Aus der aktuellen Ausgabe

Endothelschutz 2.0

Bei der femtosekundenlaserassistierten Kataraktoperation wird der Verlust von Endothelzellen reduziert, ist aber nicht gänzlich vermeidbar. Im Rahmen einer Studie sollte die Wirksamkeit eines intraoperativen ­endothelialen Schutzes mittels Kapsulotomie anhand Endothelzellmessung, Pachymetrie sowie klinischer ­Untersuchung prä- und postoperativ verglichen werden. Nick P. Piravej, Raphael Neuhann und Dr. Tobias Neuhann (München) stellen die Daten vor.

Behandlung von Lidtumoren nach Einführung des KKRBB

Meldepflicht beim Klinischen Krebsregister Berlin-Brandenburg
Seit 2016 müssen alle Patienten mit Krebserkrankungen nicht nur beim epidemiologischen Krebsregister, sondern von den behandelnden Ärzten aus den entsprechenden Bundesländern auch beim Klinischen Krebsregister Berlin-Brandenburg (KKRBB) gemeldet werden. Für den Ophthalmologen gilt die folgende Regelung: Alle nicht-melanotischen Hauttumoren und ihre Frühstadien (inklusive Basaliome) müssen dem Gemeinsamen (epidemiologischen) Krebsregister (GKR) gemeldet werden. Für alle anderen Krebsarten ist das KKRBB der ausschließliche Ansprechpartner. Dobrin Kolarov, Simon Jurkiewicz und Priv.-Doz. Dr. Christopher Wirbelauer (Augenklinik Berlin-Marzahn) erläutern die aufgrund der Meldepflicht erfassten Daten aus eigener Klinik, die einer Analyse unterzogen wurden.

Intravitreale Therapie des Makulaödems bei Uveitis

Die Entstehung eines zystoiden Makulaödem (ZMÖ) im Rahmen einer Uveitis ist nicht abschließend geklärt und beruht im Prinzip auf einem Zusammenbruch der Blut-Retina-Schranke. Das uveitische ZMÖ kann bei akuten Entzündungen auftreten oder aber auch bei rezidivierenden Uveitiden persistieren. Eine spezielle und nur für das uveitische Makulaödem zugelassene Medikation besteht derzeit nicht und erfolgt bisher als Off-label-Use. Dr. Mete Gök, FEBO, (Essen) stellt die lokalen Behandlungsoptionen eines Makulaödems bei Uveitis unter besonderer Berücksichtigung von Kortikosteroiden und VEGF-Inhibitoren dar.

Stammzelltransplantat bei schweren Verätzungen

Erste klinische Erfahrungen mit dem Holoclar
Mit Holoclar steht die erste und einzige von der Europäischen Arzneimittelagentur zugelassene Stammzell­­therapie zur Behandlung der Limbusstammzellinsuffizienz aufgrund von Verbrennungen oder Verätzungen des Auges zur Verfügung. Um solche Transplantationen vorzunehmen, bedarf es einer Zulassung der entnehmenden Klinik im Rahmen des Herstellungsprozesses eines Arzneimittels. An der Augenklinik Köln-Merheim wurden von 2017 bis 2018 fünf Patienten rekrutiert, bei denen eine homologe Limbusstammzellexpansion und -transplantation große Aussicht auf Erfolg hatte. Prof. Dr. Dr. h.c. Norbert Schrage, Gabriele Edelmann, Dr. Vanessa Veyhe, Dr. Gregor Schaaf und Nicola Todorovic (Köln) erläutern das Verfahren und stellen erste klinische Erfahrungen mit dem Holoclar-Transplantat dar.

Fallbericht: Ectopia lentis bei Marfan-Syndrom

Das Marfan-Syndrom ist eine genetische Bindegewebserkrankung, die als Neumutation auftreten oder ­autosomal-dominant vererbt werden kann. Beim Auge wird die Ectopia lentis als Hauptkriterium geführt, wie auch das folgende Fallbeispiel zeigt: Dr. Maike Haase, Prof. Lutz E. Pillunat und Priv.-Doz. Dr. Naim Terai (Dresden) berichten über einen ­33-jährigen Patienten, der mit der Bitte um Planung der Sekundärlinsenimplantation am rechten Auge bei ­bekanntem Marfan-Syndrom vorstellig wurde.

