Autor: Katica Djakovic

Besonderheiten der Pseudophakieablatio

Zur Netzhautablösung als Spätkomplikation nach Kataraktoperation
Kataraktoperationen sind in den letzten Jahrzehnten immer sicherer geworden, entsprechend werden sie immer häufiger und früher durchgeführt. Die Operationen führen meist zu exzellenten und für den Patienten höchst befriedigenden funktionellen Ergebnissen. Komplikationen wie zum Beispiel Netzhautablösungen Jahre nach der Kataraktoperation werden von Patient und Operateur oft nicht mehr mit der Kataraktoperation in Verbindung gebracht. Die Erfassung dieser Zusammenhänge ist dennoch wichtig. Solche Informationen sollten in die Entscheidung zur Linsenoperation mit einbezogen werden, vor allem wenn es sich um eine refraktive Linsenoperation (clear lens extraction) handelt. Prof. Dr. Horst Helbig, Priv.-Doz. Dr. Andreea Gamulescu und Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Herrmann (Regensburg) fassen Besonderheiten der Pseudophakieablatio zusammen.

Serie Auge und Sehen: Ägyptisches Auge als Grabbeigabe

Die bildliche Darstellung des Auges, sei es von Mensch oder Tier, läuft parallel zur Entwicklung unserer Kultur. Frühe steinzeitliche Abbildungen zeigen das Auge entweder als Klecks, Punkt oder Kreis, in dem später ein zentraler Punkt als Hornhaut oder Pupille auftaucht. Die Lider beziehungsweise die sichtbaren Teile des Augapfels wie Bindehaut, Hornhaut oder Regenbogenhaut werden in den Höhlenmalereien meist nur abstrahiert dargestellt, bei dem über 30.000 Jahre alten Löwenmenschen von Ulm genügte dem Schnitzer hierfür eine kreisförmige Vertiefung. Den ersten schöpferischen Menschen der Jungsteinzeit reichten ein paar Striche oder Punkte, um ihre Welt im Bild wiederzugeben. Erst die moderne Malerei nimmt diese Abstraktion wieder als Kunstform auf.

10. Frankfurter Fortbildungskurs für Refraktive Chirurgie

Am 27. November 2010 fand an der Goethe Universität Frankfurt am Main der 10. Frankfurter Fortbildungskurs für Refraktive Chirurgie (FFRC) unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Kohnen statt. Zu diesem kleinen Jubiläum referierten 16 geladene Gäste am neuen Veranstaltungsort, dem Hörsaalzentrum der Universität, vor rund 250 interessierten Zuhörern. Oliver Klaproth fasst die Tagung zusammen.

UGH-Syndrom bei modernen Hinterkammerlinsen

Das UGH-Syndrom (Akronym für Uveitis, Glaukom, Hyphäma) ist eine seltene Komplikation nach der Katarakt¬operation. In den 1980er Jahren trat es vermehrt nach der Implantation von Vorderkammerlinsen auf. Auch bei sulkusfixierten Hinterkammerlinsen wurden zum Teil persistierende Störungen der Blut-Kammerwasserschranke beschrieben. Nachdem die kapselsackgestützte Hinterkammerlinse der Goldstandard bei der Kunstlinsenimplantation geworden ist, hat sich die Inzidenz des UGH-Syndroms deutlich vermindert, es tritt aber immer noch vor allem nach komplizierten Operationen in Einzelfällen auf. Dr. Henning Aurich, Dr. Heike Häberle und Prof. Dr. Duy-Thoai Pham erläutern anhand von Patientenbeispielen Symptome und Therapie des UGH-Syndroms.

Linsenluxationen – Ursache und Therapie

Ergebnisse einer retrospektiven Studie der letzten zehn Jahre
Vor dem Hintergrund einer älter werdenden Bevölkerung ist mit einer Zunahme von Luxationen der natürlichen Linse sowie auch von Hinterkammerlinsen zu rechnen. Dabei erfolgt die Luxation der Hinterkammerlinse (HKL) nach komplikationsloser Kataraktoperation oft erst Jahre später. An der Augenklinik des Helios Klinikums Berlin-Buch wurde über einen Zeitraum von zehn Jahren eine retrospektive Studie zur Operation der Luxatio lentis und luxierten HKL in Verbindung mit einer Pars-plana-Vitrektomie durchgeführt. Dr. Helge Breuß und Dr. Jörn Kuchenbecker stellen die Studienergebnisse vor.

Zur XXIV. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft (Teil 1)

Ophthalmohistoriker tagten in Köln
Als größte Stadt Nordrhein-Westfalens ist Köln für seine 2000-jährige Geschichte, sein kulturelles und architekto¬nisches Erbe und auch für seine international bedeutenden Veranstaltungen weltweit bekannt. Vom 17. bis 19. September 2010 war die Domstadt auch von höchstem ophthalmohistorischen Interesse: An diesem Wochenende fand der 24. Jahreskongress der Julius-Hirschberg-Gesellschaft (JHG) in der drittgrößten Stadt Deutschlands statt. Dr. Sibylle Scholtz berichtet über die Tagungsinhalte.

Kombinationstherapie beim chronischen Makulaödem

Therapiekonzept vereint medikamentöse, biologische und mechanische Komponenten
Die Behandlung des therapieresistenten Makulaödems bleibt eine Herausforderung. Hierbei steht die klinische Situation des bleibenden Makulaödems trotz mehrfacher Behandlungen, wie fokaler Laserkoagulation oder intravitrealen Injektionen mit Anti-VEGF-Präparaten, immer wieder vor dem Problem der weiteren Behandlung. Priv.-Doz. Dr. Christopher Wirbelauer berichtet über eine operative Behandlung des chronischen Makulaödems durch eine Kombinationstherapie.

Erweiterte Glaukombetreuung durch Videografie mit der Spaltlampe

Ein dritter Weg zwischen deskriptiver und „High-End“-Augenheilkunde
Die Betreuung von Glaukompatienten gehört zu den Kernfeldern der Tätigkeit des niedergelassenen Augenarztes. Während noch vor 30 Jahren so mancher Sehnervenkopf durch Pilocarpinbehandlung hinter einer knopflochengen Pupille kaum der Verlaufsbeurteilung zugänglich war, stehen heute hochauflösende „High-End“-Geräte für die Papillenanalyse wie HRT, OCT und GDx zur Verfügung. Dr. Marcus-Matthias Gellrich zeigt mit einer breiteren Anwendung von Videospaltlampen in der Betreuung von Glaukompatienten eine dritte Variante auf, die sich zwischen deskriptiver und High-End-Augenheilkunde bewegt.

83. Versammlung der Vereinigung Rhein-Mainischer Augenärzte

„Innovative Techniken in der Augenheilkunde“
Rund 270 Augenärzte und Teilnehmer fanden sich zur 83. Versammlung der Vereinigung Rhein-Mainischer Augenärzte ein, die unter dem Leitthema „Innovative Techniken in der Augenheilkunde“ Anfang November in Ludwigshafen tagte. Über die diesjährige Tagung unter der Leitung des Tagungspräsidenten Prof. Dr. Lars-Olof Hattenbach, Direktor der Augenklinik Ludwigshafen, sowie des Schriftführers der Vereinigung, Prof. Dr. Lutz Welge-Lüßen, berichtet Dr. Werner Keßler.