Autor: Katica Djakovic

Glaukomdiagnostik und Trendanalyse mit OCT (Teil 3)

Anwendung der OCT in der Diagnostik des Glaukoms – Differentialdiagnosen
Mit Hilfe der Optischen Kohärenztomographie lässt sich der progrediente Nervenfaserverlust bei Glaukom zu einem frühen Zeitpunkt nachweisen. Im ersten Teil des Beitrages wurden die für die Glaukomdiagnostik entscheidenden Parameter in der OCT erläutert, im zweiten Teil die Möglichkeiten der Trendanalyse im Rahmen der Diagnostik anhand von Fallbeispielen mit verschiedenen OCT-Systemen dargestellt und im Folgenden erörtert Dr. Georg Niepel (Stolberg) Differentialdiagnosen anhand von Beispielen aus der Praxis.

Retina: Lichtbeugung im Raumgitter (Teil 2)

Im zweiten Teil seines Beitrages zur Berechnung des Dämmerungssehens beziehungsweise zur Purkinje-Shift vom Farben-(Tages-)Sehen zum Dämmerungssehen und umgekehrt zeigt Dr. Norbert Lauinger vom Institut für Optosensorik in Wetzlar, dass die entscheidenden Transformationen des sichtbaren Spektrums in den RGB-Raum sowie der adaptive Übergang in der Purkinje-Shift durch die Optik und nicht durch die Pigmente der Fotorezeptoren erfolgten und demnach die Pigmente durch die Optik programmiert werden.

Scheibe zur Irisdiagnostik

Serie zur Sammlung Roth (Folge 79)
Einst vermuteten die Menschen im Auge den Sitz der Seele, doch es dauerte bis in die Neuzeit, bevor die letzten Rätsel um Auge und Sehen gelöst werden konnten. Ein besonderes Augenmerk galt dabei der Regenbogenhaut und der durch sie umgrenzten Pupille, die sich unter dem Einfluss von Licht und Emotionen in ihrer Größe veränderte. Den Betrachter faszinierten vor allem die Variationen der Iris, ihre Pigmentierung, ihre Strukturen. Irgendwann erkannte ein Mediziner auch den diagnostischen Wert dieser Veränderungen in Farbe und Form bei Krankheiten oder im Alter. Während die Pupille bei Tageslicht nur wenige Millimeter weit ist, lässt sie bei Dunkelheit nicht mehr viel von der Regenbogenhaut selbst erkennen. Wegen ihres Farbenspiels benannten die Griechen die Iris nach der Göttin des Regenbogens.

115. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG)

Internationalität stärken – Wettbewerbsfähigkeit sichern
Mehr als 4.900 Kongressteilnehmer aus 63 Ländern verzeichnete die DOG 2017, die in diesem Jahr unter dem Motto „Deutsche Augenheilkunde international“ zur Fortbildung und Diskussion über Fortschritte in Forschung, Diagnostik und Therapie eingeladen hatte. Die Höhepunkte des wissenschaftlichen Programms bildeten neben den Festvorträgen auch die Symposien, die gemeinsam mit internationalen Gesellschaften wie der ESCRS, EURETINA und IIIC veranstaltet wurden. Von Ulrike Lüdtke M.A.

Biomechanik nach SMILE: In-vivo- und Ex-vivo-Untersuchungen

Die refraktive Laserchirurgie ist bestrebt, die Biomechanik der Hornhaut möglichst wenig zu beeinträchtigen. Um die verschiedenen, verfügbaren Verfahren der Laserchirurgie untereinander in Bezug auf die mechanische Stabilität der Hornhaut zu vergleichen, können theoretische Überlegungen, In-vivo-Untersuchungen sowie auch Ex-vivo-Untersuchungen herangezogen werden. Dr. Sabine Kling (Zürich) stellt die Aspekte und Techniken dar.

