Kurznachrichten

Legacy-Plakette für die Lions Hornhautbank Heidelberg

Im März 2015 wurde die Hornhautbank der Universitäts-Augenklinik Heidelberg in das internationale Netzwerk der Lions-Hornhautbanken aufgenommen, seither wird sie vom „Lions Distrikt 111 Süd-Nord“ intensiv gefördert. Im Rahmen der Governor-Ratssitzung und den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen von Lions Clubs International wurde dieses Leuchtturmprojekt als Legacy-Projekt in Heidelberg ausgezeichnet.

BVA: Mit VR-Brillen wird das Sehen anstrengender

Die virtuelle Realität (VR) tritt immer häufiger in Konkurrenz zur realen Welt. Zu Spielekonsolen gehören heute schon häufig VR-Brillen, die dem Träger vorgaukeln, sich in einer anderen, eben der virtuellen Realität zu bewegen. Der Einsatz von VR-Brillen ist zudem nicht nur in einer Spieleumgebung denkbar, sondern auch in der Außenwelt, auf der Straße. Welche Auswirkungen es haben kann, wenn man solche Brillen über längere Zeit hinweg trägt, darüber gibt es bisher keine wissenschaftlichen Erkenntnisse. Prof. Dr. Dieter Friedburg vom Berufsverband der Augenärzte (BVA) erläutert, was aus augenärztlicher Sicht im Zusammenhang mit VR-Brillen zu beachten ist

Zehnjähriges Bestehen des GRADE Reading Center Bonn

Das GRADE Reading Center feiert sein zehnjähriges Bestehen: es wurde im Jahr 2006 gegründet und zählt mittlerweile zu den weltweit größten Einrichtungen dieser Art. Neben der Auswertung digitaler Bilddaten im Rahmen internationaler, multizentrischer klinischer Studien ist GRADE mit der Entwicklung automatisierter Auswertungsalgorithmen, dem Design und der Koordination klinischer Studien sowie mit der Identifikation von Biomarkern bei Makula- und Netzhauterkrankungen befasst. Darauf macht die Universitäts-Augenklinik Bonn aufmerksam.

Sehbehinderte hören die Welt dank Radar

Per Radartechnologie abgescannt und in ein akustisches Bild übersetzt: So soll die Umgebung für Blinde und sehbehinderte Menschen sich künftig darstellen, damit sie sich besser orientieren können. Ein entsprechendes Sensorsystem entwickeln Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB) gemeinsam mit Partnern aus der Praxis im Projekt Ravis-3D. Es wird für drei Jahre von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen mit insgesamt 1,8 Millionen Euro gefördert. 1,36 Millionen Euro davon gehen an die RUB.

Funktionelle Messung einzelner Photorezeptoren

Der Arbeitsgruppe von Gereon Hüttmann (Institut für Biomedizinische Optik) und Dierck Hillmann (OCT-Forschung der Thorlabs GmbH) gelang es, nur mit Hilfe numerischer Korrekturverfahren unvermeidliche Bildfehler des Auges zu korrigieren und so einzelne Photorezeptoren sichtbar zu machen. Anschließend konnten sie auch deren Funktion detektieren: Sie beobachteten im Menschen, dass sich die Photorezeptoren bei Stimulation durch Licht um wenige Nanometer ausdehnten. Dies sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg, die primären Sehvorgänge in den Photorezeptoren quantitativ zu vermessen, teilt die Universität Lübeck mit.

Tipps vom Augenarzt: Trockenen Augen vorbeugen

Draußen wird es ungemütlich kalt, da bleibt man lieber in wohlig geheizten Räumen. Das ist verständlich, es kann aber dazu beitragen, dass man öfter das unangenehme Gefühl müder, trockener Augen hat. Prof. Dr. Gerd Geerling, Leiter des Ressorts „Trockenes Auge und Oberflächenerkrankungen“ im Berufsverband der Augenärzte Deutschlands gibt einige Ratschläge, wie man gerade während der Heizperiode diese Beschwerden vermeiden kann.

DFG-Förderung für Bonner Projekt zur geographischen Atrophie bei AMD

Nach erfolgreicher Durchführung in der ersten dreijährigen Förderperiode fördert die DFG die Fortsetzung des Projekt von Frau Priv.-Doz. Dr. med. Monika Fleckenstein, Universitäts-Augenklinik Bonn, für weitere drei Jahre. Die gesamte Förderung in Höhe von 511.850 Euro gestattet die Realisierung eines Projektes, das sich mit der Progression und Biomarkern bei der trockenen Spätform der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD), der geographischen Atrophie befasst.

Neuer Forschungsverbund untersucht die Algorithmen des Sehens

In einem neuen Sonderforschungsbereich an der Universität Tübingen werden sich unter dem Titel „Robust Vision“ Forscher aus der Neurowissenschaft und dem maschinellen Lernen ab Januar 2017 mit den Grundlagen biologischen und maschinellen Sehens befassen. Der Sonderforschungsbereich wird für vier Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und kann nach Zwischenevaluierungen zweimal um weitere vier Jahre verlängert werden.