Kurznachrichten

Tübingen: 97. Jahrestagung der Württembergischen Augenärztlichen Vereinigung

Am 15. und 16. März 2013 ist das Universitätsklinikum Tübingen Veranstaltungsort für die Jahrestagung der Württembergischen Augenärztlichen Vereinigung (WAV), die dieses Jahr zum 97. Mal stattfindet. Parallel treffen sich das Pflegepersonal und Medizinische Fachangestellte aus augenärztlichen Kliniken und Praxen am 16. März zur 20. Pflege-Fachtagung für Augenheilkunde. Veranstaltungsort für beide Tagungen ist das Hörsaalgebäude Kupferbau, Hölderlinstr. 5 in Tübingen.

Dieses Jahr steht die Ärztetagung unter dem Motto „Komplikationen -Vermeiden und Behandeln“. Referenten aus ganz Baden-Württemberg werden am Freitag den Tagungsteilnehmern Ergebnisse aus der Forschung präsentieren. Am Samstag steht die Behandlung und Vermeidung von Komplikationen, damit gesammelte Erfahrungen und erworbene Erkenntnisse im Mittelpunkt der traditionsreichen ärztlichen Fortbildung.
Eine Diskussion zum Thema „Wie sind Glaukom-Patienten derzeit versorgt und wie wird sich die Versorgung angesichts der Demographie entwickeln?“

Greifswald: Neuentwickelte Drainage-Systeme für Glaukompatienten

Greifswalder Augenärzte haben ein neues Drainage-System für Glaukompatienten entwickelt und bereits bei 15 Patienten implantiert. Wie die Universität Greifswald mitteilt, besteht das Drainageprinzip in einer Ableitung hinter der Aderhaut. Bei Betroffenen läuft das Augenkammerwasser nicht ordnungsgemäß ab, damit sind vielfältige Komplikationen verbunden sind. „Die ersten Erfahrungen mit dem neuen Implantat sind sehr vielversprechend und sollen jetzt wissenschaftlich ausgewertet werden“, kündigte der Direktor der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Prof. Dr. Stefan Clemens, an, der die Innovation eingeführt hat.

Optische Schalter – Erhellende Impulse im Nervensystem

Einem deutsch-amerikanischen Team ist es gelungen, Rezeptoren von Nervenzellen für Lichtreize empfänglich zu machen. Dies ermöglicht ganz neue Einblicke in die Funktionsweise von Gedächtnis und Lernen, aber auch in die Entstehung von Krankheiten, teilt die Universität München mit. Wenn Nervenzellen miteinander kommunizieren, sind s genannte Neurorezeptoren entscheidend an der Signalübertragung beteiligt. Sie sind als Transmembranproteine in die Wand der Nervenzellen eingebaut und reichen durch sie hindurch. Die häufigsten Rezeptoren sind die G-Protein-gekoppelten Rezeptoren (GPCRs), zu denen auch bestimmte Glutamatrezeptoren gehören.

Umfrage: Ärzte fühlen sich unter Druck gesetzt

Die Wirtschaftlichkeit der eigenen Praxis ist eines der vordergründigen Probleme, mit denen sich die Ärzte befassen müssen. Immerhin sind es 60 Prozent von befragten 1.309 Ärzten aller Fachrichtungen. 14 Prozent sind der Auffassung, dass das Praxismanagement Probleme bereitet. Das enge Zeitbudget empfinden 49 Prozent der Ärzte als negativ. 41 Prozent beklagen die Ansprüche der Patienten. Immerhin sind 78 Prozent mit den regulatorischen Rahmenbedingungen keinesfalls zufrieden, so das Ergebnis einer Umfrage des Internetportals für Ärzte coliquio.

AAD 2013: “Viele Augenkrankheiten sind Volkskrankheiten”

Welche Volkskrankheiten bedrohen das Augenlicht der Menschen in Deutschland und wie können Augenärzte diese Krankheiten erkennen und sie behandeln? Die Herausforderung der Zukunft wird sein: dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden. Mit diesem umfangreichen Thema befassen sich bis zum kommenden Samstag die etwa 5.000 Teilnehmer der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD) 2013, die im Congress Center Düsseldorf stattfindet.

