Kurznachrichten

BDOC-Vorstand im Amt bestätigt

Für die Wahlperiode Juni 2013 bis 2017 gab es auf der BDOC-Mitgliederversammlung ein eindeutiges Votum für den neuen Vorstand
Die Mitgliederversammlung des Bundesverbands Deutscher OphthalmoChirurgen e.V. (BDOC) hat im Rahmen der DOC am 14. Juni den bisherigen Vorstand für weitere 4 Jahre im Amt bestätigt und als weiteres Vorstandsmitglied Herrn Dr. Josef Wolff aus Heppenheim gewählt.

Therapiestudie: Antikörper soll Sehnerv bei MS regenerieren oder schützen

Eine Entzündung des Sehnervs – Optikusneuritis – tritt in vielen Fällen als erstes Symptom einer Multiplen Sklerose (MS) auf. Bisher ist die mit der Entzündung einhergehende Zerstörung von Sehnervenfasern ebenso wenig behandelbar wie MS selbst. Zwar lässt sich bei Multipler Sklerose der Fortgang verzögern. Doch ganz gestoppt oder geheilt werden kann sie bisher nicht. Eine neue Option stellt der Einsatz spezieller Antikörper dar. Forscher sehen darin die Perspektive, dass sich der Sehnerv nach einer entzündlichen Schädigung regeneriert. Für eine frühe klinische Studie werden nun weltweit 90 Patienten gesucht, die ein halbes Jahr intensiv betreut und mit dem neuen Medikament behandelt werden. Für diese Studie ausgewählt wurde das von Prof. Tjalf Ziemssen geleitete Multiple-Sklerose-Zentrum der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden.

– Bundesweite Aktion für besseres Sehen in Alterseinrichtungen startet

Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) und der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) gehen davon aus, dass viele Bewohner von Alterseinrichtungen mehr unter ihren Seheinschränkungen leiden, als nötig wäre. Dabei geht es nicht nur um die Augen, denn altersbedingte Sehprobleme haben unterschiedlichste Folgen – vom erhöhten Sturzrisiko bis zu psychischen Problemen. Die beiden Verbände starten deshalb zum Sehbehindertentag am 6. Juni 2013 eine Qualitätsoffensive für besseres Sehen in Alterseinrichtungen. daruf macht der DBSV aufmerksam.

Jeder Dritte mit Diabetes hat Netzhautschäden

Jedes Jahr erblinden 2.000 Menschen in Folge eines Diabetes. Auch sie müssen mehrmals täglich ihren Blutzucker messen und Insulin spritzen. Jedoch stehen so gut wie keine barrierefreien Insulin-Pens, -Pumpen und Blutzuckermessgeräte zur Verfügung, die mit akustischen Signalen arbeiten. Darauf machen diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und die Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) aufmerksam und fordern, dass Medizingerätehersteller alle technischen Hilfsmittel für Diabetiker mit einem Akustikmodus ausstatten. Wie sehbehinderte Menschen mit Diabetes richtig umgehen, ist Thema im Experten-Chat von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe am 6. Juni 2013 anlässlich des Sehbehindertentages.

Studie untersuchte Stellenwert von Nahrungsergänzungsmitteln in der AMD-Therapie

Die Gesundheit der Augen zu fördern, ist gar nicht schwer: Nicht rauchen und sich ausgewogen und vitaminreich ernähren. So lässt sich zumindest das Risiko, an einer Altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) zu erkranken, senken. Ob und welche Nahrungsergänzungsmittel zu empfehlen sind, wenn man bereits an einer AMD leidet, darüber gibt eine große amerikanische Studie Aufschluss, deren Ergebnisse jüngst veröffentlicht wurden. Darauf weist der Berufsverband der Augenärzte (BVA) hin.

AMD-Netz NRW informiert über Hilfsangebote

Augenerkrankungen wie die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) bringen für Betroffene wesentliche Veränderungen und Herausforderungen für Beruf und Alltag mit sich. Was viele nicht wissen: Durch eine ganze Reihe von Hilfsmitteln und -angeboten lässt sich trotz Seheinschränkung weiterhin ein selbstständiges Leben führen. Ein neuer Film des AMD-Netz NRW mit dem Titel “Selbstständig bleiben mit Seheinschränkung” gibt Patienten, Angehörigen und Ärzten einen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten, die helfen, den Alltag zu meistern und die Lebensqualität zu erhalten – unabhängig davon, welche Erkrankung des Auges Probleme bereitet.

BVA empfiehlt: Kontaktlinsen individuell anpassen

Etwa 3,4 Millionen Menschen in Deutschland nutzen die Vorteile von Kontaktlinsen: Die kleinen Sehhilfen korrigieren eine Kurz- oder Weitsichtigkeit sehr gut, sie sind unsichtbar, schränken das Gesichtsfeld nicht ein und sie beschlagen nicht. Voraussetzung dafür, dass Kontaktlinsen auf Dauer für klare Sicht sorgen, sind gesunde Augen. Deshalb sollten immer eine augenärztliche Untersuchung und eine individuelle Anpassung erfolgen, erklärt Dr. med. Gerald Böhme vom Berufsverband der Augenärzte: „Denn jedes Auge ist einzigartig.“

Neues Behandlungskonzept soll Sehnervenzellen im MS-Frühstadium schützen

Das Hormon Erythropoietin, auch bekannt als Dopingmittel EPO, kann bei einer Entzündung des Sehnervs, in einem frühen Stadium der Multiplen Sklerose, das Absterben von Nervenzellen verhindern. Dies hat die Heidelberger Neurologin Professor Dr. Ricarda Diem im Rahmen einer Pilotstudie gezeigt. Nun soll das neue Behandlungskonzept in einer groß angelegten Patientenstudie der Universitätskliniken Heidelberg und Freiburg überprüft werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat die Förderung des Projekts mit einer Million Euro bewilligt. Erste Patientinnen und Patienten werden ab Oktober 2013 eingeschlossen, teilt das Universitätsklinikum Heidelberg mit.

Menschen mit Glaukom oft nicht fahrtüchtig

Ein durch Glaukom eingeschränktes Gesichtsfeld hindert die Betroffenen, sicher am Straßenverkehr teilzunehmen: Jüngste Studien am Fahrsimulator weisen auf ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko hin. Die Deutsche Gesellschaft für Ophthalmologie (DOG) rät deshalb älteren Erwachsenen zu regelmäßigen augenärztlichen Untersuchungen. Denn in vielen Fällen bleibe die Gesichtsfeldeinschränkung zunächst unbemerkt. Eine frühzeitige Behandlung des Glaukoms könne die Sehfähigkeit erhalten und auch den Verlust der Fahrtüchtigkeit vermeiden.