Autor: Katica Djakovic

Kongress DGII 2021

Interview mit DGII-Tagungspräsident Dr. Peter Hoffmann
Als Hybrid-Veranstaltung tagt der 35. Kongress der Deutschsprachigen Gesellschaft für IntraokularlinsenImplantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII): Unter dem Hauptthema „Individualisierung der Augenchirurgie“ findet die Tagung vom 25. bis 27. Februar in Dortmund und zugleich als Live-Stream statt. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Dr. Peter Hoffmann, Direktor der Augen- & Laserklinik Castrop Rauxel GmbH und diesjähriger DGII-Tagungspräsident.

2. Baltic Sea Eye Conference tagte in Rostock

Mit maximaler Hygieneumsicht, gemäß der Verordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Corona-Pandemie, hatten Prof. Thomas Fuchsluger und sein Team zur 2. Baltic Sea Eye Conference für den 11. und 12. September nach Rostock eingeladen. Der erste Tag war der Augenheilkunde als operative Disziplin gewidmet. Am nächsten Tag fanden sich die Teilnehmenden zur 1st International Rostock Beach Academy einschließlich einer Industrieausstellung in Warnemünde ein, ein zusätzliches Programm war an ophthalmologisches
Assistenzpersonal und Patienten gerichtet. Dr. Udo Hennighausen (Hamburg) fasst die Tagung zusammen.

Analyse struktureller und funktioneller Netzhautveränderungen bei AMD-Patienten

Ziel einer prospektiven Beobachtungsstudie an der Universitäts-Augenklinik Bonn war die Analyse und Korrelation von strukturellen Netzhautveränderungen mit der ortsaufgelösten Netzhautfunktion unter mesopischen und skotopischen Untersuchungsbedingungen bei Patienten mit einer intermediären AMD (iAMD). Dazu erhielten diese Patienten über vier Jahre eine jährliche multimodale Netzhautbildgebung, unter anderem mit der Nah-Infrarot (NIR), der Spektral-Domain Optischen-Kohärenztomographie (SD-OCT) und der Fundusautofluoreszenzbildgebung (FAF). Dr. Marlene Saßmannshausen, Dr. Maximilian Pfau, Dr. Sarah Thiele, Prof. Frank G. Holz und Prof. Steffen Schmitz-Valckenberg (Bonn) stellen die Ergebnisse vor.

Retinale Hämangioblastome

Retinale Hämangioblastome, gerade wenn sie bilateral zu finden sind, müssen immer den Verdacht auf ein von-Hippel-Lindau-Syndrom (VHL-Syndrom) – eine seltene Tumorerkrankung mit autosomal-dominantem Vererbungsmuster – lenken. Im Rahmen des VHL-Syndroms kann es zur Ausbildung verschiedener Gefäßtumoren kommen. Dabei ist das retinale Hämangioblastom oftmals die erste Manifestation und gemeinsam mit Hämangioblastomen im Kleinhirn zugleich auch die häufigste. Valerie Schmelter und Dr. Raffael G. Liegl (München) berichten über eine junge Patientin mit Netzhauttumoren.

Erste virtuelle Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft (Teil 2)

„Ein Jahr, wie kein anderes“
Im zweiten Teil des Nachberichtes zur XXXIV. Jahrestagung der Julius-Hirschberg-Gesellschaft fassen Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) und Mariam Raad (Karlsruhe) die dritte wissenschaftliche Sitzung sowie Ergebnisse der Arbeitsgruppe Ophthalmo-Ethik, die Posterpräsentationen und die Themen der Mitgliederversammlung zusammen.

Anpasssatz für Korneosklerallinsen nach Augenabguss

Serie zur Sammlung Roth (Folge 113)
Die ältesten Kontaktlinsen, sie stammen aus der Zeit um 1880, waren aus Glas. Ihnen die notwendige Form zu geben, war mühsam, außerdem waren sie hochzerbrechlich. Ihre fehlende Gasdurchlässigkeit und mangelhafte Benetzbarkeit durch die Tränenflüssigkeit ließen ein tägliches Tragen scheitern. Nach bereits nach einer Stunde, so wird berichtet, kam es am Auge zum Hornhautödem, die Folgen waren pathologische Blendungserscheinungen und Visusverlust. Längere Tragezeiten waren in diesen Jahren damit nicht zu erreichen.

Digitales Management der IVOM-Termine

Durch eine konsequente IVOM-Therapie kann die Prognose von bestimmten Netzhauterkrankungen verbessert werden. Um dies trotz steigender Patientenzahlen und abnehmender Versorgungsdichte leisten zu können, müssen Praxisabläufe und Therapieprozesse besser gestaltet werden. Dr. Stephanie Glück (Ludwigsburg) erläutert, wie die Einführung eines digitalen IVOM-Managements im Praxisalltag zu einer optimalen Nutzung verfügbarer Ressourcen beitragen kann.

Digitales Diabetesscreening

Die Anwendung Künstlicher Intelligenz (KI) in der Augenheilkunde entwickelt sich fortlaufend weiter. Das Screening auf diabetische Retinopathie mittels KI könnte dabei eine große Rolle bei der Prävention der Erblindung durch Diabetes spielen. Priv.-Doz. Dr. Robert Kromer, FEBO (Hamburg) gibt einen Überblick über KI-Systeme, die in der klinischen Routine zur Auswertung und Beurteilung der diabetischen Retinopathie eingesetzt werden.

Steuerliche Abzugsfähigkeit von Spenden

Spenden können im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung abgesetzt werden, aber nicht in beliebiger Höhe und nicht ohne Beleg. Der Augenarzt ist deshalb gut beraten, bei der Nachweisführung Sorgfalt an den Tag zu legen, um Spenden auch als steuerlich abzugsfähig anerkannt zu bekommen. Diplom-Volkswirt Dr. Hans-Ludwig Dornbusch (Sankt Augustin) zeigt anhand von Beispielen auf, worauf zu achten ist.

Die Kinderbrille

Serie zur Sammlung Roth (Folge 112)
Viele Kinder lehnten das Brillentragen vehement ab. Nicht jedes Kind war bereit, sich mit dem so genannten Nasenfahrrad in der Öffentlichkeit zu zeigen. Gehänselt und als Brillenschlange verspottet, trug der Sprössling die verordnete Sehhilfe, die sich eher in der Schultasche als vor dem Auge befand. Die Eltern waren verzweifelt, die Lehrer machtlos.  Auf der anderen Seite erforderte aber eine Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung im ersten Lebensjahrzehnt unbedingt eine optimale Sehhilfe zur Vermeidung einer bleibenden Sehschwäche.