Autor: Katica Djakovic

Femtolaserassistierte Astigmatismuskorrektur

Mittels arcuaten kornealen Inzisionen
Erfahrungen keratorefraktiver Ophthalmochirurgen zeigen, dass verbleibende Astigmatismen Symptome wie Doppel¬konturen, Verschwommensehen und Halos verursachen. Zur Astigmatismuskorrektur können verschiedene Verfahren herangezogen werden. Derzeit wird an der Universitäts-Augenklinik Bochum eine Studie durchgeführt, die femtosekundenlaserassistierte arcuate korneale Inzisionen in Kombination mit einer Standardkataraktoperation evaluiert. Dr. Astrid Willert, Prof. Dr. H. Burkhard Dick und A. Lentzsch berichten auszugsweise über ihre vorläufigen Ergebnisse.

Diffraktive Add-On-MIOL im Vergleich

Eine neue Möglichkeit, Multifokallinsen reversibel zu implantieren, bietet das Prinzip der Add-On-IOL oder auch Piggyback-Linse, die bei bereits bestehender Pseudophakie als zusätzliche IOL in den Sulkus implantiert wird. Die Add-On-Linsen werden vor allem bei Anisometropien oder hohen Astigmatismen mit gutem Erfolg eingesetzt. Eine aktuelle Studie vergleicht das neue Konzept der sulkusfixierten Add-On-Multifokallinse mit Ergebnissen nach Multifokallinsenimplantation in den Kapselsack. Ein Beitrag von Priv.-Doz. Dr. Anja Liekfeld, Leonie Friederici und Frank Heinemann.

Lichtadjustierbare Linse (LAL) bei extremen Fehlsichtigkeiten

Ergebnisse einer prospektiven, nichtrandomisierten Studie
Mit der lichtadjustierbaren Linse (LAL) steht ein Verfahren zur Verfügung, das auch im Hochbrechwertbereich bei extremen Fehlsichtigkeiten eine postoperative nichtinvasive Änderung der verbliebenen Refraktionsfehler erlaubt. Dr. Fritz H. Hengerer, Dr. Ina Conrad-Hengerer und Prof. Dr. H. Burkhard Dick stellen Ergebnisse einer prospektiven, nichtrandomisierten Studie aus der Augenklinik an der Ruhr-Universität Bochum vor.

EuRetina-Kongress 2010

Interview mit Prof. Dr. Gisbert Richard zur gemeinsamen Tagung von EuRetina und ESCRS
Die zehnte Tagung der European Society of Retina Specialists (EuRetina) findet in diesem Jahr erstmals gemeinsam mit dem Kongress der European Society of Cataract and Refractive Surgeons (ESCRS) vom 2. bis 8. September in Paris statt. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Prof. Dr. Gisbert Richard, Direktor der Universitäts-Augenklinik Hamburg und Generalsekretär der EuRetina, über die neue Zusammenarbeit.

Interaktiver Glaukomdialog in Kiel

Zum Thema „Glaukom und Gehirn“ unter besonderer Berücksichtigung der neurodegenerativen Erkrankungen fand im Wasserturm Ravensberg in Kiel eine regionale interaktive Fortbildung statt. Nicht nur neuere Ergebnisse der Grundlagenforschung, sondern auch hieraus gewonnene praxisrelevante Erkenntnisse sowie die daraus abgeleiteten Empfehlungen wurden vorgetragen und diskutiert. Dr. Udo Hennighausen fasst die Fortbildung zusammen.

Personalkosten und Steuern in der Augenarztpraxis 2010

Änderungen durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz
Grundsätzlich stellen sämtliche Kosten für das Betriebspersonal gewinnmindernde Betriebsausgaben dar. Das sind nicht nur die Arbeitslöhne einschließlich der Lohn- und Kirchensteuer, des Solidaritätszuschlags, der Weihnachts-, Urlaubs- und Überstundengelder sowie der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung, sondern auch Sachbezüge und sonstige Zuwendungen an das Personal, und zwar unabhängig davon, ob diese Zuwendungen lohnsteuerpflichtig sind oder nicht. Voraussetzung ist allerdings, dass die Arbeitnehmertätigkeit sich ausschließlich auf die Arbeit in der Augenarztpraxis bezieht und keine Verquickung mit Arbeiten für den Privathaushalt des Augenarztes gegeben ist. Dipl.-Volkswirt Dr. Hans-L. Dornbusch erläutert wesentliche Änderungen durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz und gibt einige Beispiele samt Verweisen auf Rechtsgrundlagen.

Anpassung von Spezial-Kontaktlinsen

Die operative Augenheilkunde hat große Fortschritte zu verzeichnen sowohl auf dem Gebiet der Hornhautübertragungen als auch in der Refraktiven Chirurgie. Trotzdem bleiben immer wieder Refraktionsdefizite, die mit Kontaktlinsen korrigiert werden können, und es gibt Fehlsichtigkeiten und Augenerkrankungen, wie zum Beispiel den Keratokonus, die erst mit Kontaktlinsen eine volle Sehschärfe erreichen. Dr. Dorothea Kuhn gibt einen Überblick über den derzeitigen Stand der Speziallinsenanpassung.

Aufwand und Wirtschaftlichkeit einer KL-Anpassung

Für die gesamte ärztliche Leistung einer Kontaktlinsenanpassung, unabhängig davon, ob ein oder beide Augen versorgt werden müssen, ersetzen die gesetzlichen Krankenkassen unter Berufung auf ihre Tarifordnung einem Augenarzt als so genanntes Regelleistungsvolumen eine Dreimonatspauschale von derzeit etwa 22 Euro abzüglich einer Verwaltungspauschale, die von der kassenärztlichen Vereinigung einbehalten wird. Dr. Hans-Walter Roth unterzieht das Verhältnis von Aufwand und Honorierung einer kritischen Betrachtung.