Kurznachrichten

Sehbehindertentag: AMD – die „unbekannte“ Volkskrankheit

Die AMD ist eine der am weitesten verbreiteten Augenerkrankungen in Deutschland und eine der häufigsten Ursachen für schwere Sehbeeinträchtigungen bis hin zur Erblindung. Dennoch ist die Krankheit nicht einmal jedem zehnten Deutschen bekannt, wie eine Umfrage von TNS Emnid gezeigt hat und aktuelle Studien bestätigen. Das AMD-Netz, der Berufsverband der Augenärzte (BVA), der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) und PRO RETINA Deutschland betrachten dieses Ergebnis mit Sorge: Denn Früherkennung und Vorsorge sind bei AMD entscheidend, um schwere Seheinschränkungen zu vermeiden. Auch ein gesunder Lebensstil kann einer AMD vorbeugen. Gemeinsam sprechen sich die Organisationen zum Sehbehindertentag am 6. Juni dafür aus, dass dem Krankheitsbild mehr Aufmerksamkeit in Prävention, Versorgung und Forschung zuteilwerden muss.

Daten zum Alpha IMS-Microchip publiziert

In einer globalen klinischen Studie wurden die Sehkraft-Ergebnisse von 29 Patienten mit Retinitis pigmentosa (RP) im Spätstadium und Zapfen-Stäbchen-Dystrophie, die das subretinale Implantat Alpha IMS erhalten haben, untersucht. Die Studie „Subretinal Visual Implant Alpha IMS-Clinical Trial Interim Report“ wurde unter Leitung von Dr. Katarina Stingl, Universitäts-Augenklink Tübingen, und in Abstimmung mit Professor Eberhart Zrenner, dem Gründungsdirektor des Forschungsinstitutes für Augenheilkunde an der Universität Tübingen, in sieben Einrichtungen und fünf Ländern durchgeführt. Die Daten wurden im Mai in der Fachzeitschrift „Vision Research“ veröffentlicht.

AMD-Netz: Analyse der IVOM-Durchführung im klinischen Alltag

Neben den Angeboten für AMD-Patienten und ihre Angehörigen sowie für die Beteiligten im Versorgungsprozess ist das AMD-Netz in der Versorgungsforschung aktiv. Ein aktuelles Projekt untersucht die Behandlungsstrukturen bei der exsudativen AMD in unterschiedlichen augenärztlichen Organisationen. Ausgangslage ist die Notwendigkeit einer konsequenten und langfristigen Betreuung und Behandlung dieser Patienten als Voraussetzung für eine optimale Therapie.

Transfusionszentrale Mainz: Zentrum zur Herstellung autologer Serumaugentropfen

Im März 2013 startete die Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz mit der Herstellung sogenannter autologer Serumaugentropfen. Die aus Eigenblut gewonnenen Serumaugentropfen dienen der Therapie des schwer trockenen Auges zum Beispiel nach Verbrennungen oder Verätzungen. Gegenwärtig werden in Deutschland jährlich insgesamt rund 53.000 Einzeldosis-Ophtiolen hergestellt. Davon produziert die Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz gegenwärtig mit circa 14.000 Einzeldosis-Ophtiolen mehr als ein Viertel. Mittlerweile beziehen Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet autologe Serumaugentropfen von der Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz.

Universitätsmedizin Rostock ist neuer Gesellschafter der DGFG

Die Universitätsmedizin Rostock hat ihre Beteiligung an der gemeinnützigen Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) unterzeichnet. Weitere Gesellschafter sind seit 2007 die Medizinische Hochschule Hannover, das Universitätsklinikum Leipzig und das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden. Ziel ist es, alle Patienten zeitnah mit einem Transplantat versorgen zu können.

13. SightCity vom 20. bis 22. Mai in Frankfurt

Europas größte Hilfsmittelmesse für Sehbehinderte und Blinde, die SightCity, präsentiert vom 20. bis 22. Mai in Frankfurt wieder Produkte und Serviceangebote für mehr Barrierefreiheit. 130 Aussteller aus mehr als 20 Ländern werden erwartet, die Messe zeigt Angebote aus Europa, den USA, Asien und Australien, teilen die Veranstalter mit. Neben der Ausstellung gibt es an allen Messetagen auch ein umfangreiches Vortragsprogramm – das SightCity Forum, das in diesem Jahr zum zehnten Mal stattfindet. Zu diesem Anlass werden am Donnerstag, 21. Mai, Referenten in drei Podiumsdiskussionen über gesellschaftlich relevante Zukunftsthemen sprechen. Darüber hinaus können sich die Besucher über medizinische und therapeutische Weiterentwicklungen und rehabilitative Angebote informieren.

Homburg: Großes Benefizkonzert 15 Jahre LIONS-Hornhautbank

Die LIONS-Hornhautbank Saar-Lor-Lux, Trier/Westpfalz der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum des Saarlandes UKS in Homburg feiert 15-jähriges Jubiläum. In der Klinik werden jährlich mehrere tausend Patienten behandelt. Ein Schwerpunkt der klinischen Versorgung ist die Transplantation von Augenhornhäuten. Zur Feier findet in Kooperation mit der Stadt Homburg am 13. Mai 2015 um 19.00 Uhr im Kulturzentrum Saalbau, Homburg/Saar ein Benefizkonzert mit dem renommierten Bundespolizeiorchester München statt.

Patientenzufriedenheit nach LASIK

Die Patientenzufriedenheit ist nach einer LASIK-OP höher als bei Kontaktlinsenträgern. Dies legen Ergebnisse einer Studie nahe, die vorletzte Woche auf dem World Cornea Congress (WCC) VII in San Diego vorgestellt wurde. Darauf macht der VSDAR aufmerksam.
Ein Team um den Ophthalmologen Francis Price Jr. aus Indianapolis befragte hierzu 1.815 Erwachsene unter 60 Jahren über einen Zeitraum von zwei Jahren. Die Teilnehmer wurden entsprechend der Art ihrer Sehfehlerkorrektur in drei Gruppen unterteilt: Kontaktlinsenträger sowie Kontaktlinsen- und Brillenträger, die sich einer LASIK-OP unterzogen haben.

Spielen im Freien schützt Kinder vor Kurzsichtigkeit

Etwa jeder dritte Bundesbürger ist kurzsichtig – Tendenz steigend. Die Myopie nimmt in vielen Staaten Europas, Amerikas und besonders stark in Südostasien geradezu epidemische Züge an. Dabei lässt sich der Fehlsichtigkeit womöglich relativ einfach vorbeugen: Mehrere Studien haben ergeben, dass Kinder umso seltener eine Kurzsichtigkeit entwickeln, je häufiger und länger sie sich im Freien aufhalten. Helles Licht fördert die Freisetzung von Dopamin in der Netzhaut und verhindert das Längenwachstum des Augapfels, erklären die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) und die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) anlässlich eines Fachartikels in Nature.