Kurznachrichten

Dresdner Glaukom-Tage mit Patienten-Infoveranstaltung

Das Glaukom ist in den westlichen Industrienationen die zweithäufigste Erblindungsursache. Um auf die Gefahr des schleichenden Verlustes der Sehkraft aufmerksam zu machen und sich mit Forschern aus aller Welt auszutauschen, veranstaltet die Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden alle zwei Jahre die Dresdner Glaukom-Tage. Im Rahmen der zweitägigen Fach-Veranstaltung, die 2016 zum siebten Mal stattfindet, kommen international renommierte Wissenschaftler in der Sächsischen Landeshauptstadt zusammen und besprechen neueste Erkenntnisse und Therapieansätze zum Glaukom. Zum Auftakt bietet die Fortbildung am Freitag, 18. März, auch eine Patienteninformationsveranstaltung an, teilt das Universitätsklinikum mit.

DOG-Roadmap 2020: Mehr Forschung und Innovation für die Augenheilkunde

Augenärzte erwarten bis zum Jahr 2030 rund 50 Prozent mehr Patienten. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Augenärzte in Deutschland ab. Angesichts dieser Entwicklungen veröffentlicht die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) eine „DOG Roadmap 2020“, um die Ziele und Anliegen der Augenheilkunde und der darin tätigen Ärzte und Forscher langfristig strategisch auszurichten. In der Broschüre legt die Fachgesellschaft zukünftige Aufgaben etwa in der Nachwuchsförderung, Forschung und Weiterbildung fest.

DOG veröffentlicht Jahresbericht

Augenchirurgie und Forschung auf hohem Niveau: Augenheilkunde ist mehr, als der jährliche Sehtest beim Augenarzt und sie gewinnt zunehmend an Bedeutung. Das betont die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) anlässlich der Veröffentlichung ihres Jahresberichtes, in dem die vielfältigen Aktivitäten von Augenärzten, ophthalmologisch Forschenden sowie die der Gesellschaft zusammengefasst sind. Neben einem ausführlichen Rückblick auf den DOG-Jahreskongress in Berlin, berichten DOG-Mitglieder über ihre Aufgaben in der Fachgesellschaft und die aktuelle Situation der Augenheilkunde in Deutschland.

Auftakt der AAD in Düsseldorf

Zum heutigen Auftakt der AAD-Jahrestagung in Düsseldorf konnten die Veranstalter bereits rund 5.800 angemeldete Teilnehmer verzeichnen. Noch bis zum Samstag wird ein vielfältiges Fortbildungsprogramm zu allen wissenschaftlichen Themen des Faches sowie Aspekten zur Gesundheitsökonomie, Praxisführung und auch berufspolitischen Fragen geboten. Welches Anliegen sich bei der gemeinsamen Veranstaltung von BVA und DOG mit dem diesjährigen Hauptthema „Augenheilkunde im Spannungsfeld zwischen Studien und real life“ verbindet, erläuterte der BVA-Vorsitzende Prof. Bernd Bertram zum Tagungsbeginn.

Weltglaukomwoche vom 6. bis 12. März

Etwa die Hälfte der Menschen, die an einem Glaukom leiden, wissen nicht, dass sie krank sind und dass ihre Sehkraft bedroht ist. Anlässlich der Weltglaukomwoche vom 6. bis zum 12. März 2016 weist der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands auf die wichtigsten Risikofaktoren hin.
Das Glaukom ist die zweithäufigste Erblindungsursache weltweit. Generell leiden ein bis zwei Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland unter einem Glaukom. Die Häufigkeit des Glaukoms nimmt mit dem Lebensalter zu und beträgt bei den über 65-jährigen Menschen etwa zwei bis vier Prozent. Aufgrund der demographischen Entwicklung mit zunehmender Alterung der Bevölkerung wird das Vorkommen der Erkrankung zunehmend steigen. Schätzungen zufolge wird es im Jahr 2020 weltweit etwa 11,2 Millionen Menschen geben, die am Glaukom erblindet sind und etwa 79,6 Millionen an Glaukom erkrankte Patienten mit Ausfällen im Gesichtsfeld.