Wirksamkeit und Sicherheit von LASIK nach MIOL-Implantation bei Hyperopie

Eine korneal-refraktive Korrektur der Hyperopie kann für Patienten und Chirurgen postoperative Überraschungen bereithalten. Daher bevorzugen viele Anwender den Einsatz multifokaler Intraokularlinsen (MIOL) zur refraktiven Behandlung hyperoper (presbyoper) Patienten. Trotz Weiterentwicklung aller Facetten der Biometrie (IOL-Formeln, technische Ausstattung, chirurgische Verfahren) kann eine residuale postoperative Ametropie aber auch hier nicht immer verhindert werden. In einer Studie untersuchten Dr. Andreas Frings, Maryam Setareh, Priv.-Doz. Dr. Johannes Steinberg, Anne-Karen von Beckerath, Priv.-Doz. Dr. Stephan J. Linke und Dr. Toam Katz die Vorhersagbarkeit, Sicherheit und Wirksamkeit der Excimerlaserkorrektur der postoperativen Ametropie nach MIOL-Implantation bei hyperopen Patienten.

Crosslinking-Behandlung bei Kindern und Jugendlichen

Retrospektive Studie zur Wirksamkeit bei Patienten bis 20 Jahren
Der Keratokonus manifestiert sich meist in der Pubertät durch Sehverschlechterung und mögliche Zunahme von Kurzsichtigkeit und Astigmatismus. Aggressive und fortschreitende Formen des Keratokonus werden vor allem bei Kindern und Jugendlichen beobachtet, weil die junge Hornhaut umbaufähiger als die des Erwachsenen ist. Bei Progression des Keratokonus ist seit zehn Jahren das korneale UV-Crosslinking (CXL) indiziert. Im Rahmen einer retrospektiven Studie wurde die Wirksamkeit des Verfahrens insbesondere bei Patienten mit einem Alter bis 20 Jahren überprüft. Nick P. Piravej, Dr. Christian Wertheimer und Priv.-Doz. Wolfgang J. Mayer (München) stellen die Daten vor.

Die Bildgebung der Haut der Lider

Ophthalmology meets Dermatology
Die Lider sind aufgrund ihrer Funktion und der Anatomie ihrer dem Augapfel zugewandten Seite als Adnexe des Auges Teil der Ophthalmologie; die sie bedeckende Haut, das Integument, ist primär ureigenstes Gebiet der Dermatologie, nimmt aber oft auch an dem Krankheitsgeschehen des Auges teil. Dr. Udo Hennighausen (Hamburg) gibt ein Update zu aktuellen Möglichkeiten der Bildgebung bei Erkrankungen der Haut der Lider.

Einkommensteuerliche Vergünstigungen bei Praxis-Veräußerung

Der bei Veräußerung oder Aufgabe einer Augenarzt-Praxis entstehende Buchgewinn unterliegt der Einkommensbesteuerung (§ 16 EStG). Das ist für den Praxisinhaber, insbesondere wenn er seine Praxis aus Altersgründen nicht mehr weiterführen kann oder will, ein Kostenfaktor, den er häufig nicht in Rechnung stellt und der ihn insofern unvorbereitet trifft. Mangelnde Vorsorge für diesen Fall bringt nicht selten erhebliche Probleme für die Betroffenen mit sich. Dipl.-Volkswirt Dr. Hans L. Dornbusch (St. Augustin) erläutert anhand von Beispielen die möglichen einkommensteuerlichen Vergünstigungen bei Praxis-Veräußerung.

Binokulares Video-Ophthalmoskop

Synchrone Erfassung dynamischer Vorgänge beider Augen
Um die herzschlagsynchrone Änderung des Blutvolumens beider Augen in kleinen Bereichen des Fundus mit genauer Synchronisation messen und vergleichen zu können, wurde in Erlangen ein binokulares Video-Ophthalmoskop entwickelt. Dr.-Ing. Ralf-Peter Tornow (Erlangen) stellt das Gerät sowie die dazugehörende Software zur Einstellung der Kameraparameter, zur Positionierung der Fixationsstimuli und zur exakt synchronen Datenaufnahme und Speicherung der Daten dar.