Hilfswerke fordern mehr Augenärzte in Entwicklungsländern
Zum Welttag des Sehens (11. Oktober) weisen die Christoffel-Blindenmission (CBM) und das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit (DKVB) auf einen starken Mangel an Augenärzten und augenärztlichem Personal in Entwicklungsländern hin. Menschen, die von Blindheit bedroht sind, und sehbehinderte Menschen werden dort nicht ausreichend versorgt. So sei in Malawi zum Beispiel ein Augenarzt für 1,4 Millionen Menschen zuständig, während in Deutschland ein Augenarzt durchschnittlich nicht mehr als 20.000 potentielle Patienten hat. Darauf weist der Berufsverband der Augenärzte (BVA) hin. Die internationalen Hilfswerke sehen deshalb die Aus- und Weiterbildung einheimischer medizinischer Fachkräfte als wichtigen Bestandteil einer effizienten Entwicklungszusammenarbeit. Oftmals fehle es aber am Geld für die notwendige Ausbildung. Die Hilfswerke vergeben deshalb Stipendien und bauen Ausbildungszentren auf.

