Autor: Katica Djakovic

Steuerlich abzugsfähige ­Bewirtungskosten

Betrieblich veranlasste Kosten zur Bewirtung von Personen, die nicht in der Praxis des Augenarztes mitarbeiten, sind oft Gegenstand von Auseinandersetzungen mit dem Finanzamt. Bei betrieblicher Veranlassung gehören sie zu den steuerlich abzugsfähigen Praxisausgaben. Wenn eine private Mitveranlassung nicht ausgeschlossen werden kann, sind die Aufwendungen allerdings nicht abziehbar. ipl.-Volkswirt Dr. Hans L. Dornbusch (St. Augustin) erläutert die Voraussetzungen für die Absetzbarkeit von Bewirtungskosten.

Eröffnung der Kapselphimose mittels Femtosekundenlaser

Eine im Rahmen einer Kataraktoperation entstandene Kapselphimose ist meist mit einer erheblichen Schrumpfung des Kapselsackes verbunden und kann zur Dislokation der IOL innerhalb des Kapselsackes führen. Bisherige Therapiemöglichkeiten beispielsweise durch radiäre Entlastungsschnitte in die Vorderkapsel mittels Nd:YAG-Laser können dazu führen, dass die Rhexis unkontrolliert einreißt und die IOL nicht mehr sicher stabilisiert. Dr. Georg Gerten (Köln) stellt ein neues Vorgehen dar, Kapselphimosen mit dem Femtosekundenlaser zu therapieren.

Femtosekundenlaserassistierte ­Kataraktchirurgie

Effizienz und Ergebnisqualität verschiedener Schnittstrategien
Die wichtigsten Aufgaben des Femtosekundenlasers in der Kataraktchirurgie sind die Anfertigung einer möglichst perfekten Kapsulotomie sowie die Vorfragmentierung des Linsenkerns. Im Rahmen einer Untersuchung wurden Effizienz und Ergebnisqualität verschiedener Schnittstrategien bei femtosekundenlaserassistierter Kataraktchirurgie verglichen. Überprüft wurden dabei typische Komplikationen (Einriss von Vorder- und/oder Hinterkapsel) sowie die Hornhautquellung am ersten postoperativen Tag und der Endothelzellverlust nach vier Wochen. Dr. Peter Hoffmann und Melanie Abraham (Castrop-Rauxel) stellen die Ergebnisse vor

SMILE in der refraktiven Laserchirurgie

Erfahrungen mit dem minimalinvasiven Verfahren zur refraktiven Hornhautkorrektur
Die Small Incision Lenticule Extraction (SMILE) ist inzwischen standardisiert und von der KRC als wissenschaftliches Verfahren zur Korrektur von Myopien zwischen –3 und –8 dpt anerkannt. Im Augencentrum Köln werden SMILE-Operationen seit Ende 2010 zur Korrektur von Myopie und myopem Astigmatismus durchgeführt. Dr. Bertram Meyer (Köln) fasst die aus über 1.500 Eingriffen gewonnenen Erfahrungen zusammen.

Berufliche Wiedereingliederung von Menschen mit Sehschädigung

Ein Großteil der hochgradig Sehbehinderten und Blinden in Deutschland hat die Sehschädigung erst infolge progredienter Augenerkrankungen – und somit nach beruflicher Erstausbildung – entwickelt. Die Inanspruchnahme beruflicher Rehabilitationsleistungen ist trotz spezieller Angebote für blinde und sehbehinderte Menschen unzureichend, was darauf zurückgeführt wird, dass es zu wenig rechtzeitige Aufklärung durch die behandelnden Augenärzte und Beratungsstellen gibt. Dr. Nadja Högner und Sophia Wenk (Berlin) stellen die Ergebnisse ihrer Studie am Institut für Rehabilitationswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin über die Bedeutung von Umschulungsmaßnahmen zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt dar.

Kanaloplastik mit suprachoroidaler Drainage

Modifizierte OP-Technik zur effektiveren Drucksenkung
Da die herkömmliche Kanaloplastik den uveoskleralen Abflussweg vernachlässigt und nur den Weg über den Schlemm‘schen Kanal und das Trabekelmaschenwerk nutzt, könnte hier noch ungenutztes drucksenkendes Potential liegen. An der Augenklinik Sulzbach wurde eine modifizierte Variante entwickelt, wonach zusätzlich zur herkömmlichen Kanaloplastik eine suprachoroidale Drainage angelegt wird. Hierdurch kann ein zusätzlicher Abfluss des Kammerwassers in den suprachoroidalen Raum zur Optimierung der Drucksenkung beitragen. Dr. Anna-Maria Seuthe, Ciprian Ivanescu und Prof. Peter Szurman (Sulzbach) beschreiben die modifizierte OP-Technik.

