Autor: Katica Djakovic

Eplerenon bei Chorioretinopathia ­centralis serosa

Fallserie überprüft vielversprechenden neuen Therapieansatz
Die Chorioretinopathia centralis serosa (CCS) ist eine wiederkehrende zentrale Retinitis mit umschriebener seröser Netzhautabhebung im Bereich des hinteren Pols. Während die Erkrankung in den meisten Fällen selbstlimitierend und blande verläuft, stellen chronische und rezidivierende Verläufe ein Risiko für einen irreversiblen Sehschärfeverlust durch Narben und choroidale Neovaskularisationen dar. Da bisherige Behandlungsansätze keine überzeugenden Ergebnisse erbringen konnten, stellt die Behandlung mit Eplerenon einen vielversprechenden neuen Therapieansatz dar. ­Dr. Burkhard von Jagow, FEBO, (Berlin) diskutiert die Ergebnisse einer Fallserie, in der acht Patienten mit Chorioretinopathia centralis serosa off label mit Eplerenon behandelt wurden.

Fallbericht: Komplizierte refraktive ­Hornhautchirurgie

Die refraktive Hornhautchirurgie mittels Excimer- und Femtosekundenlaser zur Behandlung von Refraktionsfehlern gehört zur Routine in refraktiven Augenzentren. Oft stellen sich aber auch Patienten mit komplexen Fragestellungen vor, die ein besonderes Therapieregime benötigen. Dr. Laszlo Kiraly (Leipzig) erörtert anhand von zwei Fallbeispielen komplizierte refraktive Hornhautchirurgie in vermeintlich aussichtslosen Fällen.

Serie Auge und Sehen: Die Sehhilfe in der Illustration

Serie zur Sammlung Roth
Die Zeiten, in denen nur der betuchte Ratsherr, Theologe oder Kaufmann sich eine Brille leisten konnten, reichen bis hin zum Beginn der französischen Revolution, nur selten aber finden sich auf ihren Portraits die korrigierenden Gläser. Das Brillentragen geschah noch nicht öffentlich. Erst mit dem Niedergang des Adels und dem Aufstieg des Bürgertums im Biedermeier wird die Brille zum Allgemeingut für jedermann, letztendlich sogar auch für die Frau. Sehhilfen, wie auch immer sie gestaltet waren, galten dabei in weiblicher Hand anfangs mehr als ein Modeaccessoire denn als ein optisches Hilfsmittel. Sie finden jetzt ihren Eingang in die Welt der Mode und damit auch in die einschlägigen Modejournale. In Gestalt der Lorgnette beginnt die Sehhilfe die Gesichter der feinen Damen in den Illustrierten und Magazinen von damals zu schmücken.

29. Kongress der DGII in Karlsruhe

Zum ersten Mal in der Fächerstadt Karlsruhe, trafen sich vom 26. bis 28. Februar über 500 Teilnehmer zum Kongress der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII). Tagungspräsident der Fortbildung war Prof. Dr. Albert J. Augustin, der Direktor der Augenklinik im Städtischen Klinikum Karlsruhe. Dr. Sandor Blümle (Graben-Neudorf) berichtet über den diesjährigen DGII-Kongress.

Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuerpauschalierung

Neue Grenzwerte für west- und ostdeutsche Augenarztpraxen
Alljährlich werden von der Bundesregierung die Beitragsbemessungsgrenzen und die Beitragssätze in der Sozialversicherung angepasst. Auch bei der Lohnsteuerpauschalierung für Teilzeitbeschäftigte sind bestimmte Grenzwerte beim Arbeitslohn zu beachten. Dipl.-Volkswirt Dr. Hans L. Dornbusch (St. Augustin) erläutert im Folgenden, wie hoch die Abgabelasten im Jahre 2015 ausfallen.

