Autor: Katica Djakovic

SMILE in der refraktiven Laserchirurgie

Erfahrungen mit dem minimalinvasiven Verfahren zur refraktiven Hornhautkorrektur
Die Small Incision Lenticule Extraction (SMILE) ist inzwischen standardisiert und von der KRC als wissenschaftliches Verfahren zur Korrektur von Myopien zwischen –3 und –8 dpt anerkannt. Im Augencentrum Köln werden SMILE-Operationen seit Ende 2010 zur Korrektur von Myopie und myopem Astigmatismus durchgeführt. Dr. Bertram Meyer (Köln) fasst die aus über 1.500 Eingriffen gewonnenen Erfahrungen zusammen.

Berufliche Wiedereingliederung von Menschen mit Sehschädigung

Ein Großteil der hochgradig Sehbehinderten und Blinden in Deutschland hat die Sehschädigung erst infolge progredienter Augenerkrankungen – und somit nach beruflicher Erstausbildung – entwickelt. Die Inanspruchnahme beruflicher Rehabilitationsleistungen ist trotz spezieller Angebote für blinde und sehbehinderte Menschen unzureichend, was darauf zurückgeführt wird, dass es zu wenig rechtzeitige Aufklärung durch die behandelnden Augenärzte und Beratungsstellen gibt. Dr. Nadja Högner und Sophia Wenk (Berlin) stellen die Ergebnisse ihrer Studie am Institut für Rehabilitationswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin über die Bedeutung von Umschulungsmaßnahmen zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt dar.

Kanaloplastik mit suprachoroidaler Drainage

Modifizierte OP-Technik zur effektiveren Drucksenkung
Da die herkömmliche Kanaloplastik den uveoskleralen Abflussweg vernachlässigt und nur den Weg über den Schlemm‘schen Kanal und das Trabekelmaschenwerk nutzt, könnte hier noch ungenutztes drucksenkendes Potential liegen. An der Augenklinik Sulzbach wurde eine modifizierte Variante entwickelt, wonach zusätzlich zur herkömmlichen Kanaloplastik eine suprachoroidale Drainage angelegt wird. Hierdurch kann ein zusätzlicher Abfluss des Kammerwassers in den suprachoroidalen Raum zur Optimierung der Drucksenkung beitragen. Dr. Anna-Maria Seuthe, Ciprian Ivanescu und Prof. Peter Szurman (Sulzbach) beschreiben die modifizierte OP-Technik.

Fallbericht: Lamelläre Keratoplastik bei kongenitalem Glaukom?

Das primär kongenitale Glaukom manifestiert sich überwiegend innerhalb des ersten Lebensjahres als bilaterale Erkrankung in 70 Prozent der Fälle. Infolge unphysiologisch erhöhter Augeninnendruckwerte kommt es in den ersten drei Lebensjahren sowohl zu einer Vergrößerung des Auges als auch des Hornhautdurchmessers (Buphthalmus). Jolanta Prikule, Sabine Seddig und Prof. Markus Kohlhaas (Dortmund) erörtern den Fall eines 37-jährigen Patienten mit primär kongenitalem Glaukom, der mit der Fragestellung nach einer perforierenden Keratoplastik zur Visusverbesserung bei Haab‘schen Leisten des linken Auges vorstellig wurde.

Serie Auge und Sehen: Die Brille des Soldaten

Serie zur Sammlung Roth
Gutes Sehen war zu allen Zeiten Grundbedingung für Lebensqualität, es war eine Lebensversicherung. Dies galt in ganz besonderem Maße für den Soldaten. Ein Weitsichtiger war ohne Brille vielleicht gerade noch als Bogenschütze tauglich, dem Kurzsichtigen blieb bestenfalls der Nahkampf. Schon in den Heeren der Antike versuchte man daher, den Sehbehinderten vom Kriegsdienst auszuschließen, war doch ein Kurzsichtiger ohne Sehhilfe so gut wie blind und gefährdete sich und womöglich die eigenen Reihen auf dem Schlachtfeld. Ausnahmen gab es nur für den Ruderer auf den Galeeren. Der war, selbst wenn hochgradig sehbehindert, für den Krieg noch brauchbar. Auch nach Erfindung der Brille im 12. Jahrhundert änderte sich daran kaum etwas. Brillen waren auf dem Schlachtfeld unbekannt, Sehhilfen für Soldaten gab es erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Kongress DOC 2015

