Aus der aktuellen Ausgabe

Das Auge der Prinzessin

Serie zur Sammlung Roth
Über das Leben der Menschen in der Prähistorik und frühen Antike wissen wir nicht viel. Schriften, in denen uns über ihr Leben oder gar ihre Sorgen berichtet wird, fehlen. Gefühle wie Schmerz, Trauer, Freude oder Angst konnten uns weder in Wort noch Ton überliefert werden. Doch Emotionen gab es bereits genauso wie heute und schon immer war das Auge hierfür eines der eindrucksvollsten Ausdrucksmittel. Lediglich aus den Darstellungen des Gesichts, vor allem aber des Auges können wir ablesen, was den Menschen einst bewegte. Seine Abbildungen in der Malerei der Steinzeit, in den Plastiken der Antike bis hin zur ersten realistischen Darstellung in der Malerei oder dem Foto sind damit auch Ausdruck menschlicher Gefühle.

31. Jahrestagung der DGII in Dortmund

Die diesjährige Jahrestagung der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII) in Dortmund stand unter dem Hauptthema „Planung und Durchführung operativer Eingriffe bei schwierigen okulären Ausgangssituationen“. In 15 Sitzungen wurde unter anderem über jüngste Weiterentwicklungen im IOL-Bereich, die Lifestyle-Medizin in der Augenheilkunde und Aspekte zum Thema Ärztinnen in der Ophthalmochirurgie referiert und diskutiert. Von Katica Djakovic.

Kongress DOC 2017

Interview mit DOC-Präsident Dr. Armin Scharrer
Der 30. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) wird traditionell wieder nach Nürnberg einladen. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Dr. Armin Scharrer, DOC-Präsident und 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Ophthalmochirurgen e.V. (BDOC), anlässlich des Jubiläums über Aspekte der Gründungsgeschichte sowie damalige und heutige Visionen nach drei Jahrzehnten DOC-Präsidentschaft.

Kongress AAD 2017

Fortbildung im Zeichen des demografischen Wandels
Ein höheres Lebensalter und chronische, alterstypische Augenerkrankungen – keine andere Facharztgruppe erlebt so sichtbar den demografischen Wandel in Klinik und Praxis wie die Ophthalmologie. Anlass, in diesem Jahr die gemeinsame Fortbildungstagung vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) unter das Leitthema „Demografischer Wandel – Herausforderungen und Perspektiven für die Augenheilkunde“ zu stellen, so der BVA-Vorsitzender Prof. Bernd Bertram zum Auftakt der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD). Welche Auswirkungen diese strukturellen gesellschaftlichen Veränderungen für die Versorgung und die Augenheilkunde haben, begleitete als Fragestellung das fachwissenschaftliche Vortragsprogramm. Von Ulrike Lüdtke M.A.

Wege aus dem Ärztemangel

Das Personalmanagement entwickelt sich zur zentralen Managementherausforderung der Zukunft. Um als Unternehmen in der Augenheilkunde zukunftsfähig im Personalmanagement aufgestellt zu sein, gewinnen Handlungsfelder wie beispielsweise die Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder längere Erwerbsbeteiligung älterer Arbeitnehmer an Bedeutung. Dr. Thomas Haupt (Bonn-Bad Godesberg) erörtert die Gestaltungsmöglichkeiten in den genannten Bereichen und zeigt Wege zur Bewältigung des Ärztemangels in der Augenheilkunde auf.

Refraktive Chirurgie bei Keratokonus

In Vorbereitung eines refraktiv-chirurgischen Eingriffs ist es unter anderem von Relevanz, Keratokonus-Augen in frühen Stadien zu detektieren und gegebenenfalls von der OP auszuschließen. Dabei leiden gerade Keratokonus-Patienten massiv unter den refraktiven Auswirkungen ihrer primär organischen Erkrankung, die lange Zeit als Kontraindikation für einen refraktiven Eingriff galt. Dr. Georg Gerten (Köln) zeigt anhand des „Kölner Keratokonus Schema“ die chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten des Keratokonus auf und erörtert die Zuordnung der Patienten zu sinnvollen Therapieformen.

SMILE – aktuelle Entwicklungen und wissenschaftliche Ausblicke

Zum SMILE-Verfahren (Small Incision Lenticule Extraction) wurden 2011 erste Ergebnisse veröffentlicht und mittlerweile liegen Fünfjahresergebnisse der ersten Kohorte vor. Die potentiellen Vorteile einer ohne Flap durchgeführten refraktiven Korrektur führten in den vergangenen Jahren zu einer rasch anwachsenden Anzahl von Studiendaten. Mittlerweile liegen sowohl längerfristige Ergebnisse als auch vergleichende Studien und Daten vor und erlauben eine Diskussion von Vor- und Nachteilen des neuen Verfahrens. Prof. Marcus Blum (Erfurt) und Prof. Walter Sekundo (Marburg) erörtern aktuelle Entwicklungen der SMILE und geben wissenschaftliche Ausblicke für das Verfahren.

Das Trockene Auge aus Sicht des refraktiven Chirurgen

Wenn ein Trockenes Auge vorliegt, kann die Präzision der präoperativen Diagnostik kompromittiert sein, was sich möglicherweise auf die Planung der Operation auswirkt. Dies gilt insbesondere auch für die vor refraktiven Lasereingriffen so entscheidende subjektive Refraktionsbestimmung. Dr. Suphi Taneri (Münster) beleuchtet Diagnostik, Pathogenese und Therapie des Trockenen Auges vor und nach refraktiven Eingriffen und gibt einen Überblick über die aktuelle Literatur unter besonderer Berücksichtigung von Empfehlungen verschiedener Fachgesellschaften und eigenen Erfahrungen.

Intraokulare Chirurgie im Kindesalter

Aufgrund der Dynamik des kindlichen, okulären Systems und der anatomisch-neurologischen Entwicklung ergeben sich bei der intraokularen Chirurgie im Kindesalter grundlegend andere Herausforderungen als im Erwachsenenalter. Zudem liegt eine veränderte Beschaffenheit des Glaskörpers im Kindesalter vor, die erst partiell erklärt werden konnte. Priv.-Doz. Dr. Armin Wolf, FEBO (München), gibt einen Einblick in wesentliche Problemstellungen der intraokularen Chirurgie im Kindesalter und erläutert die sich daraus ableitende chirurgische Vorgehensweise.

Risikominimierung durch systematische präoperative Abläufe

Der überwiegende Anteil ophthalmologischer Operationen zeichnet sich durch eine kurze oder sehr kurze Eingriffsdauer aus. Entsprechend hoch ist die Anzahl der Eingriffe, die pro Operateur, pro OP-Team und pro Eingriffsraum durchgeführt werden. Viele Patienten haben ein höheres Lebensalter mit entsprechenden Komorbiditäten und einer höheren Wahrscheinlichkeit von Verständigungsproblemen. Aus beiden Faktoren ergibt sich ein höheres Risiko für Verwechslungen der Patienten, der zu operierenden Seite oder der erforderlichen Implantate oder Medikamente. Dr. Michaela Gross (Dortmund) stellt die präoperative Planung zur Risikominimierung im Augen-OP dar.