Kurznachrichten

Höchstdotierte Auszeichnungen der DOG für innovative Forschung

Die Forschungsförderung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) für innovative wissenschaftliche Projekte in der Augenheilkunde dotiert mit je 20.000 Euro erhielten in diesem Jahr Dr. Thomas Fuchsluger, Universitäts-Augenklinik Essen, und Dr. rer. nat. Alexa Klettner aus der Kieler Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein. Weitere hochdotierte Förderungen erhielten Dr. Adrian Gericke, Mainz, und Dr. Maria Fronius, Frankfurt.

Augenstern e.V. feiert 10-jähriges Jubiläum

Seit mittlerweile zehn Jahren informiert der gemeinnützige Verein „Augenstern e.V. – helfen zu sehen“ über kindliche Augenerkrankungen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, vermeidbare Schwachsichtigkeit (Amblyopie) bei Kindern zu verhindern. Zielgruppen der Aufklärungsarbeit sind Eltern, Angehörige, Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen, aber auch Kinder- und Jugendärzte, Hausärzte, Augenärzte, medizinische Therapeuten, Gesundheitsämter und Augenoptiker.

Theodor-Axenfeld-Preis für Ulmer Augenärzte

Im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) in Leipzig sind Professor Dr. Jürgen Kampmeier, Oberarzt an der Augenklinik am Universitätsklinikum Ulm, und seine Kollegen mit dem Theodor-Axenfeld-Preis ausgezeichnet worden. Die Forscher wurden vor allem für ihre neuen Erkenntnisse zur ganztägigen Anwendung der so genannten AR-Technik geehrt, die es speziellen Datenbrillen ermöglicht, Bilder oder Beschriftungen in das menschliche Sichtfeld einzuspielen.

Genetische Ursachen des Glaukoms

Das Glaukom ist durch einen fortschreitenden Verlust von retinalen Ganglienzellen in der Netzhaut charakterisiert, der zur zunehmenden Erblindung führt. Neurotrophine sind kleine lösliche Signalproteine, die in vielen Tierarten das Überleben zahlreicher neuronaler Zellverbände unterstützen. Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. André Reis berichtet nun über die Entdeckung von sieben verschiedenen Mutationen im Gen für eines der Neurotrophine.

Kontaktlinsen: Falsche Pflege und Onlinekäufe erhöhen Infektionsrisiko

Falsch angepasste und schlecht gepflegte Kontaktlinsen können der Hornhaut schwere Schäden zufügen. Häufige Fehler sind das Schlafen mit den Linsen oder die Reinigung mit Leitungswasser. Auch Patienten, die ihre Kontaktlinsen im Internet erwerben, haben laut einer aktuellen Studie ein höheres Infektionsrisiko. In der Regel fehlt hier ein konkreter Ansprechpartner, der die Kontaktlinsenträger kompetent berät und informiert. Darauf weist die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) im Vorfeld ihres 107. Kongresses in Leipzig hin.

Artifical Vision: Sehprothesen auf dem Prüfstand der Forschung

Der Chip im Auge ersetzt den Blindenstock – zu Beginn der neunziger Jahre erschien diese Idee utopisch. Inzwischen laufen die entscheidenden klinischen Studien vor der Zulassung der elektronischen Sehhilfen. „Wir befinden uns auf der Zielgeraden zur Markteinführung der ersten Systeme“, erklären Experten anlässlich des internationalen Symposiums „Artificial Vision“ am letzten Wochenende in Bonn.

Tests am Auge ohne Tierversuche

In dem interdisziplinären Projekt “REACT” wollen Fachleute die tierversuchsfreie Testung von Chemikalien am Auge weiterentwickeln. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt “REACT – Rating Eye exposure by an Advanced self-healing Culture Test” zunächst für zwei Jahre. Die für das Projekt angewendete Methode basiert auf dem Nachweis der Heilung von Augenhornhaut außerhalb des lebenden Tieres. Das Projekt dient dazu, diese Methode zur Prävalidierung beim European Centre for the Validation of Alternative Methods (ECVAM) vorzubereiten. Ferner geht es um die Entwicklung vereinfachter Präparations- und Analyseverfahren an Kaninchenhornhäuten von Schlachttieren sowie eine halbautomatisierte Kultur dieser Hornhäute.