Kurznachrichten

Zweitmeinungsangebot für augenärztliche Operationen gestartet

Ärztliche Zweitmeinung ist seit Jahresbeginn bei bestimmten Eingriffen eine Kassenleistung. Eine zweite unabhängige Meinung ist aber auch oft bei anderen Diagnosen wichtig. Das Auge ist ein sehr wichtiges Organ und Eingriffe rund um das Auge haben eine große Bedeutung für jeden betroffenen Patienten. Für planbare Operationen in der Ophthalmologie haben sich dieses Jahr Professoren der Augenheilkunde im „Augenrat“ zusammengeschlossen, um Patienten auch für Augenerkrankungen eine gesicherte und unabhängige zweite Meinung zu bieten.

Breites Bündnis fordert Warngeräusch für Elektrofahrzeuge

Anlässlich des Tages der Verkehrssicherheit am 15. Juni haben sich auf Initiative des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) sieben Verbände und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat zusammengeschlossen. Gemeinsam fordern sie unter dem Motto „Elektrisch fahren tut hörbar gut!“ den sofortigen Einbau eines künstlichen Warngeräusches in alle Hybrid- und Elektrofahrzeuge.

LHON-Patientenregister offiziell gestartet

Patienten mit der seltenen mitochondrialen Augenerkrankung Lebersche Hereditäre Optikus-Neuropathie (abgekürzt: LHON) haben ab sofort die Möglichkeit am deutschen LHON-Patientenregister teilzunehmen. Initiiert und begleitet durch Pro Retina Deutschland e.V., einer bundesweit tätigen unabhängigen Selbsthilfeorganisation für Menschen mit Netzhautdegenerationen, erfasst das Register epidemiologische Informationen über die Häufigkeit sowie Verbreitung von LHON und deren Krankheitsverlauf. Die Daten sollen nicht nur helfen die Erkrankung besser zu verstehen, sondern können auch dazu dienen, die Therapiemöglichkeiten zu verbessern.

Durchblutungsstörungen der Retina

Für ihre Promotionsarbeit zum Thema „Charakterisierung retinaler Ischämie im Tiermodell“ wurde die Biologin Marina Palmhof vom Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum jetzt mit einem Stipendium der „Wilhelm und Günter Esser Stiftung“ ausgezeichnet. – Dank diesem kann sie sich im nächsten halben Jahr ganz ohne finanzielle Sorgen um den Abschluss ihrer Doktorarbeit kümmern. Die Verleihung erfolgte durch den Rektor der Ruhr-Universität Prof. Dr. Axel Schölmerich und die Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde Birgit Fischer.

LMU München: Erste zugelassene Gentherapie in der Augenheilkunde durchgeführt

Am vergangenen Mittwoch haben Augenärzte des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität als erstes Zentrum in Deutschland die erste zugelassene Gentherapie zur Behandlung einer erblich bedingten Netzhauterkrankung eingesetzt. Unter der Leitung von Professor Siegfried Priglinger wurde erstmals eine Patientin in Deutschland mit der kürzlich zugelassenen Gentherapie mit dem Wirkstoff Voretigen Neparvovec behandelt. Die Augenklinik der LMU nimmt damit eine führende Position in der Behandlung bisher nicht behandelbarer Augenerkrankungen ein.

Stiftung Auge fordert bessere augenärztliche Versorgung für Senioren

Eine im JAMA veröffentlichte Studie belegt einen deutlichen Zusammenhang zwischen nachlassender Sehkraft und abnehmender Hirnfunktion im Alter. Die Stiftung Auge weist vor diesem Hintergrund darauf hin, wie wichtig gutes Sehen und regelmäßige Besuche beim Augenarzt für ältere Menschen sind. Jedoch gelangt die augenärztliche Versorgung oft nicht zu Menschen in Senioren- und Pflegeheimen, wie eine Erhebung der Stiftung Auge zeigt (OVIS-Studie). In einem Maßnahmenkatalog legt die Stiftung Vorschläge zur Verbesserung der augenärztlichen Versorgung in Seniorenheimen vor.

BVA: Kurzsichtigkeit bremsen

Der weltweite Trend einer Zunahme der Kurzsichtigkeit lässt sich für Deutschland bisher nicht belegen. Doch der Trend zu vermehrter Naharbeit könnte in den kommenden Jahren auch hierzulande dazu führen, dass mehr Kinder kurzsichtig werden. Prof. Dr. Wolf Lagrèze und Prof. Dr. Bernd Bertram, 1. Vorsitzender des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands (BVA) erläutern, wie Eltern dazu beitragen können, dass ihre Kinder “den Durchblick behalten”.

UV-blockierende Kontaktlinse schützt Stammzellen

Wissenschaftler des Zentrums für Augenheilkunde der Uniklinik Köln konnten erfolgreich zeigen, dass UV-blockierende Kontaktlinsen die Stammzellen am Auge vor einem UV-Schaden schützen können. Dies kann zu einer neuen prophylaktischen Behandlung von Patienten führen, die von einem UV-abhängigen Augenleiden betroffen sind oder eine Stammzelltransplantation am Auge erhalten. Die Ergebnisse der Forschung wurden kürzlich in „Scientific Reports“ eine wissenschaftliche Fachzeitschrift der Nature Publishing Group veröffentlicht.