Autor: Katica Djakovic

Die lichtadjustierbare Linse (LAL)

Klinische Erfahrungen und erste Studienergebnisse
Die lichtadjustierbare Linse (LAL) kann postoperativ durch Beleuchtung mit UV-Licht der Wellenlänge 365 nm ihre Form und ihren Brechwert modifizieren. Sie ermöglicht eine nichtinvasive und präzise postoperative Anpassung der Linsenstärke. Damit können nach Kataraktchirurgie verbleibende sphärische und astigmatische Refraktionsfehler korrigiert werden, um Emmetropie oder eine bestimmte Refraktion zu erreichen. Dr. Fritz Hengerer und Prof. Dr. Burkhard Dick  berichten über ihre klinischen Erfahrungen und stellen erste Studienergebnisse der Universitäts-Augenklinik Bochum vor.

Ablationsprofil – Mythos und Realität

Die Wellenfront-Technologie ermöglicht eine sehr präzise Messung der Brechkraft des Auges: An mehr als 250 verschiedenen Punkten werden die individuellen Merkmale des Auges gemessen und erlauben damit eine personenbezogene individualisierte Behandlung. Inzwischen stehen verschiedene Ablationsprofile zur Verfügung und machen umfassende präoperative Untersuchungen durch den refraktiven Chirurgen erforderlich. Die Bestimmung des angemessenen Ablationsprofils erörtert Prof. Dr. Dr. Theo Seiler.

UV-Riboflavin Crosslinking und ­korneale Ringsegmente

Eine neue Perspektive für Keratokonuspatienten?
Bei etwa 20 Prozent aller Keratokonuspatienten schreitet die Erkrankung soweit fort, dass aufgrund von Vernarbungen und zunehmender Irregularität die optische Korrektur mit Brille oder Kontaktlinse nicht mehr möglich ist und eine Keratoplastik durchgeführt werden muss. Theoretisch ergibt sich durch die Kombination zweier Verfahren – des Vernetzungsverfahrens Corneal Collagen Crosslinking (CXL) mit kornealen Ringsegmenten – die Möglichkeit, sowohl die Progression des Keratokonus zu stoppen als auch den Astigmatismus zu korrigieren. So kann nicht nur die Keratoplastik verschoben oder sogar vermieden werden, sondern auch die Sehleistung der betroffenen Patienten verbessert werden. Ein Beitrag von Prof. Dr. Thomas Kohnen und Oliver K. Klaproth.

Zum 23. DGII-Kongress in München

Zum 23. DGII-Kongress in München

Ergebnisse und Trends in der Chirurgie
Der 23. Kongress der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen Implantation, Interventionelle und Refraktive Chirurgie (DGII) fand in diesem Jahr im M,O,C, München statt und bot den Tagungsteilnehmern in den wissenschaftlichen Sitzungen einen Überblick über aktuelle Entwicklungen und Diskussionen zu einem breit gefächerten Themenspektrum. Ein Bericht von Angela Ehmer und Annett Mannsfeld.

Von Aphakie bis Zonulopathie

Herausforderungen in der IOL-Chirurgie
Sowohl bei Patienten mit Aphakie als auch bei Patienten mit einer Schwäche des zonulären Halteapparates (Zonulopathie) müssen bei der Wahl der geeigneten Operationstechnik und des besten Implantates viele Faktoren berücksichtigt werden. Um eine optimale Vorgangsweise zu erarbeiten, soll im Folgenden auf die große Vielfalt der chirurgischen Möglichkeiten bei der Wahl der Operationstechnik und des Implantates systematisch eingegangen werden. Ein Beitrag von Prof. Dr. Michael Amon.

Interdisziplinäre Therapie der ­Endokrinen Orbitopathie

Was kann der Endokrinologe beitragen?
Bei nahezu 80 Prozent der Patienten mit immunogener Hyperthyreose findet man mehr oder weniger ausgeprägte klinische Zeichen der Endokrinen Orbitopathie (EO). Diese verläuft in den meisten Fällen milde und heilt spontan aus. Nur in etwa drei bis fünf Prozent der Fälle entwickelt sich eine schwere Endokrine Orbitopathie mit Beeinträchtigung des Sehnerven. Da die Behandlung der immunogenen Hyperthyreose auch den Verlauf der Endokrinen Orbitopathie mit beeinflusst, sollten alle Patienten mit moderater bis schwerer Endokriner Orbitopathie gemeinsam von Endokrinologen und Ophthalmologen behandelt werden, bevorzugt in einer gemeinsamen Sprechstunde. Ein Beitrag von Prof. Dr. Roland Gärtner.

AAD: Zur 10. Augenärztlichen Akademie Deutschland in Düsseldorf

AAD: Zur 10. Augenärztlichen Akademie Deutschland in Düsseldorf

Proteste, Patienten & Politiker
Mit gut 6.000 Kongressteilnehmern verzeichnete die 10. Augenärztliche Akademie Deutschland, die in diesem Jahr vom 10. bis 14. März in Düsseldorf tagte, einen neuen Besucherrekord. Mit dem Hauptthema „Augenheilkunde im Spannungsfeld zwischen notwendiger und optimaler Versorgung“ war die Frage in den Mittelpunkt gestellt, wie in Zeiten wachsenden ökonomischen Drucks das sinnvoll Machbare definiert und auch finanziert werden kann. Neben der sachlichen Auseinandersetzung über die veränderten Rahmenbedingungen des Faches bot das berufspolitische Gespräch mit Vertretern der Pateien einen willkommenen Anlass für hitziges Aufbegehren angesichts der aktuellen Honorareinbußen durch die RLV. Ein Bericht von Ulrike Lüdtke.

Der Patient im Mittelpunkt

Patientenveranstaltungen zur AAD
Im Rahmen der AAD fanden auch in diesem Jahr erneut zwei Patientenveranstaltungen statt, die vom BVA in Zusammenarbeit mit dem Initiativkreis zur Glaukomfrüherkennung sowie der Pro Retina Deutschland e.V. durchgeführt wurden. Dr. Ronald D. Gerste und Ute Palm, Vertreter der beiden Patientenorganisationen, fassen die Eindrücke der Veranstaltungen zusammen.

Einsatz von Kontaktlinsen unter Extrembedingungen

Der Ausgleich einer Fehlsichtigkeit durch eine Kontaktlinse kann unter Extrembedingungen wie Fliegen, Tauchen oder Bergsteigen Vorteile bieten, wenn gewisse Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Dr. Rüdiger Schwartz hat mit potenziellen Astronauten und Kosmonauten an zahlreichen Parabelflügen gemeinsam teilgenommen, um ophthalmologische Untersuchungen, wie zum Beispiel die Augeninnendruckmessung, durchzuführen. Im Folgenden diskutiert er den Einsatz von Kontaktlinsen in unterschiedlichen Extremsituationen.