Das „Augenmobil“ – wenn die Augenarztpraxis zum Patienten kommt

Für ältere und in der Mobilität eingeschränkte Personen ist der Besuch beim Augenarzt mit einem hohen Aufwand verbunden. Vor diesem Hintergrund wurde vor sechs Jahren in Zürich die erste mobile Augenarztpraxis der Schweiz gegründet: die mobilen Untersuchungsgeräte werden tageweise in Institutionen wie Pflege- und Alterszentren eingerichtet und die Augen der Bewohner vor Ort untersucht. Dr. Barbara C. Bachmann, Augenärztin und Augenchirurgin mit eigener Praxis in Zürich, ist Geschäftsführerin der Augenmobil AG und berichtet über die Erfahrungen und Zukunftsaussichten.

Die Augenheilkunde steht am Beginn einer tiefgreifenden digitalen Transformation. Während moderne Therapien das Fortschreiten chronischer Augenerkrankungen wie der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) oder der diabetischen Retinopathie erfolgreich bremsen können, bleibt die Versorgungslücke groß. Weltweit wird sich die Zahl der Menschen mit AMD bis 2040 von 200 auf 290 Millionen erhöhen, jene mit Diabetes von 400 auf 650 Millionen. Schon heute zeigen sich Versorgungsengpässe, insbesondere bei mobilitätseingeschränkten älteren Menschen. Für viele Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeinstitutionen bedeutet der Weg zur Augenarztpraxis einen organisatorischen Kraftakt – oft mit dem Resultat, dass Routinekontrollen ausfallen und vermeidbare Sehverschlechterungen entstehen. Zugleich eröffnet die Digitalisierung neue Wege, Versorgung anders zu denken: näher am Menschen, datenbasiert und unterstützt durch Künstliche Intelligenz (KI).

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Ausgabe Dezember 2025.

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