Autor: Katica Djakovic

Diagnostik mit der Scheimpflugkamera

Pentacam AXL Wave: Ein Diagnostikgerät für alles?
Für die präoperative Diagnostik, das Patientengespräch sowie die Operationsplanung für die gesamte Hornhaut- und Kataraktchirurgie bietet die Pentacam AXL Wave alle erforderlichen Informationen in einem Messablauf. Eine breite Publikationsbasis hat die Präzision der Pentacam Scheimpflug-Tomographie belegt. Laufende Studien an der Universitäts-Augenklinik Heidelberg bestätigen für die Pentacam AXL Wave die Wiederholbarkeit der Einzelmessungen und die Vergleichbarkeit zu dem IOLMaster 700 und dem ARK-1s. Prof. Gerd U. Auffarth, FEBO und Dr. Timur Yildirim (Heidelberg) erläutern Studienergebnisse und Einsatzmöglichkeiten im klinischen Alltag.

30 Jahre optische Kohärenztomographie des menschlichen Auges

Adolf Fercher realisierte 1990 mithilfe der Weißlichtinterferometrie erstmals ein zweidimensionales Bild des Fundus eines lebenden menschlichen Auges. Heute gilt die optische Kohärenztomographie (OCT) in weiten Bereichen der Augenheilkunde als Standarddiagnosetechnik. Dr. Sibylle Scholtz, Lee MacMorris und Prof. Achim Langenbucher vom Institut für Experimentelle Ophthalmologie am Universitätsklinikum Homburg/Saar stellen Ferchers visionäre Ideen vor, die die Grundlage für die weitere Entwicklung der optischen Kohärenztomographie bildeten.

2. Baltic Sea Eye Conference tagte in Rostock

Mit maximaler Hygieneumsicht, gemäß der Verordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Corona-Pandemie, hatten Prof. Thomas Fuchsluger und sein Team zur 2. Baltic Sea Eye Conference für den 11. und 12. September nach Rostock eingeladen. Der erste Tag war der Augenheilkunde als operative Disziplin gewidmet. Am nächsten Tag fanden sich die Teilnehmenden zur 1st International Rostock Beach Academy einschließlich einer Industrieausstellung in Warnemünde ein, ein zusätzliches Programm war an ophthalmologisches
Assistenzpersonal und Patienten gerichtet. Dr. Udo Hennighausen (Hamburg) fasst die Tagung zusammen.

Analyse struktureller und funktioneller Netzhautveränderungen bei AMD-Patienten

Ziel einer prospektiven Beobachtungsstudie an der Universitäts-Augenklinik Bonn war die Analyse und Korrelation von strukturellen Netzhautveränderungen mit der ortsaufgelösten Netzhautfunktion unter mesopischen und skotopischen Untersuchungsbedingungen bei Patienten mit einer intermediären AMD (iAMD). Dazu erhielten diese Patienten über vier Jahre eine jährliche multimodale Netzhautbildgebung, unter anderem mit der Nah-Infrarot (NIR), der Spektral-Domain Optischen-Kohärenztomographie (SD-OCT) und der Fundusautofluoreszenzbildgebung (FAF). Dr. Marlene Saßmannshausen, Dr. Maximilian Pfau, Dr. Sarah Thiele, Prof. Frank G. Holz und Prof. Steffen Schmitz-Valckenberg (Bonn) stellen die Ergebnisse vor.

Retinale Hämangioblastome

Retinale Hämangioblastome, gerade wenn sie bilateral zu finden sind, müssen immer den Verdacht auf ein von-Hippel-Lindau-Syndrom (VHL-Syndrom) – eine seltene Tumorerkrankung mit autosomal-dominantem Vererbungsmuster – lenken. Im Rahmen des VHL-Syndroms kann es zur Ausbildung verschiedener Gefäßtumoren kommen. Dabei ist das retinale Hämangioblastom oftmals die erste Manifestation und gemeinsam mit Hämangioblastomen im Kleinhirn zugleich auch die häufigste. Valerie Schmelter und Dr. Raffael G. Liegl (München) berichten über eine junge Patientin mit Netzhauttumoren.

