Autor: Katica Djakovic

Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuerpauschalierung

Neue Grenzwerte für west- und ostdeutsche Augenarztpraxen
Alljährlich werden von der Bundesregierung die Beitragsbemessungsgrenzen und die Beitragssätze in der Sozialversicherung angepasst. Auch bei der Lohnsteuerpauschalierung für Teilzeitbeschäftigte sind bestimmte Grenzwerte beim Arbeitslohn zu beachten. Dipl.-Volkswirt Dr. Hans L. Dornbusch (St. Augustin) erläutert im Folgenden, wie hoch die Abgabelasten im Jahre 2015 ausfallen.

Sicca-Therapie jenseits der ­Hyaluronsäure

Die Anwendung der Hyaluronsäure gilt heute als Standardtherapie der verschiedenen Formen der Benetzungsstörung der Augenoberfläche (hyposekretorisch und hyperevaporativ). Im klinischen Alltag jedoch gibt es eine große Anzahl von Patienten, die mit Hyaluronsäure-Präparaten nicht ausreichend therapiert werden können. Daraus ergab sich der Wunsch nach besser benetzenden Produkten. Auch erkannte man, dass bloße Tränensubstitution angesichts komplexer immunologischer Interaktionen im Tränenfilm nicht ausreichen kann. Bereits heute stehen mehrere innovative Substanzklassen zur Verfügung. Dr. Thomas Kaercher (Heidelberg) stellt exemplarisch vier Produkte vor, deren Wirkmechanismen sich wesentlich von der Hyaluronsäure unterscheiden und die bessere klinische Ergebnisse aufweisen.

Molekularbiologische ­Pathomechanismen der MGD

Expressionsveränderungen von Genen bei der Meibomdrüsendysfunktion
Die Meibomdrüsendysfunktion (meibomian gland dysfunction, MGD) ist als chronische, diffuse Störung der Meibomdrüsen definiert, die gewöhnlich durch eine Obstruktion des terminalen Ausführungsgangs und/oder durch qualitative oder quantitative Veränderungen des Meibomdrüsensekrets gekennzeichnet ist. Dies führt zu Störungen des Tränenfilms, Symptomen okulärer Reizungen, klinisch nachweisbaren Entzündungsprozessen und Erkrankungen der Augenoberfläche. Trotz der Kenntnisse über die möglichen pathophysiologischen Zusammenhänge einer MGD und des daraus resultierenden Trockenen Auges sind die molekularbiologischen Hintergründe bislang ungeklärt. M. Sc. Antje Schröder (Erlangen) stellt Erklärungsansätze dar.

KL und Tränenfilm – ein therapeutisches Update

Ein intakter Tränenfilm ist nach wie vor die Grundbedingung für ein komplikationsfreies Kontaktlinsentragen. Sowohl die Quantität als auch die Qualität der Tränenflüssigkeit entscheiden über die Verträglichkeit einer Linse. Jedweder Mangel von Wasser, Schleim oder Inhaltstoffen der Tränen beeinträchtigt den Tragekomfort, jede extern oder intern bedingte Störung der Tränenkonvektion führt zum Risiko einer Schädigung der vorderen Augenabschnitte beim Kontaktlinsentragen. Dr. Hans-Walter Roth und Dr. Alice Nietgen (Ulm) geben ein Update zum Thema Kontaktlinsen und Tränenfilm und erläutern Behandlungsmöglichkeiten beim Tränenmangel.

177. RWA-Versammlung in Dortmund

„Augenheilkunde – Quo vadis 2025?“
Zu seiner diesjährigen Jahresversammlung lud Ende Januar der Verein Rheinisch-Westfälischer Augenärzte (RWA) in die größte Stadt des Ruhrgebiets nach Dortmund ein. Ganz im Zeichen des Strukturwandels, den das Ruhrgebiet in den letzten Jahren vollziehen musste, stellte sich die größte regionale ophthalmologische Vereinigung in seiner Hauptsitzung den strukturellen Herausforderungen der Augenheilkunde. In einer hochkarätig besetzten berufspolitischen Sitzung wurde unter dem Thema „Augenheilkunde – Quo vadis 2025?“ die zukünftige Rolle der akademischen wie auch stationären Medizin als auch die wohnortnahe augenärztliche Grundversorgung diskutiert. Von Katica Djakovic.

