Ähnliche Beiträge
Differenzialdiagnostische Aspekte des Kontaktlinsenschadens
Teil 1: Lider, Bindehaut, Lederhaut
Kontaktlinsen sind eine wichtige Sehhilfe in der Behandlung der Refraktionsanomalie und finden in der Therapie zahlreicher Augenerkrankungen Anwendung. Andererseits können sie als Fremdkörperreiz auch Komplikationen im Bereich der vorderen Augenabschnitte auslösen. Häufig finden sich an Lidern, Bindehaut und Hornhaut pathologische Veränderungen, die abzuklären sind. Dr. Hans-Walter Roth, Dr. Alice Nietgen und Dr. Gregor Nietgen zeigen differenzialdiagnostische Aspekte des Kontaktlinsenschadens auf.
Serie Auge und Sehen: Der Zwicker
Serie zur Sammlung Roth
Die Entdeckung, dass sphärisch geschliffene Gläser die Altersweitsichtigkeit ausgleichen konnten, war das Schlüsselereignis zur Erfindung der Brille im späten 13. Jahrhundert. Ungelöst blieb jedoch die Frage, wie diese Gläser nun am besten am Kopf zu befestigen waren. Die Hände sollten frei bleiben, die Entfernung zwischen Glas und Auge sollte konstant sein. Der Abstand der Gläsermitte zueinander musste entsprechend der Pupillendistanz veränderlich sein. Das Ganze sollte bequem zu tragen sein, bei heftigen Kopfbewegungen durfte die Konstruktion ihre Lage am Kopf nicht verändern. Es ist erstaunlich, dass es nahezu fünf Jahrhunderte dauerte, um das Problem befriedigend zu lösen. Die Revolution war der Zwicker, seine Erfindung fällt in die Zeit des kulturellen und politischen Umbruchs.
Nachbericht zur 107. Tagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG)
Allerlei in Leipzig
Zur 107. Tagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) hatte der diesjährige Präsident Prof. Dr. Peter Wiedemann anlässlich der 600-Jahresfeier der Universität nach Leipzig geladen. Damit tagte die Gesellschaft wie bereits 1932 und zuletzt 1991 nun schon zum dritten Mal seit ihrem Bestehen in Leipzig. Nach gut zehn Jahren Kongressausrichtung in Berlin kostete dies erwartungsgemäß einige Teilnehmerzahlen. So mancher scheute die Anreise, die durchaus in jeder Hinsicht lohnenswert war: Ein schön gelegenes, lichtdurchflutetes Kongresszentrum mit einer für die DOG idealen Größe erlaubte konzentriertes Tagen und entspanntes Verweilen. Das wissenschaftliche Programm bot gewohnte thematische Vielfalt und die Stadt Leipzig lockte bei herbstlichem Sonnenschein mit Prachtbauten, schmalen Altstadtgässchen und freundlichem Flair. Unter dem etwas sperrigen Motto: „Lebenslang gut sehen — weil Augenärzte forschen, lehren, heilen und helfen“ galt das Leitthema dem guten Sehen des Patienten in allen Lebensphasen einerseits und den dafür erforderlichen Voraussetzungen in der Augenheilkunde andererseits. Ein Bericht von Ulrike Lüdtke.
Intraokulare Entzündung im posterioren Segment
Therapeutische Optionen: Update und Ausblick
Obwohl die Pathogenese der intraokularen Entzündung im intermediären und posterioren Segment noch nicht vollständig geklärt ist, wird davon ausgegangen, dass es sich wesentlich um autoimmune oder immunvermittelte Reaktionen handelt, die zu einem chronisch-rezidivierenden klinischen Verlauf führen. Das aktuelle Konzept zur Uveitis-Pathogenese wird durch die Rolle der CD4-positiven T-Helferzellen geprägt. Prof. Uwe Pleyer, FEBO, Dr. Dominika Pohlmann und Prof. Christoph Deuter erläutern Behandlungsstrategien und auf den neueren Konzepten basierende, mögliche zukünftige Therapieansätze.
Der unzufriedene Patient nach Kataraktoperation
Die moderne Katarakt- und Linsenchirurgie ist einer der erfolgreichsten chirurgischen Eingriffe mit hohen Erfolgsraten hinsichtlich Sehverbesserung und der Patientenzufriedenheit. Trotz der fortschrittlichen chirurgischen Techniken kann es jedoch bei einem kleinen Prozentsatz der Patienten zu Unzufriedenheit mit dem Ergebnis ihrer Operation kommen.
Serie Auge und Sehen: Das Fernrohr des Galilei
Serie zur Sammlung Roth
Irgendwann kam ein Tüftler des ausgehenden Mittelalters auf die Idee, zwei verschieden starke Brillengläser hintereinander zu halten und entdeckte, den richtigen Abstand voneinander vorausgesetzt, dass weit entfernte Dinge in die Nähe rückten. Ein Glas befand sich dabei direkt vor dem Auge, das zweite eine Armlänge entfernt. Bedingung für das Phänomen war, dass die Brennpunkte beider Gläser in einer Ebene lagen. Dem Holländer Lipperhey wird diese Entdeckung Anfang des 17. Jahrhunderts zugeschrieben, dies mag bezweifelt werden. Fest steht aber, dass Galilei als einer der Ersten den Wert dieses Gerätes für die Astronomie erkannte. Er entdeckte mit einem solchen, als Fernrohr bezeichneten Instrument die nach ihm benannten Jupitermonde und den Ring des Saturns. Pater Scheiner sah als Erster damit die Sonnenflecken.

