Aus der aktuellen Ausgabe

Myope multifokale Duett-Implantation zur Korrektur von Presbyopie und Myopie

Bei dem Duett-Verfahren handelt es sich um ein potenziell reversibles Verfahren, bei dem neben einer monofokalen IOL in den Kapselsack eine zusätzliche, speziell für den Sulcus ciliaris entwickelte, additive IOL implantiert wird. Die myope multifokale Duett-Implantation (MMDI) bietet presbyopen myopen Patienten mit hohen Sehanforderungen im Nahbereich die Möglichkeit einer reversiblen Multifokalität. Dr. Lukas Feldhaus (München) erläutert das…

35. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC)

Über 6.200 Teilnehmer, davon knapp 4.000 Augenärzte, bescherten dem diesjährigen Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) einen Besucherrekord und unterstrichen seinen Stellenwert als größten nationalen Augenchirurgiekongress neben der ASCRS. 480 Referenten stellten Innovationen und Weiterentwicklungen vor und diskutierten die Goldstandards der Augenchirurgie mit dem Auditorium. Die Hauptvorträge wurden zusätzlich per Live-Stream übertragen und simultan (Deutsch-Englisch) übersetzt….

„Klassische Augenheilkunde“

DGII-Kongress tagte in Weimar Erstmalig fand die Tagung der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII) in Weimar statt. Unter dem Titel „Klassische Augenheilkunde“ lud Tagungspräsident Prof. Marcus Blum (Erfurt) zu einem „klassischen“ Weiterbildungsprogramm in persönlicher Präsenz mit praxisrelevanten Kursen, Übersichtsreferaten und freien Vorträgen. Das Programm bot ein breit gefächertes Spektrum zu den…

OCTA-Bildgebung: Einflussfaktoren und Interpretation (Teil 2)

Die nichtinvasive, quantitative Bewertung der retinalen Mikrozirkulation durch die optische Kohärenztomographie-Angiographie (OCTA) stellt die neueste Entwicklung auf dem Gebiet der retinalen Bildgebung dar. Verschiedene Parameter wie Ambylopie, Katarakt, Signalstärke und Qualitätsindex, körperliche Aktivität, Blutdruck und allgemeiner kardiovaskulärer Status beeinflussen die retinale Bildgebung mittels OCTA. Im zweiten Teil fasst Dr. Jens J. Storp (Münster) einige weitere Parameter zusammen,…

Keratokonuserkennung mittels OCT

Neuartiger Entscheidungsbaum zur Analyse von Parametern Basierend auf früheren Studien wurde ein neuartiger zweistufiger Entscheidungsbaum zur Erkennung manifester und subklinischer Keratokonus-Augen in der optischen Kohärenztomographie (OCT) entwickelt. Überschritt im ersten Schritt mindestens einer der vier unabhängigen Parameter die statistisch ermittelten Grenzwerte, galt das Auge verdächtig auf Keratokonus. Wenn im zweiten Schritt die Epithelkarte eine konzentrische…

Refraktive Behandlungsoptionen bei Keratokonus

Lange Zeit galt bereits der Verdacht auf einen Keratokonus als absolute Kontraindikation für refraktive Eingriffe. Dies hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Mit dem Aufkommen neuer Behandlungsmethoden können auch bestimmte Gruppen von Keratokonuspatienten behandelt werden. Vor dem Hintergrund der organischen Erkrankung unterscheidet sich das therapeutische Ziel einer Laser- beziehungsweise refraktiven Korrektur beim Keratokonus von…

Entwicklung eines neuartigen LIRIC-Systems

Erste Studienergebnisse und Aufbau eines Forschungsprojekts  Derzeitige Verfahren der refraktiven Chirurgie sind invasiv. Sie verändern die Brechkraft der Hornhaut, indem diese abgetragen wird, was zu unerwünschten Nebenwirkungen führt. Auch sind diese Verfahren nicht für alle Patienten geeignet. Die Entwicklung eines neuen Systems für refraktive Laserchirurgie könnte hier Abhilfe schaffen. Mit LIRIC (Laser-Induced Refractive Index Change)…

Was wir sehen dürfen

Dem, was wir sehen, sagte Platon, ist nicht zu trauen. Dem Gesehenen ist sehr wohl zu trauen, sagte Berkeley, denn hinter dem, was wir sehen, ist schlichtweg nichts. Immanuel Kant fand den Kompromiss, und die Erkenntnisse der Atomphysik geben ihm heute womöglich recht. Nach der Darstellung der Philosophie des Sehens bei Berkeley sowie bei Platon…

Zur ältesten Geschichte der Augenheilkunde

Serie zur Sammlung Roth (Folge 139) Die frühe Geschichte der Augenheilkunde liegt im Dunkeln. Nur wenig ist uns aus der Zeit der ältesten Kulturen bekannt, erst mit dem Beginn schriftlicher Aufzeichnungen werden uns auch Texte mit medizinischem Inhalt überliefert. So werden bereits im ersten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung Krankheitsbilder auf Tontäfelchen oder Papyri beschrieben. Seitens…

Die Dermatoskopie – ein Tool zum Erkennen von Lidtumoren

Von der Ophthalmologie vergleichsweise wenig beachtet hat sich im letzten Viertel des vorigen Jahrhunderts in der Dermatologie mit der Dermatoskopie ein Wandel in der Diagnostik, ein „Quantensprung“, vollzogen, in seiner Bedeutung für die Dermatologie vergleichbar mit dem der optischen Kohärenztomographie für die Ophthalmologie. Dr. Udo Hennighausen (Hamburg) blickt über den Tellerrand und stellt die für die Augenheilkunde…