AAD 2015 tagt ab heute in Düsseldorf

Unter dem diesjährigen Hauptthema „Chirurgische Behandlung von Augenerkrankungen (Indikation – Operation – Nachsorge)“ lädt die Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD) vom 17. bis 21. März nach Düsseldorf ins CCD ein. Neben dem breiten Spektrum an Veranstaltungen zu wissenschaftlichen und praxisrelevanten Fachthemen werden unter anderem auch eine Fortbildung für Ärztliches Assistenzpersonal, ein Fortbildungscurriculum zur Augenheilkundlich technischen Assistenz (ATA) sowie zahlreiche Ausstellersymposien angeboten. Einen besonderen Schwerpunkt im Programm stellt das Berufspolitische Seminar dar, zu dem am Freitagabend als diesjähriger Gastredner der ehemalige KBV-Vorsitzende Dr. Andreas Köhler seine Einschätzung zur Zukunft der augenärztlichen Versorgung erörtern wird.

Interview mit BVA-Vorsitzendem Prof. Bernd Bertram zur AAD 2015

„Aktiv bleiben – für dauerhafte Lösungen“ 
Im Frühjahr lädt traditionell der gemeinsame Fortbildungskongress von BVA und DOG zur Tagung nach Düsseldorf ins CCD ein. Neben dem breiten Spektrum an Veranstaltungen zu wissenschaftlichen und praxisrelevanten Fachthemen stellt das Berufspolitische Seminar des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands einen besonderen Schwerpunkt im Programm der Augenärztlichen Akademie Deutschlands (AAD) dar. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem Vorsitzenden Prof. Bernd Bertram über die Tagung sowie aktuelle berufspolitische Aspekte des Faches.

Urteil: Abrechenbarkeit des Femtolasers bei Katarakt-OP

Nach einer mit dem Femtosekundenlaser durchgeführten Kataraktoperation verweigerte der private Kostenträger die Erstattung der Kosten im gesamten Umfang und machte eine Minderung geltend, da die medizinische Notwendigkeit zum Einsatz eines Femtosekundenlasers nicht gegeben und damit eine zusätzliche Abrechnung analog Ziffer 5855 nicht zulässig sei. Das Gericht folgte der Argumentation des Sachverständigen und bestätigte mit seiner Entscheidung die Notwendigkeit und Abrechenbarkeit des eingesetzten Femtosekundenlasers. RA Michael Zach (Mönchengladbach) stellt den Fall und dieses erste Urteil zur Abrechenbarkeit des Femtolasers dar.

87. Versammlung des Vereins Rhein-Mainischer Augenärzte

Unter der Leitung von Prof. Thomas Kohnen, Direktor der Augenklinik des Universitätsklinikums Frankfurt/Main, tagte die 87. Versammlung des Vereins Rhein-Mainischer Augenärzte im Hörsaalzentrum des Campus Westend der Goethe-Universität in der alten hessischen Handelsstadt am Main. Die traditionell eintägige wissenschaftliche Tagung, die auch ein Programm für Assistenzpersonal umfasste, stand unter dem Leitthema „Vielfalt der Augenheilkunde“. Ein Nachbericht von Dr. Udo Hennighausen (Heide).

Tocilizumab bei schwerer anteriorer Uveitis und juveniler Arthritis

Zum Einsatz eines neueren Biologikums anhand einer Falldarstellung
Bis zu 40 Prozent der Patienten mit juveniler idiopathischer Arthritis entwickeln eine Uveitis. Biologika, insbesondere die TNF-alpha-Inhibitoren, haben die Therapie dieser oftmals sehr schwer betroffenen Patienten revolutioniert. Anhand eines Fallberichtes zeigen Dr. Thomas Lutz, Alexandra Knoll, Dr. Jürgen Grulich-Henn und Priv.-Doz. Dr. Friederike Mackensen, FEBO,  exemplarisch auf, wie die Therapie einer Patientin über die Jahre eskaliert wurde und letztlich erst mit einem neueren Biologikum, dem Il-6-Inhibitor Tocilizumab, kontrolliert werden konnte.