UKE ehrt Emma Schindler: Hörsaal der Augenklinik wird ihren Namen tragen

Am 4. Juni wird in einem Festakt der Hörsaal der Augenklinik am Universitäts-klinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) nach der jüdischen Augenärztin und Wissenschaftlerin Emma Schindler benannt werden. Im Hinblick auf das geplante Gedenken an Dr. Emma Schindler (1883–1944) werden nachstehend ihre persönliche Vita skizziert sowie ihre Veröffentlichungen dokumentiert und vor dem Hintergrund der damals noch jungen Hamburger Universität interpretiert und gewürdigt. Von Dr. Udo Hennighausen (Nürnberg)

Als offiziell wahrgenommener Beginn der Erforschung der Geschichte der medizinischen Fachgesellschaften, bezogen auf die Zeit des Nationalsozialismus, gilt eine am 3. Oktober 1998 von der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin im Rahmen ihrer Jahrestagung in Dresden öffentlich abgehaltene Gedenkfeier – für ihre zwischen 1933 und 1945 verfolgten, aus dem Land getriebenen und ermordeten Kolleginnen und Kollegen. Und so hat auch diese Fachgesellschaft, unter Leitung von Prof. Eduard Seidler (Freiburg), als erste begonnen, die Schicksale ihrer verfolgten Kolleginnen und Kollegen systematisch historisch aufzuarbeiten. Weitere medizinische Fachgesellschaften sind nach und nach diesem Vorbild gefolgt.

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Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Ausgabe Mai 2026.

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