Autor: Katica Djakovic

Katarakt im Kindesalter

Die Häufigkeit einer Linsentrübung ist im Kindesalter im Vergleich zum fortgeschrittenen Lebensalter zwar bedeutend geringer, die Nachbehandlung eines kindlichen Kataraktpatienten jedoch wesentlich intensiver. Betroffene Kinder erleiden eine Einschränkung ihrer Lebensqualität, die der von Kindern mit schweren Systemerkrankungen entspricht. Prof. Dr. Wolf A. Lagrèze erläutert die wichtigsten Fragestellung, die sich bei der Behandlung dieser Kinder ergeben.

Uveitis im Kindesalter

Eine Uveitis wird bei Kindern insgesamt seltener beobachtet als bei Erwachsenen. Unterschiede zur Uveitis bei Erwachsenen finden sich auch in der Häufigkeit und Art der assoziierten Erkrankungen, bei den möglichen Komplikationen und auch in der Therapie, bei der auf bestimmte altersspezifische Nebenwirkungen spezielle Rücksicht genommen werden muss. Dr. Christoph Tappeiner, Dr. Carsten Heinz, Dr. Martin Rösel und Prof. Dr. Arnd Heiligenhaus erläutern verschiedene Uveitisformen und deren Therapieoptionen bei Kindern

European Vision Award 2008 für Priv.-Doz. Dr. Scholl

European Vision Award 2008 für Priv.-Doz. Dr. Scholl

Priv-Doz. Dr. Hendrik Scholl, Oberarzt an der Univ.-Augenklinik Bonn, erhält den European Vision Award 2008. Diese Auszeichnung gehört zu den angesehensten Wissenschaftspreisen der Augenheilkunde in Europa. Sie wird vergeben vom European Vision Institute, einem europaweiten Zusammenschluss führender Universitätsaugenkliniken und Forschungsinstitute aus 16 Ländern. Scholl wird ausgezeichnet für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Erforschung erblicher Netzhauterkrankungen und der altersabhängigen Makuladegeneration. Außerdem werden seine Verdienste in der Planung und Koordinierung europäischer Forschungsprojekte gewürdigt.

Sehstörungen erhöhen Suizidrisiko

Schwerwiegende Augenkrankheiten sind nicht nur eine körperliche Behinderung. Der Verlust der Sehkraft geht für die meisten Menschen auch mit psychischen Belastungen einher. Wenn im Alter weitere körperliche Gebrechen hinzukommen, sind viele Patienten mit Sehstörungen selbstmordgefährdet, warnt Prof. Dr. Frank G. Holz, Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG), anlässlich einer aktuellen Untersuchung. Augenärztliche Diagnostik und Therapie sei gerade auch im Alter unerlässlich.

Ein „rotes Auge“ ist keine Bagatelle

Eine Entzündung der Iris kann schon bei Kleinkindern auftreten. Ein „rotes Auge“ ist keine Bagatelle – unabhängig vom Alter des Betroffenen. Gerade bei Kindern sei eine differenzierte Diagnostik wichtig, betont Priv.-Doz. Dr. Dietlind Friedrich vom Ressort Strabismus im Berufsverband der Augenärzte. Eine mögliche Ursache für dieses Symptom ist eine Entzündung der Regenbogenhaut (Iritis), die beispielsweise als Begleiterscheinung des kindlichen Rheumas schon bei Kleinkindern auftreten kann. Diese Entzündung kann nur an der Spaltlampe, dem Spezialmikroskop des Augenarztes, sicher festgestellt werden.

Spontanheilung bei fovealer Pseudozyste nach hinterer Glaskörperabhebung

Bei der Entstehung eines Makulaforamens spielt die Bildung einer fovealen Pseudozyste eine wichtige Rolle. Dr. Ansgar Neußer stellt einen Fall aus der Helios-Augenklinik Wuppertal vor, bei dem sich sechs Monate nach Erstvorstellung keine Pseudozyste mehr nachweisen ließ und somit eine chirurgische Intervention nicht mehr erforderlich war.

Kinderchirurgie in Uganda

Kinderchirurgie in Uganda

Vor 100 Jahren wurde die Christoffel Blindenmission (CBM) von Pastor Ernst Jakob Christoffel gegründet – ein Jubiläum, das in diesem Jahr von der CBM mit vielen Aktivitäten gefeiert wird. So berichten unter anderem deutsche Augenärzte in einhundert deutschen Städten über ihre Projekte in Entwicklungsländern. Dr. Irmela Erdmann arbeitet seit zehn Jahren in Uganda und sprach Ende Mai in Kassel über ihre Tätigkeit und ihre Erfahrungen. Ein Beitrag von Dr. Hannsjürgen Trojan.

DOC: Zum 21. Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen

DOC: Zum 21. Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen

Trends und Perspektiven in der Augenchirurgie
EM-Fieber und Sonnenschein begleiteten die 21. Tagung der Deutschen Ophthalmochirurgen, zu der sich im Juni rund 4.800 Teilnehmer in Nürnberg eingefunden hatten. Die zweisprachigen Hauptvorträge zu allen Bereichen der Ophthalmochirurgie sowie das gemeinsame Symposium mit den internationalen Gesellschaften AAO und ISRS stellten den Schwerpunkt des vielfältigen Programms, das Trends in der Kataraktchirurgie, Innovationen in der Glaukom- und Netzhautchirurgie, aber auch Aspekte der Anti-VEGF-Therapie zur kritischen Erörterung anbot. Auch in diesem Jahr fand der Austausch zu den gegenwärtigen Entwicklungen und die kontroverse Diskussion von Bewährtem und Innovativen in den großzügigen und lichtdurchfluteten Räumlichkeiten des CCN statt. Ein Bericht von Ulrike Lüdtke.