Die Brille in der Werbung

Serie zur Sammlung Roth (Folge 95)
Seit es Handel und Händler gibt, ist es auch üblich, für Produkte zu werben. Nur ein guter Umsatz bringt den erstrebten Gewinn. Also preist der Kaufmann seine Waren an, in Wort und Bild. Mit Medien wie der Zeitung entstand auch die weiträumige Werbung für die Brille. Heute sind Rundfunk, Fernsehen und Zeitschriften davon übervoll und selbst die sozialen Medien nutzen jede Chance, den Bürger zum Kauf zu animieren. Es werben die optische Industrie, der Augenoptiker und inzwischen selbst der Augenarzt. In der Brillenwerbung verspricht man hohe Qualität, rasche Verfügbarkeit und einen guten Preis. Das sind die Kautelen für guten Umsatz, denn kundenfreundlicher Service fördert das Kaufverhalten.

Interview zur DOC 2019

„Eine gesunde Branche ist eine heterogene Branche“
Der 32. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) wird vom 23. bis 25. Mai traditionell wieder nach Nürnberg ins NCC Ost einladen. DER AUGENSPIEGEL sprach ­anlässlich der Jahrestagung mit Dr. Armin Scharrer (Fürth), DOC-Präsident und 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Ophthalmochirurgen e.V. (BDOC), über besondere Fragestellungen, die im Rahmen des wissenschaftlichen Programms und für das Fach zur Diskussion stehen.

20. AAD tagte im Congress Center Düsseldorf (CCD)

„Die Zeit der Verbände ist gekommen“
Rund 6.000 Teilnehmer, davon rund 2.800 Augenärztinnen und Augenärzte, verzeichneten die Kongress­organisatoren zur 20. Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD), die vom 12. bis 16. März erneut im CCD Düsseldorf tagte. Neben dem gewohnt umfangreichen fünftägigen Fortbildungsprogramm mit ­Vorlesungen und Keynote Lectures zu den Schwerpunktthemen und Herausforderungen des Faches bot das Berufspolitische Seminar des BVA zur Gesundheitspolitik in diesem Jahr die Möglichkeit, mit dem Vorstandsvorsitzenden des Spitzenver­bandes Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa), Dr. med. Dirk Heinrich, das aktuell verabschiedete TSVG zu diskutieren. Ulrike Lüdtke M.A. berichtet über die gemeinsame Fortbildungsveranstaltung vom Berufsverband der Augenärzte (BVA) und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG).

Die Brille im Beruf

Serie zur Sammlung Roth (Folge 94)
Nur wenige Berufe sind für den Blinden oder Sehbehinderten geeignet, der Arbeitsplatz von heute verlangt eine überdurchschnittlich gute Sehfunktion. Das Erkennen von Buchstaben oder Zahlen in Ferne und Nähe, das sichere Differenzieren von Farben sowie das räumliche Sehen sind die Grundbedingungen für das Bedienen und Steuern von Maschinen und Fahrzeugen. Wer schlecht sieht, gefährdet sich und andere. Schon mit der ­Konstruktion der ersten Brillen gegen Ende des 13. Jahrhundert wurde rasch klar, dass diese im Nahbereich dem Bibliothekar, dem Zeichner oder Holzschneider am Arbeitsplatz eine wertvolle Hilfe sein würden.

Steuern sparen beim Kauf einer Augenarztpraxis 2019

Der Erwerb einer Augenarztpraxis bringt für den Käufer hohe Kostenbelastungen mit sich, die häufig nur aufgrund der damit verbundenen steuerlichen Entlastungen getragen werden können. Deshalb ist die Kenntnis der steuerlichen Folgen beim Praxiserwerb von weitreichender Bedeutung und für die Kaufentscheidung unerlässlich. Ein Beitrag von Dipl. Volkswirt Dr. Hans L. Dornbusch (St. Augustin).