14. Augenärztliche Akademie (AAD) tagt in Düsseldorf

Wie Augenärzte die das Sehen beeinträchtigenden oder gar bedrohenden Volkskrankheiten schon in sehr frühen Stadien sicher diagnostizieren und mit welchen Behandlungsstrategien sie ihren Patienten helfen können, darüber werden sie sich vom 26. Februar bis zum 2. März im Congress Center Düsseldorf (CCD) bei der 14. Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD) austauschen. Rund 5.000 Tagungsteilnehmer werden erwartet. Die AAD, gemeinsam organisiert von DOG und BVA, ist die größte augenärztliche Fortbildungstagung im deutschsprachigen Raum und bringt niedergelassene und klinisch tätige Augenärzte seit dem Jahr 2000 regelmäßig auf den neuesten Stand des Wissens.

Zum Kongressauftakt finden am 26. Februar zwei Veranstaltungen für Patienten statt: Die PRO RETINA Deutschland e.V. befasst sich mit dem Thema „Netzhautdegenerationen – Einblicke und Ausblicke: Wo stehen wir heute? Was bringt die Zukunft?“. Parallel dazu findet eine Patientenveranstaltung mit dem Initiativkreis zur Glaukomfrüherkennung statt.

Augenhornhautspende widersetzt sich negativem Trend in der Organspende

Die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) hat im vergangenen Jahr 3.754 Gewebetransplantate an Patienten vermittelt. Insgesamt haben 1.794 Menschen im gemeinnützigen Netzwerk der DGFG Gewebe gespendet. Die Zahl derjenigen, die nach ihrem Tod anderen Menschen mit einer Gewebespende geholfen haben, ist damit um rund 13 Prozent gestiegen, teilt die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) mit.

Studienergebnisse zum Sehchip Alpha IMS-Implantat veröffentlicht

Teilergebnisse der multizentrischen Studie zum Alpha IMS-Implantat, einem Funk-Mikrochips zur Wiederherstellung der Sehfunktion bei Patienten mit Retinitis pigmentosa (RP), wurden in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B veröffentlicht. Darauf weist die Retina Implant AG hin. Während des drei- bis neunmonatigen Beobachtungszeitraums der Untersuchung wurde festgestellt, dass die Mehrzahl der insgesamt neun deutschen Patienten, denen im Zuge der ersten Stufe der zweiten klinischen Studie am Menschen des Unternehmens ein subretinaler Mikrochip implantiert wurde, ihre Sehfunktion wiedererlangt hat, heißt es in der Mitteilung. Ferner habe die Sehschärfe von zwei der neun Patienten die Sehschärfe der Patienten aus der ersten klinischen Studie übertroffen, die das Unternehmen am Menschen durchgeführt hat.

“Ein erster Schritt zur Wiederherstellung des Sehvermögens”

Einem Forscherteam um Daniel Aberdam der Inserm-Einheit 976 “Immunologie, Dermatologie, Onkologie” ist es in vitro gelungen, die Funktion von Hornhautzellen mit Zellen eines an ektodermaler Dysplasie leidenden Patienten wiederherzustellen. Diese Ergebnisse, die in der Fachzeitschrift PNAS [1] veröffentlicht wurden, sind ein erster Schritt zur Wiederherstellung des Sehvermögens von erblindeten Patienten, heißt es in der Pressemitteilung. Ektodermale Dysplasien sind erbliche Defekte, die Fehlbildungen (Dysplasien) an jenen Strukturen hervorrufen, die aus dem äußeren Keimblatt (Ektoderm) hervorgehen, also beispielsweise Haare, Nägel, Zähne und Haut einschließlich der Schweißdrüsen. Einige Formen der Krankheit gehen mit Mutationen des p63-Gens einher, was zu einem Verlust des Sehvermögens bei diesen Patienten führen kann.

Augenklinik Aachen: Augenverätzung des Bolschoi-Ballettchef erfolgreich operiert

Der bei einem Anschlag an Augen und Gesicht schwerverletzte Direktor des Bolschoi-Balletts, Sergei Filin, befindet sich nach der Behandlung in der Uniklinik Aachen auf dem Weg der Besserung. Den Ärzten um den Direktor der Augenklinik, Prof. Dr. med. Peter Walter, ist es gelungen, auf einem Auge wieder ein nutzbares Sehvermögen herzustellen, teilte die Universitätsklinik Aachen mit.