Autor: Ulrike Lüdkte

Kolloquium: Forschung für das Sehen

Am 25. April 2012 um 17 Uhr findet das erste gemeinsame Kolloquium der Augenklinik am Universitätsklinikum Aachen (UKA) und ACTO im Hörsaal 2 des Universitätsklinikums Aachen statt. Die Augenklinik am UKA und ACTO, das Aachener Centrum für Technologietransfer in der Ophthalmologie, verbindet eine enge Kooperation. Die komplementären Forschungsfelder beider Einrichtungen sind strukturell miteinander verbunden und können sich gegenseitig beflügeln. Ein Weg dies zu erreichen, sei es, diese Arbeiten einem größeren Kreis vorzustellen, teilt ACTO mit.

DOG kritisiert Anti-IGeL-Antrag der SPD

Die SPD hat einen Antrag („IGeL-Eindämmungsgesetz“) in den Deutschen Bundestag eingebracht, der überflüssige Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) eindämmen soll. Als Beispiel für diese verzichtbaren Untersuchungen führt sie die Glaukom-Vorsorge an. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) widerspricht dieser Darstellung: Die Glaukom-Vorsorgeuntersuchung ist sinnvoll und notwendig, betont die DOG in einer Mitteilung.

Neue Erkenntnisse in der Forschung zum Bewegungssehen

Tübinger Wissenschaftler vom Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN) und vom Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik haben nach eigener Mitteilung mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie zwei Gehirnareale im Menschen identifiziert, die die Augenbewegungen mit der visuellen Bewegung auf der Netzhaut vergleichen, um bewegte Objekte korrekt wahrzunehmen.

AAD 2012: Augenärzte blicken über die Grenzen des Fachs

Eine Routineuntersuchung beim Augenarzt gibt nicht nur Aufschluss über die Gesundheit des Sehorgans; beim diagnostischen Blick ins Auge können auch Bluthochdruck, Diabetes oder eine rheumatische Krankheit auffallen. Die komplexen Zusammenhänge zwischen den Augen und dem gesamten Organismus des Menschen stehen im Mittelpunkt der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD) 2012. Etwa 5000 Teilnehmer werden an der Fortbildungstagung, die bis Samstag, 24. März in Düsseldorf stattfindet, teilnehmen.

AAD-Kongress: ‘Augenheilkunde interdisziplinär’

Die Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD), eine Fortbildungsveranstaltung vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG), lädt ab heute zur Jahrestagung nach Düsseldorf ein. „Augenheilkunde interdisziplinär“ lautet in diesem Jahr das Hauptthema der Tagung, die vom 20. bis 24. März 2012 ein umfangreiches Programm bietet. Zur Tagung erwarten die Veranstalter mehr als 5.000 Teilnehmer.

Initiativkreises zur Glaukomfrüherkennung bietet kostenfreie Service-Hotline

Der Initiativkreis zur Glaukomfrüherkennung bietet jeden Montagnachmittag von 16 bis 18 Uhr eine kostenfreie Glaukom-Hotline an. Unter der Rufnummer 0800 – 800 88 80 beantwortet der Augenarzt und Glaukomexperte Dr. Ronald Gerste, der auch Generalsekretär des bundesweiten Initiativkreises ist, alle Fragen rund um das Thema Glaukom: von den Risiken der Augenerkrankung, von der hier zu Lande bereits rund eine Million Menschen betroffen sind und die jedes Jahr 1.300 neue Erblindungen in Deutschland verursacht, bis hin zu Früherkennungs- und Behandlungsmöglichkeiten. Darauf weist der Initiativkreis in einer Mitteilung hin.

Sehnerven-Check zur Weltglaukomwoche

Anlässlich der Weltglaukomwoche vom 11. bis 17. März 2012 empfiehlt der Berufsverband der Augenärzte allen Menschen ab dem 40. Lebensjahr, zur Früherkennungsuntersuchung. Mit einer kombinierten Untersuchung von Sehnervenkopf und Augeninnendruck können Augenärzte ein Glaukom (Grüner Star) schon frühzeitig feststellen – lange bevor Patienten selbst etwas von der Krankheit bemerken.

2. Euretina Winter Meeting 2012

Zum 2. Euretina Winter Meeting fanden sich 270 Teilnehmer aus über 30 Ländern zusammen. Da habe sich die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt, teilt die Universität Hamburg mit. Die Veranstaltung der Euretina (Präsident: Prof. Dr. Gisbert Richard, Hamburg) tagte zum Thema „Innovation im Management von retinalen Erkrankungen“ am 28. Januar 2012 im Hotel Waldorf Astoria Cavalieri Hilton in Rom und führte Grundlagenforscher und Retinologen mit dem Ziel zusammen, neueste Erkenntnisse im Bereich der Bildgebung, der Hirnforschung, von Regenerationen und Degenerationen der Netzhaut, von der Entwicklung bei Stammzellen, des Gentransfers und der Zirkulationserkrankung zu diskutieren.

DOG: Schaden für medizinische Versorgung durch drittes Pflichttertial für Studierende?

Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) und die Vereinigung der Ophthalmologischen Lehrstuhlinhaber (VOL) lehnen es ab, das frei wählbare dritte Tertial für Medizinstudierende im Praktischen Jahr (PJ) durch einen allgemeinmedizinischen viermonatigen Pflichtabschnitt zu ersetzen. Der vor dem Bundesrat eingebrachte Antrag enge nicht nur die Berufswahl von jährlich rund 11.000 Studierenden der Humanmedizin ein, so DOG und VOL. Das Vorhaben gefährde auch die medizinische Versorgung von Patienten in Deutschland, da der ärztliche Nachwuchs bestimmte Fachgebiete kaum noch kennenlernen könnte. Der Zugang zur Vielfalt der Fächer müsse unbedingt gewahrt bleiben, fordert die DOG.

DOG: Glaukomrisiko durch Kombi-Untersuchung prüfen

Etwa ein Prozent der über 40-Jährigen leidet nach Angaben der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) an einem Glaukom und noch immer erblinden Patienten daran, obwohl es vermeidbar wäre. Um rechtzeitig einschreiten zu können, sind regelmäßige Kontrollen von Augeninnendruck und Sehnerv notwendig, betonen Glaukom-Experten der DOG. Der Augeninnendruck lässt sich medikamentös senken, Schäden durch ein Glaukom sind jedoch unumkehrbar – darauf weist die wissenschaftliche Gesellschaft in einer Mitteilung hin.