Kurznachrichten

KBV bricht Honorarverhandlungen ab: Geplante Protestmaßnahmen der Ärzteschaft

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat gestern (3. September) weitere Honorarverhandlungen für 2013 mit dem GKV-Spitzenverband für gescheitert erklärt und daraufhin abgebrochen. Die Erhöhung des Orientierungspunktwertes um 0,9 Prozent (oder 0,04 Cent) durch den Schlichter sei geradezu ein Hohn und eine Diffamierung der Ärzteschaft durch die Vertreter der Krankenkassen. Es ist deshalb in den kommenden Tagen mit Protestmaßnahmen von Seiten der Ärzteschaft zu rechnen.

DOG rät: Bei Neurodermitis, Allergie und Gürtelrose jährlich zum Augenarzt

Patienten, die unter bestimmten Hauterkrankungen leiden, müssen besonders auf ihre Augen achten. So sind Allergiepatienten besonders anfällig für das Trockene Auge, in schweren Fällen von Neurodermitis steigt die Gefahr für Bindehauttumoren. Eine Gürtelrose wiederum kann durch eine Entzündung im Augeninneren schaden. Betroffene sollten daher einmal jährlich den Augenarzt aufsuchen, um sich untersuchen zu lassen. Darauf weist die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) im Vorfeld des 110. DOG-Kongresses hin, der vom 20. bis 23. September in Berlin stattfindet.

DOG: Augenärzte fordern leitlinienorientierte Bonusverträge

Vor einer zunehmenden Ökonomisierung in der Augenheilkunde warnt der Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG), Professor Dr. med. Klaus-Peter Steuhl. „Stattdessen sollten wir uns noch stärker an den ethischen Aspekten unserer Aufgabe orientieren, zum Wohle des Patienten“, betont Steuhl. Ethik wird daher ein Schwerpunkt auf dem 110. DOG-Kongress sein, der vom 20. bis 23. September in Berlin stattfindet. Unter anderem widmet sich eine Podiumsdiskussion dem Thema „Augenheilkunde heute – im Spannungsfeld von Ethik und Ökonomie“. Klaus-Peter Steuhl plädiert für klare Regeln im Umgang mit Patienten, Kollegen und Industriepartnern sowie Bonusverträgen, die leitliniengerechtes Behandeln honorieren müssen.

Achiasmie: Neuorganisation des Gehirns gewährt Sehen

In einer umfangreichen internationalen Kooperation ist es Wissenschaftlern, unter anderem der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg, gelungen, zwei extrem seltene Fälle ohne Sehnervenkreuzung (Achiasmie), detailliert zu untersuchen. Wie die Universität mitteilt, haben die Arbeitsgruppe dabei eine alternative Organisation des menschlichen Sehsystems nachgewiesen, die Grundfunktionen des Sehens gewährleistet.

Depression: Geringere Reaktion der Netzhaut auf optische Reize

Depression und Melancholie werden in Kunst und Literatur schon immer mit visuellen Begriffen umschrieben: Grau und Schwarz sind die Farben, die für Melancholie oder Depressivität stehen. Im Englischen dagegen wird die niedergedrückte Stimmung mit der Farbe Blau in Verbindung gebracht, etwa, wenn ein deprimierter Mensch sagt: „I’m feeling blue“. Dass sich hinter diesen Sprachbildern auch eine empirische Wirklichkeit versteckt, hat nun nach Miteilung des Uuniversitätsklinikums Freiburg eine Arbeitsgruppe mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Psychiatrie, Psychotherapie und Augenheilkunde herausgefunden.

Diagnose Bluthochdruck beim Augenarzt

„Leiden Sie schon lange an Bluthochdruck?“ – Über diese Frage sollten sich Patienten nicht wundern, auch wenn sie ihren Augenarzt „nur“ wegen einer neuen Brille aufgesucht haben. Bei der Untersuchung der Netzhaut kann der Augenarzt den Zustand der feinen Blutgefäße am Augenhintergrund beurteilen. Er erkennt, ob sie bereits durch einen langfristig zu hohen Blutdruck geschädigt wurden. Darauf macht der Berufsverand der Augenärzte (BVA) aufmerksam.