden. Prof. Dr. Hans H. Stolze stellt verschiedene Tränenersatzmedikamente vor, die sich durch ihr Verdickungsmittel, Konservierungsmittel und eventuelle Zusatzstoffe und Lipide unterscheiden.

Aufruf zur Hornhautspende

Zum Tag der Organspende am 7. Juni ruft der Berufsverband der Augenärzte (BVA) zur Hornhautspende auf, um den Mangel an Transplantaten zu mindern. Mit den Möglichkeiten der modernen Augenheilkunde können Augenärzte heute vielen Menschen, die fast erblindet sind, das Sehvermögen zurückgeben. Bis zu 10.000 Menschen warten jedes Jahr in Deutschland auf eine Hornhautspende, die ihr Sehvermögen wiederherstellen kann. Leider können jedoch nur rund 5.000 Hornhäute jährlich verpflanzt werden. Der BVA ruft deshalb zur Zustimmung zur Organ- und Gewebespende auf.

BVA kritisiert IQWIG-Bericht zum Sehscreening von Kleinkindern

Scharf kritisiert hat der 1. Vorsitzende des Berufsverbands der Augenärzte (BVA) Prof. Dr. Bernd Bertram den IQWIG-Bericht zu Früherkennungsuntersuchungen von Sehstörungen bei Kleinkindern. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) hatte den Bericht am Montag veröffentlicht. „Es besteht die Gefahr, dass aufgrund dieses Berichts behandlungsbedürftige Kinder zu spät oder überhaupt nicht behandelt werden und deswegen nie die volle Sehkraft erreichen werden“, so Bertram, „der Bericht des IQWIG zum Sehscreening ist ein Skandal.“

Augenärztliche Untersuchungen auf Cabo Verde

Augenärztliche Untersuchungen auf Cabo Verde

Die Inselwelt Cabo Verde ist erst seit dem 15. Jahrhundert von Menschen bewohnt. Was aber gibt es mitten im Atlantik an Augenkrankheiten? Wenig findet man darüber in der Fachliteratur. Auf Initiative und mit Unterstützung der drei Hilfsorganisationen „Freunde helfen Freunden“, ADEVIC und AMIPAUL reiste Augenarzt Dr. Hannsjürgen Trojan auf die Kapverdischen Inseln, um einen Eindruck der ophthalmologischen Versorgungssituation zu gewinnen, auf deren Grundlage eine mögliche dauerhafte Hilfestellung geschaffen werden soll. Im nachfolgenden Bericht schildert er seine Erfahrungen.