Autor: Ulrike Lüdkte

Hochdotierter Preis für Forschung zur Fehlfunktion von Zilien

Die Biologin Dr. Helen May-Simera erhält einen Sofja Kovalevskaja-Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung und wird damit an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) eine Nachwuchsarbeitsgruppe aufbauen, um die Hintergründe von Erkrankung des Auges, die auf der Fehlfunktion von Zilien beruhen, zu erforschen, teilt die Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit. Für die Durchführung ihres Forschungsprojektes erhält die Nachwuchswissenschaftlerin in den kommenden fünf Jahren ein Preisgeld von 1,65 Millionen Euro.

VSDAR empfiehlt Patienten Fragen zur Qualitätskontrolle

Die Anzahl der Augenlaserzentren, Augenkliniken und Augenarztpraxen, die Augenlaserverfahren wie die Femto-LASIK, LASIK oder das minimalinvasive ReLEx- SMILE-Verfahren anbieten und bewerben, ist groß und wächst weiter. Der VSDAR e.V., ein gemeinnütziger Verband von Augenchirurgen, möchte den Patienten eine Hilfestellung bieten, um einen Operateur oder eine Einrichtung in Bezug auf Erfahrung, Sicherheit und Qualität einschätzen können.

Ernährung und Bewegung tragen zur Augengesundheit bei

Täglich ein flotter Spaziergang oder eine Fahrt mit dem Fahrrad, reichlich Vitamine auf dem Speiseplan und gelegentlich auch einmal ein Gläschen Rotwein – wer so lebt, tut insgesamt etwas Gutes für seine Gesundheit – und auch die Augen werden es danken, denn mit einem gesunden Lebensstil lassen sich altersbedingte Augenkrankheiten eventuell positiv beeinflussen,  so der Berufsverband der Augenärzte.

Künstliche Netzhaut: Physiker entwickeln Schnittstelle zum Sehnerv

Die besonderen Eigenschaften von Graphen, einem Material mit außergewöhnlichen Eigenschaften, nutzen Physiker der Technischen Universität München (TUM), um zentrale Bestandteile einer künstlichen Netzhaut herzustellen. Mit diesem Forschungsvorhaben wurden die Wissenschaftler in das milliardenschwere EU-Flaggschiffprogramm „Graphen“ aufgenommen, teilt die TUM mit. Graphen gilt als eine Art „Wundermaterial“: Es ist dünn, durchsichtig und flexibel – dabei ist es hundertmal zugfester als Stahl und außerdem leitfähiger als Kupfer. Da es aus nur einer Schicht von Kohlenstoffatomen besteht, gilt es als zweidimensional. Für ihre bahnbrechenden Arbeiten an diesem Material erhielten die Wissenschaftler Andre Geim und Konstantin Novoselov im Jahr 2010 den Nobelpreis.

Besser sehen mit transplantierten Fotorezeptoren

Eine Arbeitsgruppe um Professor Marius Ader, DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden – Exzellenzcluster der TU Dresden (CRTD), arbeitet an einem Projekt, das systematisch die Faktoren identifizieren soll, die eine erfolgreiche Integration von transplantierten Spender-Fotorezeptoren in die Empfänger-Netzhaut erlauben. Es konnte bereits gezeigt werden, dass Fotorezeptoren in die Mausretina implantiert werden können und danach voll funktionsfähig sind, jedoch war die Ausbeute bisher noch ungenügend. Die Pro Retina Stiftung fördert dieses Forschungsprojekt mit 40.000 Euro für ein Jahr.

Erfolgsbilanz für äthiopische Augenklinik in Chiro

Eine Augenklinik in einer der ärmsten Regionen der Welt – das war das ehrgeizige Projekt der Augenärzte in der OcuNet Gruppe und der Christoffel-Blindenmission (CBM), die 2009 eine Augenklinik in Chiro, einer Stadt in Äthiopien gründeten, die zukünftig finanziell weitgehend selbständig arbeiten kann. Chiro liegt in einer medizinisch unterversorgten Region, in der etwa fünf Millionen Menschen leben.

CBM erreicht 24 Millionen Menschen

Die Christoffel-Blindenmission Deutschland (CBM) hat sich im vergangenen Jahr in 672 Projekten und 68 Ländern für Menschen mit Behinderungen eingesetzt. CBM-Geschäftsführer Dr. Rainer Brockhaus zog bei der Vorstellung des Jahresberichts 2013 eine positive Bilanz: „Zusammen mit unseren Projektpartnern konnten wir für 24,4 Millionen Menschen die Lebensqualität verbessern.“

Genmutation für Augenfehlbildung entdeckt

Erstmalig gelang es Wissenschaftlern am Helmholtz Zentrum München, eine genetische Veränderung am Peroxidasin-Gen zu identifizieren, die für gravierende Fehlbildungen des Auges verantwortlich ist. Damit verfügt die Forschung nun über eine Möglichkeit zur näheren Untersuchung der betreffenden Wirkmechanismen. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Human Molecular Genetics veröffentlicht.