Kurznachrichten

19. AAD verzeichnete 5.700 Teilnehmer

Zur 19. Augenärztlichen Akademie Deutschland kamen im März mehr als 5.700 Teilnehmer. Der aktuelle Stand der Wissenschaft in der augenmedizinischen Versorgung wurde in Kursen und Vorträgen für Augenärzte und ihre Mitarbeiter fundiert und praxisnah vermittelt. Auch in gesundheitspolitisch unruhigen Zeiten setzen Augenärzte ungebrochen auf qualifizierte Fortbildung und fachlichen Austausch, bilanziert der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA).

Süddeutschland: Erblindungsrisiko deutlich gesunken

Für Deutschland fehlten bislang belastbare Zahlen zum Vergleich der Neuerblindungen bei Personen mit und ohne Diabetes und deren zeitlichen Verlauf. Forscher am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) haben nun berechnet, dass das Erblindungsrisiko in der Bevölkerung in Süddeutschland deutlich abgenommen hat – bei Personen mit Diabetes mehr als bei Personen ohne Diabetes. Das Ergebnis der Auswertung lässt vermuten, dass sich neben der Versorgung bei Diabetischer Retinopathie auch die Früherkennung und Therapie von Katarakt und Glaukom sowie der Altersbedingten Makula-Degeneration verbessert hat.

AMD-Netz – Bundesweite Ausrichtung im Vereinsnamen umgesetzt

Die als Forschungsinitiative und als Pilotprojekt von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Meffert aus Münster gegründete Initiative zur Patientenberatung “AMD-Netz NRW e.V.” bietet seit 2014 Information und Unterstützung bei altersabhängiger Makuladegeneration (AMD). Die inzwischen bundesweite Ausrichtung spiegelt sich jetzt auch in der Streichung des Zusatzes „NRW“ aus dem Vereinsnamen.

Zusammenspiel von visueller Wahrnehmung und Kopfbewegungen

Mit jeder Kopfbewegung verändert sich das Abbild unserer Umgebung, das die Augen erreicht. Damit wir unsere Umwelt dennoch als stabil wahrnehmen, muss das Gehirn diese visuelle Information mit der Bewegung des Kopfes verrechnen. Zwei Neurowissenschaftlern vom Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN) der Universität Tübingen ist es erstmals gelungen, per funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) zu beobachten, was im Gehirn bei dieser Verrechnung geschieht. Ihre Ergebnisse tragen dazu bei, zu verstehen, wie sich Virtual-Reality-Anwendungen auf das Gehirn auswirken; sie wurden nun im Fachmagazin NeuroImage veröffentlicht.

Neuartige Substanzformulierung zum Funktionserhalt der Netzhaut

Bei bestimmten seltenen Netzhauterkrankungen kommt es im Auge zum Absterben von Photorezeptoren, deren Ursache unterschiedliche krankheitsauslösende Mutationen sein können. Für die Entwicklung von Therapien besteht zudem die Herausforderung, dass die Netzhaut durch die so genannte „Blut-Hirn-Schranke“ gegen die meisten Medikamente abgeschirmt ist. Wissenschaftlern des Forschungsinstituts für Augenheilkunde Tübingen, aus Lund (Schweden), Modena und Reggio Emilia (Italien) ist es gelungen, einen Signalweg zu finden, über den eine neuartige Medikamentensubstanz die „Blut-Hirn-Schranke“ passieren kann. Dies ist ein weiterer Schritt in der Entwicklung eines neuen Medikaments zur Therapie von erblicher Netzhautdegeneration, teilt die Universität Tübingen mit.

AAD: Vorausschauend handeln – Augenlicht schützen

Heute begann die 19. Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD), zu der die Veranstalter auch in diesem Jahr weit über 5000 Teilnehmer erwarten. Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) und die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) haben ein Programm entwickelt, dass den status quo der augenmedizinischen Versorgung in Deutschland ebenso beleuchtet wie die Zukunft der diagnostischen und therapeutischen Verfahren in der Augenheilkunde.

Sehschärfenvorhersage bei feuchter AMD

Forscher der LMU-Augenklinik München haben mittels maschinellem Lernen einen Algorithmus zur Sehschärfevorhersage bei feuchter AMD trainiert. Dazu nutzten sie Daten der Patienten aus vorangegangenen Untersuchungen. Diese Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Datenbanksysteme und Data Mining (Professor Volker Tresp) der LMU München sowie mit ärztlichen Kollegen aus dem Moorfields Eye Hospital, London.

Bei Office-Eye-Syndrom zum Augenarzt

Trockene Augen zählen zu den häufigsten Augenleiden. Rund 20 Prozent der Augenarztpatienten sind deswegen in Behandlung. In der kalten Jahreszeit verstärken trockene Heizungsluft, eine geringe Luftfeuchtigkeit und langes Arbeiten am Computer häufig die Symptome. Experten der Stiftung Auge raten, bei roten, kratzenden und brennenden Augen dennoch in jedem Fall den Augenarzt aufzusuchen, da auch ernstere Erkrankungen dahinter stecken können. Außerdem gibt die Stiftung Auge Tipps, wie das Office-Eye-Syndrom gelindert werden kann.