Neueste Generation trabekulärer Mikrobypass-Stents

Erste klinische Erfahrungen mit dem iStent infinite

Trabekuläre MIGS-Verfahren haben sich als effektive Therapieoption bei mildem und moderatem Offenwinkelglaukom etabliert. Sie sind ausreichend wirksam und haben ein gutes Sicherheitsprofil. Häufig kommen dabei trabekuläre Mikrobypass-Stents zum Einsatz. Mit dem iStent infinite (Handelsname) ist eine neue Stent-Generation verfügbar, mit der auch Glaukompatienten bei fortgeschrittenen Verlaufsformen behandelt werden können. Prof. Fritz Hengerer und Dr. Martin Amborn (Frankfurt am Main) stellen die Ergebnisse der Zulassungsstudie und erste klinische Erfahrungen vor.

Die Mehrzahl der zugelassenen MIGS-Verfahren (Minimally Invasive Glaucoma Surgery, MIGS) erreicht eine Senkung des Augeninnendrucks über eine Verbesserung des trabekulären Kammerwasserabflusses. Die europäische Glaukomgesellschaft (European Glaucoma Society, EGS) klassifiziert in der 6. Ausgabe „Terminologie und Leitlinien für das Glaukom“ trabekuläre MIGS-Verfahren in trabekuläre Lasereingriffe, trabekuläre Disruption, trabekuläre Dilatation und trabekuläre Stents (EGS 2025). Bei allen trabekulären Verfahren beeinflusst der episklerale Venendruck beziehungsweise das Kollektorkanalsystem postoperativ den drucksenkenden Effekt. Bislang gibt es keine Möglichkeit, diesen Druckgradienten präoperativ zu berechnen oder zu messen. Deshalb ist die kontinuierliche Überprüfung des Zieldruckes von Bedeutung.

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Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Ausgabe Juni 2026.

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