Autor: Ulrike Lüdkte

Fall: Zur Problematik altitudinaler Gesichtsfeldausfälle

Eine plötzliche einseitige Sehverschlechterung und ein nahezu altitudinaler Gesichtsfelddefekt in der unteren Hälfte lassen ursächlich an eine vaskuläre Optikusneuropathie denken. Dr. Annette Sturm stellt die Notwendigkeit einer weiterführende Diagnostik dar, wenn bei scheinbar typischen Gesichtsfeldausfällen und Anamnese einer vaskulären Optikusneuropathie eine Diskrepanz zum Papillenbefund vorliegt.

Interdisziplinäre Diskussion von Augenmotilitätsstörungen

Interdisziplinäre Diskussion von Augenmotilitätsstörungen

Eine interdisziplinäre Fortbildung zum Thema Augenmotilitätsstörungen stand im Mittelpunkt der letzten Basler Fortbildungstage, zu der unter Vorsitz von Prof. Dr. Josef Flammer, Chefarzt der Augenklinik des Universitätsspitals Basel, der Verein zur Förderung der Weiterbildung in der Augenheilkunde eingeladen hatte. Rund 600 Augenärzte waren der Einladung zur Tagung gefolgt, über die Dr. Udo Hennighausen berichtet.

Inflammatorische und allergische Reaktionen der Augenoberfläche

Das benetzungsgestörte Auge ist durch eine Störung der Homöostase der Träne gekennzeichnet. Zum einen kann die Qualität der Träne durch eine Änderung des Tränendrüsensekrets verändert, zum anderen die Quantität der Tränensekretion erhöht oder vermindert sein. Daraus resultiert klinisch das nasse oder trockene Auge, dessen klinische Formen durch den Begriff der Benetzungsstörung zusammengefasst werden. Dr. Thomas Kaercher erläutert inflammatorische und allergische Reaktionen an der benetzungsgestörten Augenoberfläche.

Neuer Aspekt in der antientzündlichen Therapie des Trockenen Auges

Modulation der zellulären Dynamik als neuer Aspekt medikamentöser Therapie
In der Pathogenese des Trockenen Auges spielen Entzündungsvorgänge eine zentrale Rolle. Die Wirksamkeit von Steroiden und Cyclosporin A ist klinisch weitreichend untersucht worden, der lokale kurzfristige Effekt der antientzündlichen Therapie in Bezug auf die Dynamik von Immunzellen der Augenoberfläche jedoch unbekannt. Dr. Philipp Steven erläutert die Modulation der zellulären Dynamik als neuen Aspekt in der medikamentösen Therapie des Trocken Auges.

Bundesverdienstkreuz für Dr. Albrecht und Kristina Hennig

8 Jahre im Einsatz für blinde Menschen in Nepal – dafür erhielten der aus Kusel/Pfalz stammende Augenarzt Dr. Albrecht Hennig und seine Frau Kristina am 29. März 2010 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Die deutsche Botschafterin Verena Gräfin von Roedern würdigte in ihrer Rede das vorbildliche Engagement des Ehepaares, das im Auftrag der Christoffel-Blindenmission (CBM) in dem nepalischen Städtchen Lahan die zweitgrößte Augenklinik der Welt aufgebaut hat.

Augenärzte profitieren von Einigung im Bewertungsausschuss

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Spitzenverbände der Krankenkassen haben sich im Bewertungsausschuss geeinigt, die Regelleistungsvolumina (RLV) zu stärken. Die Neuregelung soll vor allem Ärzten zugute kommen, die nur wenige Leistungen außerhalb der RLV abrechnen. Davon könnten auch Augenärzte profitieren, die nicht zusätzlich operieren.

Deutscher Hörfilmpreis 2010: Erster Publikumspreis der Hörfilmpreisgeschichte verliehen

Im Rahmen einer festlichen Gala wurde in Berlin der 8. Deutsche Hörfilmpreis verliehen. In Anerkennung des hohen Niveaus der 13 Nominierungen entschied sich die Jury dafür, zwei Preise zu vergeben. Anschließend wurde der erste Publikumspreis der Hörfilmpreisgeschichte vergeben, an dessen Abstimmung zahlreiche blinde, sehbehinderte, aber auch sehende Hörfilmfans beteiligt sind.

AMD: GKV-Versicherte haben Anspruch auf Behandlung mit Lucentis®

Gesetzlich Krankenversicherte, die unter einer feuchten altersbedingten Makuladegeneration leiden, haben nach einem aktuellen Urteil des Sozialgerichts Aachen einen Anspruch auf Versorgung mit dem für diese Erkrankung zugelassenen Arzneimittel Lucentis®. Sie dürfen gegen ihren Willen nicht auf die Verwendung eines anderen Mittels (Avastin®) verwiesen werden, das zwar um ein Vielfaches preiswerter, aber für den augenärztlichen Bereich nicht zugelassen ist.