Autor: Katica Djakovic

Wahl der richtigen Abschreibungsmethode

Mobile Wirtschaftsgüter nutzen sich ab und verlieren dabei an Wert. Im Steuerrecht wird dieser laufende Wertverlust durch „Absetzung für Abnutzung“ (AfA) berücksichtigt. Die Abschreibungen auf das Praxisvermögen des Augenarztes zählen zu den Praxisausgaben. Mit der Wahl der richtigen Abschreibungsmethode kann er den zu versteuernden Gewinn seiner Augenarztpraxis optimieren. Leider verändert der Gesetzgeber laufend die Abschreibungsregeln. So sind beispielsweise seit 2011 keine degressiven Abschreibungen auf neue Investitionen mehr möglich. Dipl.-Volkswirt Dr. Hans L. Dornbusch (St. Augustin) erläutert anhand von Beispielen, was bei der Wahl der richtigen Abschreibungsmethode zu berücksichtigen ist.

Augenärzte fordern bessere Aufklärung potenzieller Spender

Mit über 7.000 Transplantationen pro Jahr allein in Deutschland zählt die Übertragung der Augenhornhaut zu den häufigsten und erfolgreichsten Transplantationen. Fast alle Transplantationen werden in deutschen (Universitäts)augenkliniken durchgeführt und zwar mit Hornhäuten, die Verstorbene gespendet haben. Über die Hälfte der Augenkliniken organisiert das über eine eigene Hornhautbank. Obwohl fast jeder Verstorbene als Spender infrage kommt, fehlt es an Spendergewebe: Bundesweit warten mehr als 5.000 Patienten auf ein Transplantat. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) ruft dazu auf, potenzielle Organspender und Gewebespender häufiger auch auf die Möglichkeit der Hornhautspende hinzuweisen.

Kongress DOC 2017

Interview mit DOC-Präsident Dr. Armin Scharrer
Der 30. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) wird traditionell wieder nach Nürnberg einladen. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Dr. Armin Scharrer, DOC-Präsident und 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Ophthalmochirurgen e.V. (BDOC), anlässlich des Jubiläums über Aspekte der Gründungsgeschichte sowie damalige und heutige Visionen nach drei Jahrzehnten DOC-Präsidentschaft.

Kongress AAD 2017

Fortbildung im Zeichen des demografischen Wandels
Ein höheres Lebensalter und chronische, alterstypische Augenerkrankungen – keine andere Facharztgruppe erlebt so sichtbar den demografischen Wandel in Klinik und Praxis wie die Ophthalmologie. Anlass, in diesem Jahr die gemeinsame Fortbildungstagung vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) unter das Leitthema „Demografischer Wandel – Herausforderungen und Perspektiven für die Augenheilkunde“ zu stellen, so der BVA-Vorsitzender Prof. Bernd Bertram zum Auftakt der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD). Welche Auswirkungen diese strukturellen gesellschaftlichen Veränderungen für die Versorgung und die Augenheilkunde haben, begleitete als Fragestellung das fachwissenschaftliche Vortragsprogramm. Von Ulrike Lüdtke M.A.

Wege aus dem Ärztemangel

Das Personalmanagement entwickelt sich zur zentralen Managementherausforderung der Zukunft. Um als Unternehmen in der Augenheilkunde zukunftsfähig im Personalmanagement aufgestellt zu sein, gewinnen Handlungsfelder wie beispielsweise die Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder längere Erwerbsbeteiligung älterer Arbeitnehmer an Bedeutung. Dr. Thomas Haupt (Bonn-Bad Godesberg) erörtert die Gestaltungsmöglichkeiten in den genannten Bereichen und zeigt Wege zur Bewältigung des Ärztemangels in der Augenheilkunde auf.

Refraktive Chirurgie bei Keratokonus

In Vorbereitung eines refraktiv-chirurgischen Eingriffs ist es unter anderem von Relevanz, Keratokonus-Augen in frühen Stadien zu detektieren und gegebenenfalls von der OP auszuschließen. Dabei leiden gerade Keratokonus-Patienten massiv unter den refraktiven Auswirkungen ihrer primär organischen Erkrankung, die lange Zeit als Kontraindikation für einen refraktiven Eingriff galt. Dr. Georg Gerten (Köln) zeigt anhand des „Kölner Keratokonus Schema“ die chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten des Keratokonus auf und erörtert die Zuordnung der Patienten zu sinnvollen Therapieformen.

SMILE – aktuelle Entwicklungen und wissenschaftliche Ausblicke

Zum SMILE-Verfahren (Small Incision Lenticule Extraction) wurden 2011 erste Ergebnisse veröffentlicht und mittlerweile liegen Fünfjahresergebnisse der ersten Kohorte vor. Die potentiellen Vorteile einer ohne Flap durchgeführten refraktiven Korrektur führten in den vergangenen Jahren zu einer rasch anwachsenden Anzahl von Studiendaten. Mittlerweile liegen sowohl längerfristige Ergebnisse als auch vergleichende Studien und Daten vor und erlauben eine Diskussion von Vor- und Nachteilen des neuen Verfahrens. Prof. Marcus Blum (Erfurt) und Prof. Walter Sekundo (Marburg) erörtern aktuelle Entwicklungen der SMILE und geben wissenschaftliche Ausblicke für das Verfahren.

Das Trockene Auge aus Sicht des refraktiven Chirurgen

Wenn ein Trockenes Auge vorliegt, kann die Präzision der präoperativen Diagnostik kompromittiert sein, was sich möglicherweise auf die Planung der Operation auswirkt. Dies gilt insbesondere auch für die vor refraktiven Lasereingriffen so entscheidende subjektive Refraktionsbestimmung. Dr. Suphi Taneri (Münster) beleuchtet Diagnostik, Pathogenese und Therapie des Trockenen Auges vor und nach refraktiven Eingriffen und gibt einen Überblick über die aktuelle Literatur unter besonderer Berücksichtigung von Empfehlungen verschiedener Fachgesellschaften und eigenen Erfahrungen.

Intraokulare Chirurgie im Kindesalter

Aufgrund der Dynamik des kindlichen, okulären Systems und der anatomisch-neurologischen Entwicklung ergeben sich bei der intraokularen Chirurgie im Kindesalter grundlegend andere Herausforderungen als im Erwachsenenalter. Zudem liegt eine veränderte Beschaffenheit des Glaskörpers im Kindesalter vor, die erst partiell erklärt werden konnte. Priv.-Doz. Dr. Armin Wolf, FEBO (München), gibt einen Einblick in wesentliche Problemstellungen der intraokularen Chirurgie im Kindesalter und erläutert die sich daraus ableitende chirurgische Vorgehensweise.

Risikominimierung durch systematische präoperative Abläufe

Der überwiegende Anteil ophthalmologischer Operationen zeichnet sich durch eine kurze oder sehr kurze Eingriffsdauer aus. Entsprechend hoch ist die Anzahl der Eingriffe, die pro Operateur, pro OP-Team und pro Eingriffsraum durchgeführt werden. Viele Patienten haben ein höheres Lebensalter mit entsprechenden Komorbiditäten und einer höheren Wahrscheinlichkeit von Verständigungsproblemen. Aus beiden Faktoren ergibt sich ein höheres Risiko für Verwechslungen der Patienten, der zu operierenden Seite oder der erforderlichen Implantate oder Medikamente. Dr. Michaela Gross (Dortmund) stellt die präoperative Planung zur Risikominimierung im Augen-OP dar.