Gen-Schalter reguliert retinales Gefäßwachstum
Eine Gruppe von Wissenschaftlern unter der Leitung von Professor Alfred Nordheim am Interfakultären Institut für Zellbiologie der Universität Tübingen hat bei Experimenten mit Mäusen entdeckt, dass über den Transkriptionsfaktor SRF (Serum Response Factor) die Gene für das Wachstum der Blutgefäße in der Netzhaut des Auges eingeschaltet werden. Die Wissenschaftler haben durch Ausschalten dieses Faktors einerseits bei neugeborenen, andererseits bei erwachsenen Mäusen bestimmte Krankheitsbilder der Augen künstlich erzeugt. Ihre Erkenntnisse, die aktuell in The Journal of Clinical Investigation veröffentlicht werden, liefern nach Mitteilung der Universität Tübingen direkte Hinweise auf Augenkrankheiten des Menschen und ergeben konkrete Ansatzpunkte für die Entwicklung von Therapien bei Fehlfunktionen der Netzhaut und des Glaskörpers

