OP-Methode zur Blepharoplastik von Ober- und Unterlid

Bei der Lidchirurgie ist die Trennlinie zwischen medizinischer und kosmetischer Indikation fließend geworden. Aber je geringer die medizinische Notwendigkeit für einen Eingriff ist, umso mehr gewinnen die ästhetischen Ansprüche an Bedeutung. Eine individuelle Schnittführung und eine möglichst atraumatische OP-Technik gehören zu den besonderen Aufgaben einer einwandfreien Blepharoplastik. Dr. Heinz Thederan stellt zwei von ihm entwickelte und patentierte, neue augenchirurgische Handinstrumente und deren Anwendung vor.

Die Atrophie und Erschlaffung der Lidhaut (Blepharochalasis) des menschlichen Auges kommt insbesondere bei idiopathischer, anlage- oder altersbedingter Genese vor. Hierbei kann die Oberlidhaut bis über den Lidrand hängen und die Pupillen verdecken oder es kann an der Unterlidhaut zur Ausbildung von so genannten Tränensäcken kommen. Als primäre Ursache findet sich ein Hautüberschuss. Zusätzlich besteht häufig eine Auflockerung des Septum orbitale mit hernienartiger Vorwölbung von Fettsegmenten unter das vordere Lidblatt.

In der Behandlung der Blepharochalasis hat sich die chirurgische Lidstraffung durch Ausschneidung überschüssiger Lidhaut als Standardtherapie durchgesetzt und bewährt. Die Blepharoplastik von Ober- und Unterlid sind weltweit die am häufigsten durchgeführten Operationen. Ein Teil der Lidhaut, darunterliegende Anteile des Musculus orbicularis oculi und gegebenenfalls vorhandene, vorgewölbte Anteile des orbitalen Fettgewebes werden hierbei entfernt.

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Mehr dazu im AUGENSPIEGEL 02-2008.

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