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Zum 36. Kongress der ASCRS in Boston
Zum 36. Kongress der American Society of Cataract and Refractive Surgery (ASCRS) trafen sich im April rund 7.300 Teilnehmer in Boston, USA. Den angereisten Ophthalmologen bot sich die Möglichkeit, aus etwa 700 wissenschaftlichen Vorträgen, 18 Symposien, 130 Kursen, 170 Filmen sowie 370 Postern ein individuelles Fortbildungsprogramm zusammenzustellen. Darüber hinaus gab es weitere Beiträge und Kurse speziell abgestimmt für ärztliches Assistenz- und Pflegepersonal in Zusammenarbeit mit der American Society of Ophthalmic Administrators (ASOA). Ein Bericht von Dr. Tanja M. Rabsilber.
EVRS – Brückenschlag zwischen Netzhaut- und Glaskörperchirurgie
Über eine „gewisse Philosophie“ und ein ungewöhnliches Tagungskonzept
Die European VitreoRetinal Society (EVRS) wurde 2001 als Brückenschlag zwischen der Netzhaut- und Glaskörperchirurgie Euopas und der USA von Prof. Dr. Frank Koch (Frankfurt) gegründet. Dr. Michael Koss berichtet über Themen und Highlights der letzten Tagung in Venedig, zu der sich rund 850 Teilnehmer einfanden.
Kontrastsehen und Perimetrie
„Erholungszeit“ als potentiell neuer funktioneller Verlaufsparameter
Eine Progressionsbestimmung von Patienten mit fortgeschrittener glaukomatöser Optikusatrophie stellt eine diagnostische Herausforderung dar, da die Perimetrie als funktionelle, psychophysische Untersuchung an ihre Grenzen stößt. Spezielle Messungen des Kontrastsehens („Erholungszeit“) mit vorangehendem Stressreiz zeigten signifikant veränderte Messwerte bei Glaukompatienten im Vergleich zu Normalprobanden. Da sie sich verlässlich reproduzieren ließen und signifikant mit den Standardparametern der Perimetrie sowie der morphologischen Papillenbeurteilung mit dem SD-OCT korrelierten, kann diese Erholungszeit zusätzlich als potentiell neuer funktioneller Verlaufsparameter herangezogen werden. Dr. Bettina Hohberger (Erlangen) stellt den Ansatz dar.
Rotierte und dezentrierte trifokale torische IOL bei zu großem Kapselsack
Die zentrierte und rotationsstabile Fixation multifokaler torischer Intraokularlinsen (IOL) im Kapselsack ist entscheidend für ein optimales postoperatives Ergebnis. Dabei kommt dem Zusammenspiel aus IOL-Gesamtdurchmesser und Kapselsackgröße eine herausragende Bedeutung zu. Die Größe des Kapselsacks ist präoperativ schwierig abzuschätzen, sie korreliert aber mit der Achsenlänge. Hochmyope Augen mit großer Achsenlänge haben aufgrund der größeren okulären Dimensionen ein erhöhtes Risiko für postoperative IOL-Dezentrierung und -Rotation. Dr. Bert C. Giers (Heidelberg) erörtert anhand eines Fallbeispiels, dass auch in Augen mit nur moderater Myopie mit vergrößerten Kapselsäcken zu rechnen ist und dass der Auswahl der zu implantierenden IOL bei diesem Patientengut eine besondere Bedeutung zukommt.
Ascorbinsäure und AMD
Ascorbinsäure ist ein essentieller Nahrungsbestandteil und eines der wichtigsten Antioxidantien. Da oxidativer Stress als wichtiger exogener Risikofaktor für die Entwicklung und Progression von Erkrankungen des fortgeschrittenen Lebensalters wie der Altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) gilt, stellt Ascorbinsäure einen sehr interessanten therapeutischen Ansatzpunkt dar. Dr. Mario Behrendt (München) erläutert die Rolle von Ascorbinsäure im Zusammenhang mit AMD.
Meibomdrüsendysfunktion und chronische Blepharitis bei Trockenem Auge
Homburger Erfahrung mit der BlephEx-Therapie
Die Meibomdrüsendysfunktion ist ein signifikanter Faktor für die Entwicklung des Trockenen Auges und sollte konsequent beobachtet und behandelt werden. Neben der medikamentösen Therapie und der konservativen Lidrandhygiene als Basis zur Behandlung der Meibomdrüsendysfunktion gibt es neue Technologien, die zu einer Besserung des klinischen Bildes und Rückbildung der Symptome der Patienten führen. Kassandra Xanthopoulou und Dr. Elena Zemova berichten über den Einsatz der BlephEx-Therapie an der Universitäts-Augenklinik des Saarlandes in Homburg/Saar und stellen die Ergebnisse dar.

