Kurznachrichten

2. Juni: Tag der Organspende

Hornhautspender schenken Augenlicht: Mehr als 7000 Mal pro Jahr verpflanzen Augenärzte in Deutschland die Hornhaut des Auges und verhelfen damit Patienten, deren eigene Hornhaut durch Verletzung oder Krankheit trüb wurde, zu besserem Sehvermögen. Verstorbene schenken mit dieser Spende anderen, oft noch jungen Menschen Augenlicht und damit einen erheblichen Zugewinn an Lebensqualität und bessere Möglichkeiten, sich beruflich weiterzuentwickeln. Zum Tag der Organspende am 2. Juni ruft der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands dazu auf, Organspender zu werden und so dazu beizutragen, dass der bestehende Mangel an Spenderhornhäuten behoben wird.

Forschungsprojekt zur Gefährdungen durch optische Strahlungsquellen

Um den Schutz von Beschäftigten vor Gefährdungen durch optische Strahlungsquellen weiter zu verbessern, initiierte die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ein Forschungsprojekt, zu dem nun das „Gutachten zur biologischen Wirksamkeit gepulster inkohärenter optischer Strahlung“ veröffentlicht wurde. Es liefert einen Überblick über die biologischen Wirkungen inkohärenter optischer Strahlung, bewertet das Gefährdungspotenzial für Auge und Haut, verdeutlicht den aktuellen Stand von Forschung und Regelsetzung und weist auf Kenntnislücken hin.

Umfrage: Jeder vierte Patient wünscht sich die Online-Sprechstunde

Telemedizin wird kontrovers diskutiert – wie aber denken die Patienten darüber? Welche digitalen Anwendungen sie nutzen und welche Erwartungen sie an die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung haben, zeigt die Online-Umfrage der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) im Mai. Gemeinsam mit dem Research-Unternehmen Statista wurden dazu insgesamt 1000 Personen über 18 Jahren befragt.

Warum überraschende Geräusche die Pupille weiten

Dr. Nicole Wetzel, Leiterin der CBBS-Forschergruppe Neurokognitive Entwicklung am Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN), sowie Andreas Widmann und Prof. Dr. Erich Schröger von der Universität Leipzig haben in einer Grundlagenstudie im Fachmagazin Biological Psychology gezeigt, wie unser Gehirn überraschende emotionale Geräusche verarbeitet. Mit einer neuen Methode konnten die Forscher nachweisen, wie neuronale Aktivität im Gehirn die Pupillenweite über das sympathische und parasympathische Nervensystem beeinflusst.

Optimierte Wahrnehmung zu Zeiten der Dämmerung

Das Gehirn verarbeitet schwache visuelle Reize morgens und abends besser als mittags. Das sicherte den Menschen früher einen Überlebensvorteil, denn in der Dämmerung lauerte die Gefahr. Wie Neurowissenschaftler der Goethe-Universität jetzt herausgefunden haben, bereitet sich das menschliche Gehirn auf die Dämmerung vor, indem es zu diesen Zeitpunkten die Ruheaktivität in der Sehrinde herunterfährt, damit schwache Sehreize nicht im Rauschen untergehen.

Neue Leitlinie zur Optikusneuritis

Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) und der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) haben unter Mitwirkung der Deutschen Neurologischen Gesellschaft das aktuell verfügbare Wissen zu Diagnostik und Therapie der Optikusneuritis in einer Leitlinie zusammengefasst, die auf der Internetseite der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF, http://www.awmf.org) veröffentlicht wird. Darauf wies Dr. Flemming Beisse von der Univ.-Augenklinik Heidelberg anlässlich der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD) hin.