Erste virtuelle Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft (Teil 2)

„Ein Jahr, wie kein anderes“
Im zweiten Teil des Nachberichtes zur XXXIV. Jahrestagung der Julius-Hirschberg-Gesellschaft fassen Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) und Mariam Raad (Karlsruhe) die dritte wissenschaftliche Sitzung sowie Ergebnisse der Arbeitsgruppe Ophthalmo-Ethik, die Posterpräsentationen und die Themen der Mitgliederversammlung zusammen.

Anpasssatz für Korneosklerallinsen nach Augenabguss

Serie zur Sammlung Roth (Folge 113)
Die ältesten Kontaktlinsen, sie stammen aus der Zeit um 1880, waren aus Glas. Ihnen die notwendige Form zu geben, war mühsam, außerdem waren sie hochzerbrechlich. Ihre fehlende Gasdurchlässigkeit und mangelhafte Benetzbarkeit durch die Tränenflüssigkeit ließen ein tägliches Tragen scheitern. Nach bereits nach einer Stunde, so wird berichtet, kam es am Auge zum Hornhautödem, die Folgen waren pathologische Blendungserscheinungen und Visusverlust. Längere Tragezeiten waren in diesen Jahren damit nicht zu erreichen.

BVA-Delegiertenversammlung tagte als Videokonferenz

„Das alles bestimmende Thema ist die Corona-Pandemie“
Zu seinem 70-jährigen Jubiläum blickt der Berufsverband der Augenärzte (BVA) auf ein bewegtes Jahr zurück, das vor allem durch zwei besondere Umstände geprägt wurde: die Corona-Pandemie, insbesondere mit ihren Auswirkungen auf die augenärztliche Versorgung, sowie die pandemiebedingte Absage des AAD-Kongresses im Frühjahr. Beide Themen standen folglich auch im Mittelpunkt der diesjährigen Delegiertenversammlung am 7. November, die erstmals als Videokonferenz ausgerichtet wurde. Ebenfalls in diesem Rahmen wurden online der Finanzausschuss und der Vertreter der Kliniker gewählt, über den Jahresabschluss und den Haushalt diskutiert sowie die Erhöhung des Mitgliederbeitrages beschlossen. Von Katica Djaković.

Erste virtuelle Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft (Teil 1)

„Ein Jahr, wie kein anderes“
Seit 33 Jahren tagt die Julius-Hirschberg-Gesellschaft (JHG) jährlich an wechselnden Orten und hatte im von-Graefe-Jahr zeitgleich zum Kongress der DOG Berlin als Tagungsstätte für die XXXIV. Zusammenkunft der Ophthalmohistoriker geplant. Doch auch die JHG plante kurzfristig um und fand sich erstmals zu einem virtuellen Treffen zusammen. Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) und Mariam Raad (Karlsruhe) berichten über die Online-Tagung, die für alle Teilnehmer kostenlos war und auch für Gäste offen stand.

Elektronische Krankenakte trifft Forschungsregister

Digitalisierte Daten der Kataraktchirurgie
Die Dokumentation in Registerform, zuletzt oft als „real world data“ bezeichnet, scheitert zumeist an der zu aufwändigen Datenerhebung. Sie gelingt nur, wenn die Dateneingabe strukturiert und die Extraktion automatisiert erfolgt. Im AugenCentrum Rosenheim wurden Strukturen eingerichtet, um zunächst für die Linsen- und Kataraktchirurgie Daten strukturiert in das Arztinformationssystem einzugeben und sie dann entsprechend in Registerform zu extrahieren. Daneben war Zielvorgabe, diese Daten wissenschaftlich durch eine Registerform auszuwerten. Prof. Ekkehard Fabian, Dr. M. Müller, Prof. Philipp Eberwein, Dr. Thomas Pfeiler und Dr. Ulrich Seher (Rosenheim) stellen erste Ergebnisse vor.