Fallbericht: Lamelläre Keratoplastik bei kongenitalem Glaukom?

Das primär kongenitale Glaukom manifestiert sich überwiegend innerhalb des ersten Lebensjahres als bilaterale Erkrankung in 70 Prozent der Fälle. Infolge unphysiologisch erhöhter Augeninnendruckwerte kommt es in den ersten drei Lebensjahren sowohl zu einer Vergrößerung des Auges als auch des Hornhautdurchmessers (Buphthalmus). Jolanta Prikule, Sabine Seddig und Prof. Markus Kohlhaas (Dortmund) erörtern den Fall eines 37-jährigen Patienten mit primär kongenitalem Glaukom, der mit der Fragestellung nach einer perforierenden Keratoplastik zur Visusverbesserung bei Haab‘schen Leisten des linken Auges vorstellig wurde.

Serie Auge und Sehen: Die Brille des Soldaten

Serie zur Sammlung Roth
Gutes Sehen war zu allen Zeiten Grundbedingung für Lebensqualität, es war eine Lebensversicherung. Dies galt in ganz besonderem Maße für den Soldaten. Ein Weitsichtiger war ohne Brille vielleicht gerade noch als Bogenschütze tauglich, dem Kurzsichtigen blieb bestenfalls der Nahkampf. Schon in den Heeren der Antike versuchte man daher, den Sehbehinderten vom Kriegsdienst auszuschließen, war doch ein Kurzsichtiger ohne Sehhilfe so gut wie blind und gefährdete sich und womöglich die eigenen Reihen auf dem Schlachtfeld. Ausnahmen gab es nur für den Ruderer auf den Galeeren. Der war, selbst wenn hochgradig sehbehindert, für den Krieg noch brauchbar. Auch nach Erfindung der Brille im 12. Jahrhundert änderte sich daran kaum etwas. Brillen waren auf dem Schlachtfeld unbekannt, Sehhilfen für Soldaten gab es erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

(Hör-)Sehschädigung und Sicherheit im Straßenverkehr

Die Risiken und Gefahren für blinde und sehbehinderte Menschen im Straßenverkehr, insbesondere bei einer gleichzeitig vorliegenden Hörschädigung, können durch die ungenügenden und teils uneindeutigen rechtlichen Bestimmungen hinsichtlich der visuellen Anforderungen an Auto- und Fahrradfahrer sowie an sehbehinderte Fußgänger begünstigt werden. Aufgeklärt werden muss bei Sehbehinderung über Unfallgefahren und damit verbundene rechtliche Konsequenzen, über die notwendige Kennzeichnung der eigenen Behinderung sowie über Hilfsangebote und Schulungsmöglichkeiten. Dr. Nadja Högner (Berlin) erläutert anhand eigener Studienergebnisse die Bedeutung einer umfassenden Beratung der Betroffenen auch im Rahmen der augenärztlichen Untersuchung.

Serie Auge und Sehen: Das Auge auf der Briefmarke

Serie zur Sammlung Roth
Designer haben es längst erkannt, dass das Auge, wo auch immer es dargestellt ist, eine besondere Faszination auf den Betrachter ausübt. Dies gilt selbst dann, wenn es von einer Sehhilfe umrahmt wird. Das Auge ist daher in der Kunst und Kultur ein häufig verwendetes Motiv und findet sich heute auf allen möglichen gebräuchlichen Gegenständen des Alltags. Ein Betrachter, der ein Auge auf sich gerichtet sieht, fühlt sich beobachtet, der Blick kann ihn warnen oder mahnen. Diese Ausstrahlung macht sich vor allem die Werbung zunutze, um die Aufmerksamkeit des Kunden einzufangen. Das ist nicht neu. So findet sich das Auge mit und ohne Brille bereits seit dem 15. Jahrhundert auf Bildern, in Grafiken, auf Münzen, später auf Geldscheinen und wie hier abgebildet sogar auf Briefmarken.