Kurznachrichten

Studie: Robotergestützter Radiochirurgie bei Aderhautmelanom

Eine aktuelle Publikation in „Melanoma Research“ unter Beteiligung der Augenklinik am Klinikum der Universität München zeigt, dass Patienten mit mittleren bis großen Aderhautmelanomen von einer Behandlung mit der robotergeführten Cyberknife-Technologie profitieren können. Sie ist nach aktuellem Kenntnisstand die bisher größte Untersuchung zur Radiochirurgie des Aderhautmelanoms und umfasst 217 Patienten beiderlei Geschlechts im Alter von 21 bis 95 Jahren mit mittleren bis großen Tumoren an der Aderhaut.

Wichtiges Detail in Ursachen der Gesichtsblindheit aufgedeckt

Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben in Zusammenarbeit mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt Berlin und der Universität Bamberg erstmals zeigen können, dass die Ursachen der angeborenen Gesichtsblindheit bereits in sehr frühen Stadien der Wahrnehmung zu finden sind. Die Erkenntnisse sind nicht nur entscheidend für das Verständnis der Identifikation von Gesichtern, sondern grundsätzlich für jede Art der Objekterkennung. Die Ergebnisse der aktuellen Studie sind in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht.

NRW fördert Entwicklung von Immuntherapie bei AMD

Eine mögliche neue Therapie bei AMD für die Erkrankung ist die Immunmodulation durch körpereigene Polysialinsäurezucker. Für deren Weiterentwicklung erhält das Forschungsprojekt von Prof. Dr. Thomas Langmann, Uniklinik Köln, und Prof. Dr. Harald Neumann, Universitätsklinikum Bonn, nun im Rahmen der Forschungsstrategie „Fortschritt NRW“ des Landes Nordrhein-Westfalen eine Förderung in Höhe von rund 220.000 Euro.

Köln: Neue Universitätsprofessur für Ophthalmologische Onkologie

Das Zentrum für Augenheilkunde an der Universität zu Köln (Geschäftsführender Direktor: Univ.-Prof. Dr. C. Cursiefen) hat eine neue W2-Professur für Ophthalmologische Onkologie eingerichtet. Diese Strukturmaßnahme wird Patientenversorgung, Lehre und Forschung im Bereich von Tumorerkrankungen des Auges stärken, teilt die Univ.-Augenklinik mit. In enger Zusammenarbeit mit dem Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) Köln-Bonn sollen Patienten mit Tumoren von Lidern, Tränenwegen, Orbita und Bindehaut, aber auch des Augeninneren auf modernstem, interdisziplinärem Niveau versorgt werden.

Neue Gendefekte bei erblicher Netzhautdegeneration entdeckt

Menschen mit angeborenen Störungen der Photorezeptoren des Auges erblinden häufig bereits im Kindesalter. Die Identifizierung der verantwortlichen Gene kann neue Behandlungsperspektiven eröffnen. Das zeigen jetzt die Ergebnisse aktueller Forschungsarbeiten, die von der Stiftung Auge unterstützt wurden. Die Forscher untersuchten unter anderem Patienten mit Verdacht auf das Usher-Syndrom, einer Kombination aus Seh- und Hörstörung. Der identifizierte Gendefekt ergab jedoch, dass es sich um ein neues, klinisch ähnliches Syndrom handelt – bei dem eine einfache Diät vermutlich helfen könne, teilt die Stiftung Auge mit.

Sehsinn: exakt choreographierte, ultraschnelle Molekülbewegungen

Die Aufnahme von Licht durch Rhodopsin in der Netzhaut, ist die Grundlage unseres Sehsinns. Neue Experimente von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) und der University of Toronto haben gezeigt, dass der erste photochemische Schritt dieses Prozesses an der fundamentalen molekularen Geschwindigkeitsgrenze abläuft. Die Ergebnisse wurden online in der Fachzeitschrift Nature Chemistry vorgestellt.

Augenarzt erhält paralympischen Orden für außerordentliches Engagement

Dr. Axel Bolsinger ist in Mexiko-Stadt im Rahmen der Generalversammlung des Internationalen Paralympischen Komitees mit dem Paralympischen Orden geehrt worden. Es ist die weltweit höchste Auszeichnung, die in Zusammenhang mit der paralympischen Bewegung vergeben wird. Der 67-jährige Augenarzt aus Bendorf erhielt den Orden für sein langjähriges außerordentliches Engagement rund um den Behindertensport.

UKJ führt erstmals DMEK durch

An der Augenklinik des Universitätsklinikums Jena (UKJ) wurde erstmals in Thüringen die DMEK (Descemet membrane Endothelial Keratoplasty) durchgeführt. Hierbei wird Innenschicht der Hornhaut minimalinvasiv transplantiert. „Während früher stets die ganze Hornhaut ausgetauscht wurde, ersetzen wir heute nur die erkrankte Innenschicht, das Endothel“, so Prof. Daniel Meller, Direktor der Augenklinik am UKJ.