ÖOG präsentiert erstes Weißbuch Augenheilkunde für Österreich

v.lks.: Prof. Oliver Findl (Vorstandsmitglied ÖOG), Dr. Andreas Krauter, MBA (ÖGK-Fachbereichsleiter Medizinischer Dienst und Versorgungsinnovation), ÖÄK- und WÄK-Präsident Dr. Johannes Steinhart, Dr. Katharina Reich (Sektionschefin für Öffentliche Gesundheit und Gesundheitssystem im BMASGPK), ÖOG-Präsidentin Dr. Gabriela Seher, Melody Buchegger-Golabi BA MA, LL.M. (KAD der WÄK), Prof. Herwig Ostermann (Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GmbH), Prof. Andreas Wedrich (Vorsitzender Ausbildungskommission ÖOG), Prof. Herbert Anton Reitsamer (Ständiger Wissenschaftlicher Sekretär der ÖOG). (© ÖOG)

Die Österreichische Ophthalmologische Gesellschaft (ÖOG) präsentierte am 31. Januar im Josephinum das erste Weißbuch Augenheilkunde für Österreich. Bei der Veranstaltung wurden die vier Anliegen der ÖOG präsentiert und anschließend mit den namhaften Gästen – Melody Buchegger-Golabi (ÄK Wien), Dr. Andreas Krauter (ÖGK), Prof. Dr. Herwig Ostermann (GÖG) sowie Sektionschefin Dr. Kathrina Reich (BMSGPK) – diskutiert. Im Weißbuch werden die vier zentralen Anliegen für eine zukunftsweisende Augenversorgung in Österreich formuliert: Prävention (die Stärkung von Augenvorsorge), Qualität (sichere Finanzierung und Zusammenarbeit zwischen intra- und extramuralem Bereich), Ausbildung (Modernisierung und Internationalisierung) und Perspektiven (klare Strukturen und faire Arbeitsbedingungen).

„Die augenärztliche Versorgung in Österreich steht vor großen Herausforderungen: bei steigendem Versorgungsbedarf aufgrund der demografischen Entwicklungen drohen gleichzeitig Engpässe bei Personal und Ressourcen,“ so ÖOG-Präsidentin MR Dr. Gabriela Seher.  „Was wir derzeit in einigen Nachbarländern beobachten, ist ein schrittweiser Ausverkauf der sozialen Medizin: Praxen und OP-Zentren geraten

in die Hand profitorientierter, ausländischer Private-Equity-Ketten, die öffentliche Versorgungsstrukturen nutzen, um Renditen zu erzielen – häufig auf Kosten von Patientinnen und Patienten durch zusätzliche Zahlungen. Diese Entwicklung ist problematisch,“ so Seher weiter.

Mit dem ÖOG Weißbuch Augenheilkunde sollen Probleme wie diese aufgezeigt und gemeinsam mit der Gesundheitspolitik gelöst werden. Das Weißbuch ist abrufbar unter: www.augen.at

Quelle: ÖOG

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