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Calprotectin als neuer Biomarker
Obwohl genomweite Assoziationsstudien, Tiermodelle und Zellkultursysteme wichtige Erkenntnisse über die Pathogenese der neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration (nAMD) geliefert haben, bleiben die zugrunde liegenden molekularen Wege unzureichend definiert. Eine Studie an der Universitäts-Augenklinik Freiburg zielte darauf ab, das Transkriptom menschlicher CNV-Membranen durch vergleichende RNASequenzierung zu untersuchen. Dr. Stefaniya Boneva und die Arbeitsgruppe um Prof. Clemens Lange (Freiburg) erörtern Calprotectin als neuen Biomarker für Patienten mit nAMD.
Limitierte Verfügbarkeit von potentiellen Hornhautspendern
Ursachen und Verbesserungsvorschläge
Der Bedarf an Hornhauttransplantaten liegt in Deutschland etwa bei 7.000 pro Jahr, tatsächlich werden aber nur etwa 4.000 Patienten mit Keratoplastiken versorgt. Ein weitreichender Einsatz wird in Deutschland durch Spendermangel limitiert. Die Lions-Hornhautbank NRW hat sechs Monate lang Daten gesammelt und dabei Ursachen ermittelt, die dazu führten, dass aus einem großen potentiellen Spenderpool nur wenige echte Spender gewonnen wurden. Katja Rosenbaum und Dr. Klaudia Huber stellen die Ergebnisse ihrer Datenanalyse vor und zeigen Verbesserungsvorschläge auf.
Intrakorneale Ringsegmente (ICRS) zum Management von Keratektasien
Die Implantation von Intrakornealen Ringsegmenten (ICRS) stellt eine der therapeutischen Modalitäten bei Keratektasie dar und gehört zur refraktiven Behandlung des Keratokonus. Es handelt sich nicht um eine konventionelle „refraktive Chirurgie“, Kontraindikationen und die mit dem Keratokonus verbundenen Besonderheiten sind zu berücksichtigen. An der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) wird die Indikation grundsätzlich vom korneorefraktiven Chirurgen selbst in der Sprechstunde für Refraktive Chirurgie gestellt. Loïc Hamon, Prof. Dr. Berthold Seitz und Dr. Loay Daas (Homburg/Saar) berichten über die Homburger Erfahrungen mit ICRS zum Management von Keratektasien.
Wo stehen wir heute mit der Kontaktlinse?
Zahlen und Fakten zu Linsentypen und Anwendergewohnheiten
Seit 1993 hat sich die Zahl der Kontaktlinsenträger in Deutschland von 2,7 auf 5,3 Prozent fast verdoppelt. Dr. Herbert Staber, Dr. Karoline Rippel und Dr. Gudrun Bischoff (Hamburg) stellen Zahlen und Fakten zu Kontaktlinsen unter anderem in Bezug auf Tragehäufigkeit und bevorzugte Linsentypen wie auch Ort der Erstanpassung und Bezugsquellen dar.
Serie Auge und Sehen: Früher Augenspiegel
Serie zur Sammlung Roth
Mit der Erfindung des Augenspiegels durch Hermann von Helmholtz im Jahr 1850 gelang es zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit, in ein lebendes Organ zu blicken, ohne es zuvor mit chirurgischer Hilfe öffnen zu müssen. Damit erschloss sich quasi über Nacht ein neues Fachgebiet. Unzählige neue Krankheitsbilder der Netz- und Aderhaut sowie des Sehnerven wurden jetzt entdeckt und konnten nun differenziert, ätiologisch aufgearbeitet und letztendlich therapiert werden. Die Augenheilkunde grenzte sich von anderen Fachgebieten als eigenes Ressort ab – sie hatte ihr wichtigstes Untersuchungsinstrument bekommen. Diese frühen Augenspiegel sind heute sehr selten und inzwischen bei Sammlern hoch gesucht.
Das Trockene Auge aus Sicht des refraktiven Chirurgen
Wenn ein Trockenes Auge vorliegt, kann die Präzision der präoperativen Diagnostik kompromittiert sein, was sich möglicherweise auf die Planung der Operation auswirkt. Dies gilt insbesondere auch für die vor refraktiven Lasereingriffen so entscheidende subjektive Refraktionsbestimmung. Dr. Suphi Taneri (Münster) beleuchtet Diagnostik, Pathogenese und Therapie des Trockenen Auges vor und nach refraktiven Eingriffen und gibt einen Überblick über die aktuelle Literatur unter besonderer Berücksichtigung von Empfehlungen verschiedener Fachgesellschaften und eigenen Erfahrungen.

