Autor: Katica Djakovic

Hydrophobe Acryl- versus Silikon-IOL

Studie zum Materialeffekt auf die Nachstarbildung
In einer Studie an der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie in Wien wurde der Materialeffekt von hydrophobem Acryl beziehungsweise Silikon bei dreistückigen Kunstlinsen auf die Nachstarbildung verglichen. Dr. Sabine Schriefl, Prof. Dr. Christina Leydolt, Prof. Dr. Eva Stifter und Prof. Dr. Rupert Menapace (Wien) stellen die Zweijahresergebnisse vor.

Mobilitätsverbesserung mit einem Blindenführhund

Es besteht ein großer Bedarf an Hilfsmitteln, die eine geeignete Mobilitätsversorgung blinder Menschen gewährleisten. Zu den Hilfsmitteln im Sinne des Sozialgesetzbuches gehören auch Blindenführhunde. Die Entwicklung des Blindenführhundewesens bis hin zu Aspekten aktueller Verordnungsmöglichkeit wurde im Rahmen des DOG-Kongresses 2014 mit einem wissenschaftlichen Poster vorgestellt und diskutiert. Dr. Sibylle Scholtz (Heidelberg) und Andreas Schmelt (Hamburg) stellen die Arbeit vor.

Serie Auge und Sehen: Chinesische Brillendose

Serie zur Sammlung Roth
Brillen waren einst wertvoll. Nur wenige Fehl- oder Alterssichtige konnten sich diese teure Importware aus Murano leisten. Wo auch immer sie als Lesehilfe Verwendung fanden, es galt, sie mit Sorgfalt zu behandeln und aufzubewahren. Dazu gab es sicherlich schon Etuis, Behälter oder Dosen. Es fällt auf, dass in frühen Abbildungen von Brillen immer nur die Sehhilfe, nicht aber ihr Aufbewahrungsbehälter dargestellt wird. So bleibt es für den Historiker offen, wo und wie im ausgehenden Mittelalter das unersetzliche Stück sicher verwahrt wurde. Dass man die wertvollen Gläser durchaus zu schützen wusste, zeigt dieser fernöstliche Brillenbehälter aus Holz. Er stammt aus China und kann ins späte 17. Jahrhundert datiert werden.

Adaptive Optiken

Ophthalmologische Bildgebung und Funktionsdiagnostik
Adaptive Optiken werden insbesondere in der Scanning Laser Ophthalmoskopie (AO-SLO) eingesetzt, da die Kopplung eines gerasterten Lichtpunktes mit einem konfokalen optischen Aufbau wesentliche Vorteile für die Bildgebung darstellt. Neben der reinen Bildgebung eignet sich das AO-SLO zudem als technologische Plattform, um die Voraussetzungen für eine zellgenaue, funktionelle Untersuchung der Netzhaut in vivo bereitzustellen. Dr. Wolf M. Harmening (Bonn) erläutert den Einsatz adaptiver Optiken, der neue Perspektiven für punktgenaue Struktur-Funktions-Analysen der Netzhaut bietet.

20. Berliner Immunologie Seminar (BIS)

Chronisch-entzündliche Augenerkrankungen
Unter dem diesjährigen Leitthema „Chronisch-entzündliche Augenerkrankungen: eine interdisziplinäre Herausforderung“ fand zum 20. Mal das Berliner Immunologie Seminar (BIS) statt. Neben grundlegenden Erkenntnissen über chronisch (rezidivierende) immunvermittelte Reaktionen, wurden unter anderem aktuelle Behandlungskonzepte vorgestellt, die neben der medikamentösen Therapie auch begleitende Maßnahmen einschließen. Dr. Anne Rübsam und Prof. Dr. Uwe Pleyer, FEBO, (Berlin) fassen die Inhalte der Jubiläumstagung zusammen.

Anti-VEGF bei AMD: Behandlung von Non-Respondern

Die neovaskuläre AMD wird in den letzten Jahren sehr erfolgreich mit verschiedenen Anti-VEGF-Therapeutika behandelt, wodurch sich die funktionelle Prognose für diese Patientengruppe entscheidend verbessert hat. Untergruppen der feuchten Makuladegeneration haben jedoch unverändert eine schlechte Prognose. Prof. Dr. Gisbert Richard (Hamburg) erläutert das therapeutische Vorgehen bei AMD-Patienten, die auf eine Anti-VEGF-Injektionstherapie nicht reagieren.

Fallbericht: Psychogen überlagerter Willkürnystagmus

Beim Willkürnystagmus kommt es zu willkürlich auslösbaren Serien konjugierter, meist horizontaler Sakkaden ohne intersakkadisches Intervall. Dr. Andreas Menges, Dipl. Med.-Päd. Elisabeth Brunner, Dipl. Phys. Rico Großjohann und Prof. Dr. Stefan Clemens (Greifswald) stellen den Fall eines 14-jährigen Mädchens vor, das in der neuroophthalmologischen Spezialsprechstunde der Universitäts-Augenklinik Greifswald über seit etwa sechs Monate bestehende Kopfschmerzen und intermittierende Doppelbilder klagte.

Kontrastsensitivität pseudophaker Augen

Datenregister zur Abbildungsqualität verschiedener IOL-Modelle
Die Kontrastsensitivität von Patienten nach einer Kataraktoperation kann je nach IOL-Modell sehr variieren. Um die Abbildungsqualität verschiedener Linsenmodelle beurteilen zu können, wurde an der Universitäts-Augenklinik Heidelberg ein Datenregister aufgebaut. Dafür wurden im Zeitraum von Oktober 2011 bis Juli 2013 im Rahmen von Kataraktoperationen und refraktivem Linsenaustausch verschiedene IOL-Modelle mit Hilfe des Functional Vision Analyzers untersucht und ausgewertet. Dipl.-Ing. (FH) Anna Fitting, Dr. Ramin Khoramnia, Mary S. A. Attia, Prof. Dr. Mike P. Holzer und Prof. Dr. Gerd U. Auffarth (Heidelberg) erläutern die Messmethode und stellen die Ergebnisse vor.

Serie Auge und Sehen: Der Augenarzt in der Musik

Serie zur Sammlung Roth
In zahllosen Liedern und Arien besingt man die Liebe, musikalische Variationen über Herz und Schmerz sind meist mit eingeschlossen. Sehr viel seltener wird das Auge zum Motiv für eine Komposition und noch seltener ist es dann der Augenarzt, der sich in der Partitur wiederfindet. Warum sollte ihm die Musik auch nur eine Note widmen? Allerdings findet sich der Augenarzt und sein Berufsbild erst ab der Mitte des 19. Jahrhunderts als eigenes Fach, grenzte sich doch die Ophthalmologie erst um 1850 mit der Erfindung des Augenspiegels von den anderen Fachgebieten ab. Bis zum Ende des Biedermeiers kennt man also den Ophthalmologen noch nicht. Umso erstaunlicher ist es, dass da bereits 1811 in Wien ein bemerkenswertes Singspiel in Form einer Oper aufgeführt wird, sie nennt sich „Der Augenarzt“.

Augensymptome bei Ebola

Kaum ein Krankheitsbild der letzten Wochen hat die Medizin so aufgerüttelt wie das der Ebola. Eine Viruserkrankung, über Jahre in einigen Gebieten Afrikas endemisch, entwickelt sich innerhalb kürzester Zeit zu einem weltweiten Problem. Dr. Hans-Walter Roth (Ulm) erläutert die Augensymptomatik bei einer Ebola-Infektion.