Roboterassistierte Systeme in der vitreoretinalen Chirurgie

Von Membranpeelings zur subretinalen Gentherapie

Die roboterassistierte vitreoretinale Chirurgie hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht und befindet sich derzeit in einer fortgeschrittenen Phase der klinischen Erprobung. Insbesondere subretinale Eingriffe profitieren von roboterassistierten Systemen, da diese neben der hochpräzisen Instrumentenführung auch die statische Positionierung der Kanüle während der Injektion ermöglichen. Durch neue Behandlungsoptionen wie die subretinale Gentherapie ist in den kommenden Jahren mit einem deutlichen Anstieg subretinaler Injektionen zu rechnen. Dr. Tahm Spitznagel1,2, Dr. Ferhat Turgut2,3, Dr. Gábor Márk Somfai1,2,4 und Prof. Dr. Matthias Dieter Becker1,2,5 zeigen auf, dass roboterassistierte Systeme in der Zukunft in spezialisierten Zentren zunehmend Einzug in die klinische Routine finden dürften und Eingriffe ermöglichen, welche konventionell-manuell nur schwer zuverlässig durchführbar wären.

1Augenklinik, Stadtspital Zürich, Zürich, Schweiz; 2Spross Research Institute, Zürich, Schweiz; 3Gutblick AG, Pfäffikon, Schweiz; 4Augenklinik, Medizinische Fakultät, Semmelweis Universität, Budapest, Ungarn; 5Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Deutschland

Die vitreoretinale Chirurgie (VC) stellt durch ihre Bewegungen im Mikrometerbereich die höchsten motorischen Anforderungen an Chirurginnen und Chirurgen. Mit der Einführung subretinaler Gentherapien, zellbasierter Ansätze und optogenetischer Behandlungen erhöhen sich die Präzisionsanforderungen weiterhin, da diese Therapieformen eine einerseits noch präzisere, andererseits hochgradig reproduzierbare Applikation benötigen. Die roboterassistierte Chirurgie ergänzt die konventionell-manuelle Chirurgie um eine deutlich höhere Präzision und Stabilität und ermöglicht dadurch Eingriffe, die mit rein menschlicher Feinmotorik nur schwer oder gar nicht sicher durchführbar wären.

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Ausgabe Januar 2026.

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