Als ein Mosaik im biologischen Sinne bezeichnet man einen Organismus, der aus genetisch verschiedenen Zellen besteht, die aus einer homogenen Zygote hervorgegangen sind. Meistens liegt der Entstehung eines Mosaiks eine postzygotische Mutation zugrunde. Ein Mosaik manifestiert sich in der Dermatologie meistens als Naevus oder als (maligner) Tumor der Haut. Mosaiksyndrome der Haut können sowohl auf die Haut beschränkt, aber auch mit Veränderungen in anderen Organen assoziiert sein. Hier kommt der Ophthalmologie eine besondere Bedeutung zu, insbesondere aufgrund der gemeinsamen Herkunft des vorderen Augenabschnittes und der Haut aus dem Ektoderm, aber auch aufgrund der guten, nichtinvasiven Untersuchbarkeit des Auges. Im Gegensatz zum Mosaik besteht eine Chimäre aus genetisch verschiedenen Zellpopulationen, als Beispiele seien der Zustand nach Bluttransfusion und, für die Ophthalmologie, der Zustand nach erfolgter Keratoplastik angeführt.