Interview mit DOC-Präsident Dr. Armin Scharrer
Erstmals lädt in diesem Jahr der Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) nach Leipzig. DER AUGENSPIEGEL sprach anlässlich der Jahrestagung, die sonst traditionell in Nürnberg tagt, mit dem DOC-Präsidenten und 1. Vorsitzendem des Bundesverbandes Deutscher Ophthalmochirurgen e.V. (BDOC) Dr. Armin Scharrer (Fürth) über Programmpunkte und wissenschaftliche Themen der Ophthalmochirurgie, die zum diesjährigen Kongress vom 11. bis 13. Juni dargeboten und diskutiert werden.

Münsteraner Fortbildung für Augenärzte

Operative Versorgung der Tränenwege
Das Thema Tränenwege stand im Mittelpunkt der vierteljährlichen Fortbildung für Ophthalmologen, zu der die Universitäts-Augenklinik Münster Mitte April eingeladen hatte. Neben einem Überblick über die derzeitigen Behandlungsmöglichkeiten im Rahmen der operativen Versorgung wurden unter anderen beim Consilium diagnosticum interessante Tränenwegsbefunde näher beleuchtet. Dr. Udo Hennighausen (Hamburg) fasst die Inhalte zusammen.

Steuerlich abzugsfähige ­Bewirtungskosten

Betrieblich veranlasste Kosten zur Bewirtung von Personen, die nicht in der Praxis des Augenarztes mitarbeiten, sind oft Gegenstand von Auseinandersetzungen mit dem Finanzamt. Bei betrieblicher Veranlassung gehören sie zu den steuerlich abzugsfähigen Praxisausgaben. Wenn eine private Mitveranlassung nicht ausgeschlossen werden kann, sind die Aufwendungen allerdings nicht abziehbar. ipl.-Volkswirt Dr. Hans L. Dornbusch (St. Augustin) erläutert die Voraussetzungen für die Absetzbarkeit von Bewirtungskosten.

Eröffnung der Kapselphimose mittels Femtosekundenlaser

Eine im Rahmen einer Kataraktoperation entstandene Kapselphimose ist meist mit einer erheblichen Schrumpfung des Kapselsackes verbunden und kann zur Dislokation der IOL innerhalb des Kapselsackes führen. Bisherige Therapiemöglichkeiten beispielsweise durch radiäre Entlastungsschnitte in die Vorderkapsel mittels Nd:YAG-Laser können dazu führen, dass die Rhexis unkontrolliert einreißt und die IOL nicht mehr sicher stabilisiert. Dr. Georg Gerten (Köln) stellt ein neues Vorgehen dar, Kapselphimosen mit dem Femtosekundenlaser zu therapieren.

Laudatio: Der Doyen der deutschen ­Ophthalmologie

Zum 80sten Geburtstag von Herrn Professor Gottfried O. H. Naumann
Am 25. April feierte Herr Professor (em) Dr. med. Dres. h.c. mult. Gottfried Otto Helmut Naumann ML, FRCOphth (Hon), seinen 80sten Geburtstag. Der Emeritus der Universitäts-Augenklinik Erlangen prägte durch seine herausragende Forschungsarbeit, die umfassende Lehrtätigkeit sowie zahlreiche Originalarbeiten und Standardwerke eine ganze Generation von Augenärzten. Seine bemerkenswerte klinische und wissenschaftliche ophthalmologische Laufbahn brachte ihm höchste internationale Reputation als Arzt, Wissenschaftler und Lehrer.