AAD 2015 tagt ab heute in Düsseldorf

Unter dem diesjährigen Hauptthema „Chirurgische Behandlung von Augenerkrankungen (Indikation – Operation – Nachsorge)“ lädt die Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD) vom 17. bis 21. März nach Düsseldorf ins CCD ein. Neben dem breiten Spektrum an Veranstaltungen zu wissenschaftlichen und praxisrelevanten Fachthemen werden unter anderem auch eine Fortbildung für Ärztliches Assistenzpersonal, ein Fortbildungscurriculum zur Augenheilkundlich technischen Assistenz (ATA) sowie zahlreiche Ausstellersymposien angeboten. Einen besonderen Schwerpunkt im Programm stellt das Berufspolitische Seminar dar, zu dem am Freitagabend als diesjähriger Gastredner der ehemalige KBV-Vorsitzende Dr. Andreas Köhler seine Einschätzung zur Zukunft der augenärztlichen Versorgung erörtern wird.

Fallbericht: Karzinomassoziierte Retinopathie

Die Karzinomassoziierte Retinopathie ist eine seltene Variante des paraneoplastischen Syndroms. Dr. Patrick Straßburger (Chemnitz) berichtet über einen 71-jährigen Patienten, der bei der Vorstellung eine subjektive Sehverschlechterung im Sinne von Gesichtsfeldeinschränkung am linken Auge beklagte, die einige Tage zuvor eingesetzt hatte. Ausgedünnte Arteriolen und multiple Mikroembolien legten den Verdacht eines vaskulären Geschehens nahe. Nach stationärer Aufnahme erfolgte trotz Hochdosis-Steroidtherapie eine deutliche Progression der Gesichtsfelddefekte und es zeigte sich ein deutlich ausgedünntes arterielles Gefäßbild. Erst in einer Dünnschicht-Thorax-CT-Aufnahme zeigte sich ein suspekter Befund im Lungenoberlappen. 

Serie Auge und Sehen: Die Spaltlampe

Serie zur Sammlung Roth
Ein erkranktes oder verletztes Auge zu untersuchen, einen Fremdkörper im Auge aufzuspüren oder einen grauen Star auszuschließen, das gelang in der Zeit vor der Herstellung der ersten Vergrößerungsgläser kaum. Man war auf gutes Glück angewiesen, um zum Beispiel einen Splitter auf der Hornhaut oder Bindehaut zu entdecken oder gar zu entfernen. Allein der kurzsichtige Untersucher war hier im Vorteil, nur er konnte selbst im hohen Alter das Auge seines Patienten ohne Sehhilfe aus nächster Nähe betrachten. Erst die Konstruktion eines brauchbaren Augenmikroskops durch den Schweden Gullstrand brachte Anfang des 20. Jahrhunderts den Durchbruch in der Diagnostik der vorderen Augenabschnitte.

Interview mit BVA-Vorsitzendem Prof. Bernd Bertram zur AAD 2015

„Aktiv bleiben – für dauerhafte Lösungen“ 
Im Frühjahr lädt traditionell der gemeinsame Fortbildungskongress von BVA und DOG zur Tagung nach Düsseldorf ins CCD ein. Neben dem breiten Spektrum an Veranstaltungen zu wissenschaftlichen und praxisrelevanten Fachthemen stellt das Berufspolitische Seminar des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands einen besonderen Schwerpunkt im Programm der Augenärztlichen Akademie Deutschlands (AAD) dar. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem Vorsitzenden Prof. Bernd Bertram über die Tagung sowie aktuelle berufspolitische Aspekte des Faches.

Urteil: Abrechenbarkeit des Femtolasers bei Katarakt-OP

Nach einer mit dem Femtosekundenlaser durchgeführten Kataraktoperation verweigerte der private Kostenträger die Erstattung der Kosten im gesamten Umfang und machte eine Minderung geltend, da die medizinische Notwendigkeit zum Einsatz eines Femtosekundenlasers nicht gegeben und damit eine zusätzliche Abrechnung analog Ziffer 5855 nicht zulässig sei. Das Gericht folgte der Argumentation des Sachverständigen und bestätigte mit seiner Entscheidung die Notwendigkeit und Abrechenbarkeit des eingesetzten Femtosekundenlasers. RA Michael Zach (Mönchengladbach) stellt den Fall und dieses erste Urteil zur Abrechenbarkeit des Femtolasers dar.