Blicksteuerung und visuelles System

Die Neurowissenschaftler Tao Yao, Stefan Treue und Suresh Krishna vom Deutschen Primatenzentrum in Göttingen haben untersucht, welche Mechanismen im Gehirn dafür sorgen, dass wir trotz ständiger Augenbewegungen eine stabile Welt wahrnehmen und die Position wichtiger Objekte auch ohne direkten Blickkontakt verfolgen können. Ihre Studie an Rhesusaffen zeigt, dass das Gehirn wichtige Objekte „markiert“ und die Position dieser Markierungen immer wieder aktualisiert, wenn die Blickrichtung zu einem neuen Punkt springt. Da die Blicksteuerung und das visuelle System von Menschen und Affen sich sehr ähneln, lassen die Ergebnisse Rückschlüsse auf solche Prozesse im menschlichen Gehirn zu. Damit könnte diese Studie dazu beitragen, Fehlfunktionen, wie sie bei Schizophrenie, visuellem Neglect und anderen Aufmerksamkeitsstörungen auftreten, besser zu verstehen (PLOS Biology).

Lichtwahrnehmung von Bakterien durch mikrooptische Eigenschaften

Seit 300 Jahren – also seit es Mikroskope gibt – fragen sich Wissenschaftler, wie Bakterien Licht wahrnehmen und darauf reagieren können. Ein internationales Team um die Freiburger Biologin und Professorin für Molekulare Genetik an der Albert-Ludwigs-Universität, Annegret Wilde, hat das Rätsel nun gelöst: Die Forscher zeigen an den so genannten Cyanobakterien, dass diese nur wenige Mikrometer winzigen Organismen gezielt auf eine Lichtquelle zuströmen, indem sie das Prinzip einer Linse im menschlichen Auge nutzen. Die Studie ist in der Zeitschrift „eLife“ erschienen.

Rote, juckende Augen – Allergie oder Infektion?

Die Birken- und Haselpollen fliegen vielerorts und machen vielen Menschen das Leben schwer. Die Augen sind rot, die Schleimhäute schwellen an. Etwa ein Drittel der Menschen in Deutschland leidet an einer Allergie. Wenn die Augen rot sind und jucken, ist es vor dem Griff zu den nächstbesten Augentropfen wichtig, augenärztlichen Rat einzuholen, meint Prof. Dr. Gerd Geerling vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands. Denn rote Augen können zwar von einer Allergie herrühren, doch sie können auch ganz andere, ernstere Ursachen haben.

Antibiotika-Verteilung gegen Trachom

Im vergangenen Jahr konnte die Hilfsorganisation “Licht für die Welt” fast sechs Millionen Kinder und Erwachsene in Äthiopien mit Antibiotika, kostenlos zur Verfügung gestellt vom Pharmaunternehmen Pfizer, gegen Trachom versorgen. “Das ist ein großer Erfolg für uns und unsere Partner”, freut sich “Licht für die Welt”-Geschäftsführer Rupert Roniger. Trachom ist aufgrund mangelnder hygienischer Verhältnisse die häufigste bakterielle Blindheitsursache – und damit eine Krankheit der Armut. Vor allem Frauen und Kinder sind davon betroffen. Weltweit sind über 21 Millionen Menschen mit Trachom infiziert, 1,2 Millionen sind bereits blind. 232 Millionen Menschen leben in Gegenden, in denen die Krankheit heute noch verbreitet ist. “Nach immer wiederkehrenden Infektionen und ohne Behandlung vernarbt die Bindehaut und das Lid dreht sich nach innen: Die Wimpern reiben auf der Hornhaut und zerkratzen diese bis zur totalen Eintrübung. Das ist extrem schmerzhaft und führt auf längere Sicht zu irreversibler Erblindung”, erklärt der deutsche Augenarzt und “Licht für die Welt”-Vorstand Johann Dillinger aus Traunstein.