Autor: Ulrike Lüdkte

Köln: Neue Universitätsprofessur für Ophthalmologische Onkologie

Das Zentrum für Augenheilkunde an der Universität zu Köln (Geschäftsführender Direktor: Univ.-Prof. Dr. C. Cursiefen) hat eine neue W2-Professur für Ophthalmologische Onkologie eingerichtet. Diese Strukturmaßnahme wird Patientenversorgung, Lehre und Forschung im Bereich von Tumorerkrankungen des Auges stärken, teilt die Univ.-Augenklinik mit. In enger Zusammenarbeit mit dem Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) Köln-Bonn sollen Patienten mit Tumoren von Lidern, Tränenwegen, Orbita und Bindehaut, aber auch des Augeninneren auf modernstem, interdisziplinärem Niveau versorgt werden.

Neue Gendefekte bei erblicher Netzhautdegeneration entdeckt

Menschen mit angeborenen Störungen der Photorezeptoren des Auges erblinden häufig bereits im Kindesalter. Die Identifizierung der verantwortlichen Gene kann neue Behandlungsperspektiven eröffnen. Das zeigen jetzt die Ergebnisse aktueller Forschungsarbeiten, die von der Stiftung Auge unterstützt wurden. Die Forscher untersuchten unter anderem Patienten mit Verdacht auf das Usher-Syndrom, einer Kombination aus Seh- und Hörstörung. Der identifizierte Gendefekt ergab jedoch, dass es sich um ein neues, klinisch ähnliches Syndrom handelt – bei dem eine einfache Diät vermutlich helfen könne, teilt die Stiftung Auge mit.

Sehsinn: exakt choreographierte, ultraschnelle Molekülbewegungen

Die Aufnahme von Licht durch Rhodopsin in der Netzhaut, ist die Grundlage unseres Sehsinns. Neue Experimente von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) und der University of Toronto haben gezeigt, dass der erste photochemische Schritt dieses Prozesses an der fundamentalen molekularen Geschwindigkeitsgrenze abläuft. Die Ergebnisse wurden online in der Fachzeitschrift Nature Chemistry vorgestellt.

Smart Eye Data – Ophthalmologie 4.0?

Neue Erkenntnisse durch Verknüpfung von klinisch verfügbaren Daten
Das Projekt Smart Eye Data im Arbeitsbereich „IT in der Augenheilkunde“ an der Augenklinik der LMU München baut aktuell eine Forschungsdatenbank auf, die zum einen die klinischen Daten der Patienten wie Visus, Augeninnendruck etc. aus dem klinikeigenen Augenärztlichen Klinikinformationssystem (AUKIS) enthält und zum anderen Messdaten aus bildgebenden diagnostischen Geräten wie dem OCT umfasst. Durch eine ausgewählte Verknüpfung der Daten sollen Analysen zur Qualitätskontrolle stattfinden und das enthaltene Wissen zur Unterstützung im klinischen Alltag genutzt werden. Dr. Karsten Kortüm vom Smart Eye Data-Team der Augenklinik der Universität München stellt das Projekt vor und problematisiert die Verfügbarkeit von Daten sowie datenschutzrechtliche Aspekte.

Fallbericht: Photorezeptorschaden durch LED-Licht

Durch LED-Licht verursachte Photorezeptorschäden können sich mit Symptomen ähnlich denen von Patienten mit Retrobulbärneuritis (Visusabfall und Rotentsättigung) präsentieren. Dr. Kai Fender, Elisabeth Hartwig, Dr. Ulrich Hupfer und Dr. Thomas Knut Köhler berichten über eine 34-jährige Patientin, die am Heinrich-Braun-Klinikum Zwickau mit Verschwommensehen sowie einem Visusabfall am linken Auge vorstellig wurde.

Die Laterna magica

Serie zur Sammlung Roth
Die Welt zu sehen und das Geschehen für spätere Generationen im Bild festzuhalten war bereits in der Urgeschichte der Menschheit ein eigenes Thema. Schon in den steinzeitlichen Höhlen finden die Archäologen Abbildungen der damaligen Welt. Eine Weitergabe der Darstellungen, ihre Speicherung auf einem Medium oder gar die Wiedergabe an anderer Stelle waren unmöglich. Dies änderte sich erst mit der Erfindung der Camera obscura, deren optische Eigenschaften im Rahmen früher Experimente zur Ausbreitung und Brechung von Licht in arabischen Kreisen entdeckt wurde. Sie bestand aus einem geschlossenen Kasten, an dessen Frontseite sich im Zentrum ein kleines Loch befand. An der rückseitigen Innenwand erschien dann die Außenwelt, wie sie vor dem Kasten existierte, nur seitenverkehrt und auf dem Kopf stehend. Das Bild tauchte zwar nun als Kopie an einer anderen Stelle auf. Aber es war weder transportfähig, noch gelang es, dies zu vervielfältigen.
Von Dr. Hans-Walter Roth (Ulm).

BVA-Delegiertenversammlung 2015

Auf der Tagesordnung der diesjährigen BVA-Delegiertenversammlung Anfang November in Berlin stand unter anderem die Wahl des Vorstandes, der für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt wurde. Berufspolitisch diskutiert wurde die Bedeutung der evidenzbasierten Medizin, die ambulante fachärztliche Spezialversorgung und der fachärztliche Notdienst. Von Katica Djakovic´.

2. Internationales Retina Council tagte in Münster

Zum 2. Internationalen Retina Council, das in diesem Jahr zugleich an das 90-jährige Bestehen der Universitäts-Augenklinik Münster erinnerte, hatten Prof. Nicole Eter als Direktorin und Priv.-Doz. Dr. Christoph R. Clemens als Oberarzt der Augenklinik nach Münster eingeladen. Insgesamt 207 Teilnehmer fanden sich Anfang September zum fachlichen Austausch in den Räumen der Bezirksregierung Münster ein. Dr. Udo Hennighausen (Hamburg) berichtet über die Tagung, in der ein Bogen von der Geschichte der Augenheilkunde in Münster bis zu den aktuellen Themen des Faches gespannt wurde.

Steuerliche Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen

Geänderte Höchstbeträge und Abzugsquote seit Jahresbeginn
So genannte Vorsorgeaufwendungen sollen gegen allgemeine Lebensrisiken wie Krankheit, Alter und Invalidität absichern und werden seit 2005 in Altersvorsorge- und sonstige Aufwendungen unterteilt. Dipl.-Volkswirt Dr. Hans L. Dornbusch (St. Augustin) erläutert die Voraussetzungen für die steuerliche Abzugsfähigkeit von Vorsorgeaufwendungen.